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© Ivan Samkov, Pexels

Digitale Nomaden – das sind die 3 populärsten Destinationen

Wenn Sie diesen Artikel gerade aus einem grauen Bürogebäude lesen, dann haben Sie bestimmt schon mal mit dem Gedanken gespielt, den Arbeitsalltag an einem anderen Ort zu verbringen. Was für die Mehrheit der Bevölkerung nach einem Traum klingt, ist für digitale Nomaden zur Realität geworden. Besonders seit der Pandemie ist die Zahl der digitalen Nomaden stetig gestiegen und das Remote-Arbeiten zeigt viele Vorteile auf – Selbstbestimmung, Unabhängigkeit von Zeit und Ort sowie Eigenverantwortung.

Nie war es einfacher, den Arbeitsalltag in der Hängematte oder auf einem sonnigen Balkon zu verbringen. Auf der Suche nach einer passenden Destination spielen für digitale Nomaden diverse Faktoren eine wichtige Rolle – mitunter niedrige Mietpreise, stabiles und schnelles Internet sowie Sicherheit.

Es fallen zwar keine hohen Fixkosten an, jedoch ist es sinnvoll, über ein finanzielles Polster zu verfügen. Alternativ lässt sich auch Geld leihen, um ein Startkapital zu haben. Wir präsentieren Ihnen in diesem Beitrag drei populäre Destinationen von digitalen Nomaden.

Chiang Mai

Chiang Mai ist möglicherweise die populärste Destination für digitale Nomaden auf der ganzen Welt. Die Stadt befindet sich im bergigen Norden von Thailand und hat eine ganz besondere Anziehungskraft. Chiang Mai bietet die ganze Palette: von spektakulärem Dschungel und Nachtmärkten bis hin zu atemberaubenden Tempeln und exzellent ausgestatteten Co-Working-Spaces. Die Lebenshaltungskosten sind in Thailand extrem gering und auch die Mietpreise sind niedrig. So lässt sich eine Wohnung bereits ab 150 Euro pro Monat mieten. Je länger die Mietdauer, desto besser der Preis, den Sie für die Unterkunft erhalten werden.

Die gesamte Stadt hat eine sehr gute Internetanbindung und in fast jedem Café können Sie sich kostenlos ins WLAN einloggen. Auch in puncto Sicherheit können Sie in Chiang Mai bedenkenlos sein – die Kriminalitätsrate ist sehr niedrig. Die thailändische Stadt besticht durch ihre niedrigen Lebenshaltungskosten und einer ausgezeichneten Infrastruktur für digitale Nomaden. Zumal ist dort eine große Community, die sich auch für das Networking eignet. Wenn Sie ohne teuren Schnickschnack leben, kommen Sie hier mit 1.000 Euro pro Monat (natürlich inklusive Miete) gut aus. Chiang Mai ist somit nicht nur eines der beliebtesten Ziele für digitale Nomaden, sondern auch eines der günstigsten.

© cheese yang, Unsplash

Medellin

Ein Zentrum für digitale Nomaden in Südamerika ist Medellin, die sogenannte „Stadt des ewigen Frühlings“ in Kolumbien. Wie diese Bezeichnung bereits erahnen lässt, liegt die durchschnittliche Temperatur bei 22 Grad. Medellin ist von Bergen umgeben und beschert seinen Bewohnern viele Sonnenstunden – beachten Sie, dass in den Monaten April und Mai sowie Oktober und November die Regenzeit ist. Früher stand die Stadt im Schatten von Pablo Escobar, doch diese Zeiten sind schon lange vorbei. Nach zahlreichen Investitionen in die technologische Entwicklung der Stadt sowie den Ausbau der Infrastruktur hat sich die Stadt zu einem Magneten für digitale Nomaden entwickelt.

In Medellin sind sehr viele hippe Bars, Cafés, Clubs und Co-Working-Spaces vorzufinden. Die Kosten sind zwar nicht so niedrig wie in Chiang Mai, für europäische Verhältnisse aber trotzdem günstig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für Transportmöglichkeiten, Nahrung, Freizeitaktivitäten angemessen – die Stadt ist 89 Prozent günstiger als der Weltdurchschnitt. Ähnlich wie in Chiang Mai ist in Medellin eine große Gemeinschaft von digitalen Nomaden anzutreffen. Ohne Luxus kommen Sie mit 1.200 Euro pro Monat gut in Medellin aus.

© Joel Duncan, Unsplash

Zagreb

Die kroatische Küste ist ein bekanntes und populäres Reiseziel für den Sommerurlaub. Häufig wird dabei die Hauptstadt des Landes, Zagreb, übersehen. Im vergangenen Jahr hat das kleine Land an der Adria als eines der ersten Länder in Europa ein Visum für digitale Nomaden eingeführt. Zagreb hat rund eine Million Einwohner und ist eine Destination für das gesamte Jahr. Die österreich-ungarische Architektur ist charakteristisch für die Stadt und Zagreb ist mit dem Rest Europas (sowie Kroatiens) sehr gut verbunden.

Die Stadt lässt sich zu Fuß erkunden und ist sehr sicher, eignet sich somit auch hervorragend für Familien. Die Lebenshaltungskosten und Mietkosten sind etwas niedriger als in Deutschland, während Preise für Dienstleistungen deutlich niedriger sind. Auch die Kosten für eine private Versorgung in Krankenhäusern sind sehr niedrig. Kroatien ist eine beliebte Destination für den Medizintourismus.

In der Stadt gibt es zahlreiche Cafés und Co-Working-Spaces mit sehr guter Internetverbindung. Zwar ist Kroatisch eine sehr schwere Sprache zu lernen, doch das wird nicht nötig sein, da der Großteil der Bevölkerung sehr gut Englisch spricht.

© Andrey Shevchenko, AdobeStock

Fazit

Die meisten digitalen Nomaden verschlägt es aufgrund der Sonne und der niedrigen Preise nach Südostasien. Einen “besten Ort” gibt es für digitale Nomaden jedoch nicht, da jeder einen anderen Anspruch an das Reiseziel hat und unterschiedliche Parameter in Betracht zieht.

Wenn Sie jedoch neugierig sind und wissen möchte, welche Ziele sich noch für digitale Nomaden eignen, dann empfehlen wir Ihnen den „Work from Wherever Index“. Dieser gibt anhand von 22 Faktoren Auskunft darüber, welche Länder sich für das Remote-Arbeiten am besten eignen – viel Glück und gute Reise!