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2021 werden bei der Reiseplanung andere Prioritäten gesetzt als früher
© Tropical studio – AdobeStock

Corona bestimmt Prioritäten beim Reisen 2021

Eine globale Studie im Auftrag des Reiseunternehmens eDreams ODIGEO zeigt einen Wandel in den Prioritäten, Wünschen und Zielen von Reisenden weltweit. 30 Prozent der Befragten weltweit und 41 Prozent der Deutschen haben auf eine Reise im Sommer 2020 verzichtet. 

Die Covid-19-Pandemie wurde dabei als entscheidender Faktor genannt. Die Mehrheit aller Befragten (Global: 33,4 Prozent) gab an, dass sie durch Covid-19 ihre Reisegewohnheiten deutlich verändert haben. Zunehmend würden sie nun Last-Minute-Buchungen vorziehen. Deutsche Urlauber zeigten sich offener gegenüber kommenden Reiseplänen (28 Prozent planen bereits einen Kurzurlaub) als Spanier (20,9 Prozent) und Italiener (20,7 Prozent). In Frankreich (22,2 Prozent) und den USA (23 Prozent) plant man hingegen bereits Urlaube für bis zu 14 Tage.

Für die Studie des spanischen Online-Reiseanbieters wurden 10.000 Personen, darunter auch 1.000 deutsche Teilnehmer, befragt. Teil der Studie ist sowohl ein Blick in die vergangenen Monate als auch in gegenwärtige und zukünftige Reisetrends.

Länderunterschiede beim Gefühl für Sicherheit

46 Prozent der Deutschen geben an, dass sie einen Impfstoff gegen Covid-19 für notwendig halten, bevor sie wieder eine Reise ins Ausland buchen. Dieser Wert liegt gleichauf mit dem globalen Durchschnitt (46,3 Prozent). Kurzurlaube in der Stadt und freien Natur rangieren auch im Jahr 2021 unter den Favoriten der deutschen Urlauber.

Gerade im Vergleich mit den europäischen Nachbarn wie Frankreich, Italien oder auch Spanien deuten sich erste Unterschiede zu den deutschen Reisenden an, welche die Reisebranche auch über das Kalenderjahr hinaus begleiten werden. Ein sicheres Gefühl der aktuellen Situation gegenüber, zählte zu den höheren Prioritäten bei der Frage, ob ein Urlaub in den Sommermonaten möglich ist. Gaben 36,7 Prozent der Deutschen an, auf Reisen Sorge vor der Ansteckung mit Covid-19 zu haben, waren es vergleichsweise nur 20,1 Prozent der Franzosen, die diese Meinung teilten. In Spanien und Italien wandte man sich dem Reisen nur zögerlich zu, etwa ein Drittel der Befragten (Spanien: 34,8 Prozent, Italien: 33,3 Prozent) gab an, dass ihnen das Risiko einer Ansteckung im Urlaub zu groß erscheint.

Neue Prioritäten: Urlaubsverzicht oder Heimaturlaub

Das Jahr 2020 und die Covid-19-Pandemie hat viele Lebensbereiche nachhaltig verändert. 35,2 Prozent aller befragter Personen gaben an, dass ihnen eine Reise in diesen Zeiten nicht sicher erscheint. Diese Angst war ein bestimmender Faktor, der sie dazu bewog, auf einen Sommerurlaub in diesem Jahr zu verzichten (30 Prozent). In Deutschland gab sogar rund die Hälfte aller Personen (41 Prozent) an, in diesem Sommer keinen Urlaub angetreten zu haben.

Ein weiteres Drittel sagte aus, dass sie aufgrund der allgemeinen Einschränkungen lediglich die Möglichkeit wahrnahmen, die heimischen Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Lediglich 29 Prozent der deutschen Reisenden wagten sich an einen Urlaub außerhalb des Heimatlandes. Damit waren sie reiselustiger als der internationale Durchschnitt (15,9 Prozent). Die Deutschen liegen deutlich vor Ländern wie Portugal (13,7 Prozent), dem Vereinigten Königreich (11,9 Prozent) und den USA (9,6 Prozent).

Trends in der Reiseplanung für 2021

Stieg zwar die Hoffnung auf eine längere Urlaubsreise ab Mitte des Jahres, zeigen sich 42 Prozent der Deutschen noch verhalten, wenn es um die kommende Urlaubsplanung geht und wollen auf Kurzurlaub (28 Prozent) und Last-Minute-Buchungen (41,8 Prozent) ausweichen. Nur 18 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer gab an, schon im Voraus zu buchen, um so zum Beispiel besondere Angebote wahrzunehmen. Ein Viertel der Befragten (24 Prozent) schlägt sich derzeit eine Buchung ganz aus dem Sinn.