Beiträge mit Tag ‘weltweite Fluggastrechte’

Flugreisen: Ersatz bei technischem Defekt

Luftfahrtunternehmen müssen Fluggästen grundsätzlich auch bei Annullierung eines Fluges wegen unerwarteter technischer Probleme einen finanziellen Ausgleich leisten. Die Klägerin des Ausgangsverfahrens hatte ein Flugticket für einen Flug von Quito in Ecuador nach Amsterdam gebucht.

Organisatorische Gründe bei Flugverspätung keine außergewöhnlichen Umstände

Kommt es zu erheblichen Verspätungen bei Flügen, weil Fluggesellschaften aus organisatorischen Gründen beispielsweise keinen Subcharter organisieren, haben Reisende Anspruch auf eine Entschädigung.

Ausgleichszahlungen auch bei Codeshare-Flügen

Werden Flüge im Codeshare-Verfahren angeboten und kommt es dabei zu einer erheblichen Verspätung, muss immer die ausführende Fluggesellschaft die Ausgleichszahlung leisten. Das verdeutlicht ein Urteil des Amtsgerichts Rüsselheim (Az.: 3 C 3947/13(31)).

Gerichtsurteil: Für widriges Wetter benötigt Airline Ersatzpersonal

Erreicht ein Pilot sein Flugzeug aufgrund heftigen Schneefalls nicht rechtzeitig, muss die Fluggesellschaft für Ersatz sorgen. Sonst steht den Passagieren im Falle einer Verspätung eine Ausgleichszahlung im Sinne der EU-Fluggastrechte-Verordnung zu. Das verdeutlicht ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt (Az.: 32 C 1488/13(41)).

Darauf hat man bei Streiks von Flugzeug und Bahn Anspruch

Man freut sich seit langem auf den wohlverdienten Jahresurlaub oder möchte als Geschäftsreisender unverzüglich von A nach B gelangen – doch dann der Schock: Bahnstreik oder Piloten demonstrieren für mehr Gehalt. Nun ist guter Rat teuer, denn Zeit ist in diesem Fall auch Geld:

Bei Verspätungen muss Airline für Getränke sorgen

Kommt es zu einer massiven Verspätung eines Fluges, muss sich die Fluggesellschaft auch um eine ausreichende Versorgung der Passagiere mit Getränken kümmern. Tut sie das nicht, haben Reisende neben der Ausgleichszahlung entsprechend der EU-Fluggastrechteverordnung noch Anspruch auf eine Zahlung von Schadenersatz. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt (Az.: 3 C 479/13 [36]) hervor.

Flugreisen: Keine Bearbeitungsgebühr bei Stornierung

Eine Fluggesellschaft darf für die Stornierung von Flugreisen kein Bearbeitungsentgelt verlangen. Das hat ein aktuelles Gerichtsurteil ergeben. Hintergrund: Kunden einer Fluggesellschaft sollten nach einer Vertragsklausel 25 Euro Bearbeitungsentgelt zahlen, wenn sie einen gebuchten Flug stornieren oder nicht antreten.

Flugverspätung: Summe der Teilstrecken für Ausgleichszahlung entscheidend

Kommt es zu einer Verspätung auf einem Flug, der sich aus mehreren Teilstrecken zusammensetzt, ist für die Höhe der Ausgleichszahlung die Summe der einzelnen Strecken entscheidend. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt (Az.: 29 C 1952/13 [81]) hervor.

Offene Tür bestimmt tatsächliche Ankunftszeit des Fluges

Mit dem jetzt gefällten Urteil zur Frage, wann ein Flugzeug tatsächlich am Flughafen ankommt, stärkt der Europäische Gerichtshof (EuGH vom 04.09.2014, Az.: C-452/13) die Fluggastrechte.

Bei Flugreise gelten für Airline Beförderungsbedingungen des Veranstalters

Hat ein Veranstalter in seinen Beförderungsbedingungen nicht vorgesehen, dass Reisende mit einem gebrochenen Arm ein Flugtauglichkeitsattest vorlegen müsse, darf die Airline dem Kunden auch nicht die Mitnahme verweigern.