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Angst
© Ben White – Unsplash

Angst durch Corona: Whitepaper zum Krisenmanagement für Unternehmen erschienen

Neben Depressionen gehören Angststörungen zu den am meisten diagnostizierten psychischen Erkrankungen. Man geht davon aus, dass jedes Jahr rund zehn Millionen Erwachsene von einer behandlungsbedürftigen Angsterkrankung betroffen sind. Doch wie entsteht Angst und wie können Unternehmen dieser in Zeiten der Corona-Krise entgegentreten?

In Angsteinem von SmartRiskSolutions veröffentlichten Whitepaper mit dem Titel „Krisenmanagement COVID-19“ werden zwei wichtige Aspekte beim Krisenmanagement im Pandemiefall betrachtet: die psychologischen Auswirkungen auf die Angestellten und die rechtlichen Fragestellungen, die sich aus der Krise ergeben.

Der Faktor Angst sollte aufgrund der starken Verunsicherung von Mitarbeitern und deren Angehörigen vom Management besonders ernst genommen und beim Handeln im Krisenmanagement einbezogen werden. Doch worin unterscheidet sich die Pandemie zu anderen Krisensituationen?

Angst durch „Überinformation“

„Was im Zuge der aktuellen Situation besonders deutlich wird, ist der Einfluss der sozialen Medien. Schnelle und unkomplizierte Kommunikation ist ein Segen, wird aber dann zum Fluch, wenn in der Konkurrenzlogik des ‚höher-schneller-weiter‘ fast ausnahmslos über ein Thema berichtet wird. Häufig geschieht dies mit der Tendenz, dies sensationeller als die Konkurrenz zu tun“ erklärt Diplom-Psychologin Svenja Möllersmann in dem Dossier.

„Das Thema wird immer größer und entwickelt eine unkontrollierbare Eigendynamik, die Spuren bei Konsumenten, Lesern und nicht zuletzt auch Ihnen selbst hinterlässt. Diese Tendenz, kombiniert mit dem Wunsch vieler Menschen der eigenen Unsicherheit durch den ständigen Abruf von Information zu begegnen, führt vielfach zu ‚Überinformation‘ –dem Lesen der immer gleichen Nachrichten auf immer neuen Webseiten. Wird das Gefühl der Angst dadurch wiederholt ‚getriggert‘, vergrößert sich dieses Gefühl, bis hin zur Ohnmacht.“ sagt sie. Wie Unternehmen auf diese besondere Situation ihrer Mitarbeiter reagieren sollten und welche Maßnahmen dabei in Frage kommen, wird im ersten Teil des Whitepapers von SmartRiskSolutions erläutert.

Angst Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Psychische Krankheiten nehmen zu und sind mittlerweile die Hauptursache für Berufsunfähigkeit – das hat eine Studie des Lebensversicherungskonzerns Swiss Life ergeben. Demnach waren Krankheiten wie Burn-out, Depressionen und Angststörungen verantwortlich für 37 Prozent der Berufsunfähigkeiten im Jahr 2018.

Rechtliche Entwicklungen im Auge behalten

Der zweite integrale Bestandteil für ein erfolgreiches Krisenmanagement ist die rechtliche Betrachtung der Lage und der neu geplanten Maßnahmen. Hierzu werden einige Fragestellungen durch den Arbeitsrechtler Prof. Dr. Michael Fuhlrott erörtert. Er gibt dabei Antwort auf die im Augenblick am häufigsten auftretenden Rechtsfragen:

  • Wann kann ein Mitarbeiter sein Erscheinen an den Arbeitsplatz verweigern und gegebenenfalls auf Home-Office bestehen?
  • Wann kann ein Mitarbeiter eine Reise verweigern?
  • Haben Mitarbeiter Anspruch auf Freistellung, wenn die Kita/Schule schließt und damit ein Recht auf Lohnfortzahlung?
  • Wann haben Mitarbeiter Anspruch auf Schutzausstattung?
  • Dürfen Firmen bei jedem Mitarbeiter und Besucher Fiebermessungen im Rahmen der Zugangskontrolle durchführen?

Die Beobachtung rechtlicher Entwicklungen und neuer Regularien im In- und Ausland ist eine entscheidende Säule im Krisenmanagement. Sie umfasst beispielsweise auch Exportverbote für persönliche Schutzausstattungen, geänderte Einreisebestimmungen und Meldepflichten an Behörden und Institutionen. Dies alles gilt es im Blick zu haben, denn auch die Corona-Krise ist irgendwann vorüber und das regulatorische Umfeld ist dann möglicherweise ein anderes als zuvor.