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Anzeige Karriere im Ausland: So funktioniert der Start
© Chris Benson, Unsplash

Nützliche Tipps für eine Karriere im Ausland

Eine Karriere im Ausland ist für viele, die gerade ihren Abschluss machen oder gemacht haben, eine Karriere voller Abenteuer: Neben einer neuen, in der Regel ersten Karriere, kommt damit auch ein neues Land. Ein neuer Lebensmittelpunkt, neue Kulturen, neue Kontakte und vieles mehr. Wie aber gelingt der Einstieg in eine Karriere im Ausland? Auf was muss man achten? Ein Überblick über Vorbereitung und Start einer Karriere im Ausland mit nützlichen Tipps!

Karriere auf das Ausland auslegen: Der Start

Der erste Schritt hin zu einer Auslandskarriere ist die Entscheidung dafür, denn darauf wird die Karriereplanung ausgelegt. Die sollte man sich angesichts des hohen damit verbundenen Aufwands sehr gut überlegen – auch wenn sie zunächst vielleicht aus dem Bauch heraus getroffen wird. Besonders über die Art, wie man zu einer solchen Karriere kommen möchte, gilt es zu wählen. Es gibt hier grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder geht man über die Arbeit in einer Firma ins Ausland – oder man bewirbt sich direkt bei einem ausländischen Unternehmen.

Arbeit in einem großen Konzern

Wer sich dafür entscheidet, über eine Firma ins Ausland zu gehen, sollte vor allem die großen Konzerne oder sehr spezielle kleine und mittlere global agierende Unternehmen ins Auge fassen. Diese operieren weltweit und haben sowohl den nötigen Bedarf als auch die Mittel, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf neue Positionen auf der ganzen Welt zu versetzen. Der Vorteil dieser Variante ist die geringere Verantwortung und das geringere Risiko einer Karriere im Ausland. Als Nachteil ist allerdings die enge Bindung zum Unternehmen zu sehen, vor allem, was die Flexibilität und die Eingliederung in das Land betrifft. Beispielsweise ist es in der Regel nicht unbedingt notwendig, dass man die entsprechende Sprache spricht. Viele Versetzungen ins Ausland sind zudem nur temporär für ein Projektgeschäft und meist hat man nicht sofort zum Berufseinstieg die Möglichkeit dazu. Darüber hinaus ist es nicht leicht, einen Arbeitsplatz bei einem großen und vor allem bekannten Konzern zu bekommen.

Direktbewerbung im Ausland

Wer sich direkt bei einem Unternehmen im Ausland bewirbt, hat hingegen die freie Wahl, was die Tätigkeit betrifft und arbeitet zudem bei einer dort ansässigen Firma. Das bedeutet auch, dass man schneller und einfacher lokal integriert wird, weil die Konzernverbindung ins Heimatland fehlt. Dies wirkt sich bis in das Privatleben vor Ort positiv aus. Außerdem ist der Karrierestart dort dann persistent. Der Nachteil ist hier allerdings ebenfalls, dass es schwer ist, einen Job zu finden. Diesmal nicht wegen der Bekanntheit oder Größe des Unternehmens – schließlich steht einem jedes Unternehmen offen – sondern auf Grund der organisatorischen und kulturellen Barrieren. Viele Unternehmen ziehen inländische Bewerber vor, weil es schlicht einfacher und zuverlässiger ist, diese zu rekrutieren. Bei einer Direktbewerbung ins Ausland sollte man dazu beitragen, diese Hürden zu verringern, beispielsweise, in dem man bereits die entsprechende Fremdsprache beherrscht.

Besonders wichtig: Mit lokalen Bestimmungen vertraut machen

Von hoher Wichtigkeit für eine erfolgreiche Auslandskarriere ist, ganz unabhängig vom Start, dass man sich mit den lokalen Bestimmungen vertraut macht. Auch wenn das Unternehmen die Abwicklung der Einreise usw. übernimmt, ist es wichtig, selbst Ahnung davon zu haben, um die Auslandskarriere zum Beispiel auch bei einem Arbeitsplatzwechsel im Griff zu haben.

Einreisebestimmungen

Das initial wichtigste Regelwerk für eine Auslandskarriere sind die Einreisebestimmungen. Hier entscheidet sich, ob eine Einreise in das Land überhaupt möglich ist. Wer hier schon keine Möglichkeit hat, kann auch keine Auslandskarriere beginnen. Zu den Einreisebestimmungen zählen bekannte Aspekte wie Visa oder Nachweise über einen bestimmten verfügbaren Geldbetrag. Aber auch spontane oder lokal verschiedene Bestimmungen wie zum Beispiel Reisebeschränkungen auf Grund einer Pandemielage sind zu berücksichtigen.

Bewegung- und Karrieremöglichkeiten im Land

Im weiteren Sinne sollte man sich nach den Einreisebestimmungen auch mit allen Regeln des Landes befassen, welche die Karrieremöglichkeiten für Ausländerinnen und Ausländer betreffen. Dazu zählen beispielsweise die Bewegungsfreiheit, Beschränkungen für die Aufnahme von ausländischen Bewerbern in bestimmten Branchen oder auch Einstellungsstopps auf Grund lokaler wirtschaftlicher Veränderungen. Entsprechend sind nicht nur „Gesetze“ wichtig, sondern auch geltende Richtlinien und vorherrschende Verhältnisse, sei es nun politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich.

Gepflogenheiten und Sprache lernen

Um eine Auslandskarriere voranzutreiben, lohnt es sich, die Gepflogenheiten vor Ort sowie die Sprache zu lernen. Das betrifft beispielsweise die Gestik bei bestimmten Vorgängen (Bedanken, Essen gehen, und so weiter) oder auch die wirklich lokal gesprochene Sprache (Katalonisch in Barcelona, Spanisch zu Englisch in Texas und so weiter). Wer die Möglichkeit hat, sollte Land, Region und Stadt vorher besichtigen und im Idealfall bereits die ersten Kontakte knüpfen.

Netzwerken

Ein Leben abseits des Berufs aufbauen: Das Privatleben hängt direkt mit dem beruflichen zusammen. Lokale Kontakte, Freunde und irgendwann vielleicht auch Familie helfen, wie auch im Heimatland, wo sie können und füllen den Alltag mit Leben. Nur über lokale Bekanntschaften, die sich über die Zeit zu Freunden entwickeln, kommt man wirklich in dem Land an.

Körperliche und geistige Fitness

Gesundheit ist der „enabler“ jeder Karriere: Wer sich Gedanken um seine Karriere macht, macht sich auch Gedanken um die Zukunft. Damit sollte man sich immer auch Gedanken um die Gesundheit machen. Dies schließt nicht nur die finanzielle Vorsorge über entsprechende Krankenversicherungen, das Auswendiglernen der Notrufnummern oder ähnliche direkte Maßnahmen ein, sondern bezieht sich auch auf die Ernährung, Fitness und auf Erholung. Nur so lässt sich eine Karriere, sei es nun im Ausland oder nicht, erfolgreich verfolgen. Im Ausland kommt hinsichtlich der Gesundheit die Schwierigkeit hinzu, sich einerseits mit dem lokalen Gesundheitssystem auszukennen, andererseits aber auch mit den Gepflogenheiten und der Sprache – beides trägt zu einer schnelleren und verbesserten medizinischen Versorgung bei, besonders in Notfällen.

Auch bei Fehlschlägen: Optimistisch bleiben!

Fehlschläge gehören zum Leben dazu, auch im Karriereteil. Wer eine Auslandskarriere verfolgt, wird schon vor dem eigentlichen Start damit zu kämpfen haben: Tendenziell wird man zum Beispiel deutlich mehr Absagen bekommen. Auch während der Karriere haben Fehlschläge wie der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes häufig gravierendere Auswirkungen, besonders wenn man keine funktionierenden Sicherheiten wie ein soziales Netz und einen finanziellen Puffer aufgebaut hat. Wer eine Auslandskarriere verfolgt, sollte also einerseits Abenteuerlust und Risikofreude, andererseits aber auch eine hohe psychische Stärke besitzen. Einfach formuliert: Von all dem darf man sich nicht so einfach unterkriegen lassen! Es geht immer weiter – und jeder Rückschlag ist auch eine neue Chance.