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Urlaub 2021
© Simon English – Unsplash

Wo die Deutschen 2021 Urlaub machen wollen

Dicht gedrängt am Pool liegen und abends im gut besuchten Speisesaal am Buffet anstehen – diese Vorstellung vom Urlaub 2021 ist angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie noch schwer vorstellbar. So sind die meisten Menschen in Deutschland bei der diesjährigen Reiseplanung auch zurückhaltend. Gut jeder Fünfte hat sich noch nicht entschieden, wo der Urlaub stattfinden soll (21,6 Prozent), zeigt eine aktuelle Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen des Tabakunternehmens British American Tobacco.

Mehrheit will Urlaub 2021 in Deutschland verbringen

Ein Drittel der Befragten gab an, ihren Urlaub 2021 in Deutschland verbringen zu wollen (33,9 Prozent). Nur wenige planen für dieses Jahr einen Urlaub in Spanien (5,8 Prozent), Italien (4,0 Prozent) oder Kroatien (2,1 Prozent), wie die Statista-Grafik zeigt. Der Anteil der Befragten, die für die nächsten zwölf Monate eine Fernreise planen, nahm sogar um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab.


Grafik Statista

Für die Umfrage wurden von Dezember 2020 bis zum Januar diesen Jahres 3.000 Personen in Deutschland ab 18 Jahren befragt.

Deutlich weniger Reisen über längere Distanzen in der ersten Januarhälfte 2021

Die Mobilität in Deutschland ist in der 1. Kalenderwoche 2021 um 19,7 Prozent gegenüber der durchschnittlichen Mobilität im Januar des Vorkrisenjahres 2019 gesunken. Dies geht aus einer Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. In der 2. Kalenderwoche fiel der Rückgang mit 14,3 Prozent etwas schwächer aus. Besonders stark war der Mobilitätsrückgang bei Reisen über längere Distanzen: In der 1. Kalenderwoche 2021 wurden 37 Prozent weniger Reisen mit einer Distanz über 30 Kilometer unternommen als im Januar 2019. Dieser Trend setzte sich in der 2. Kalenderwoche fort: Hier zeigte sich bei Reisen über 30 Kilometer ein Rückgang von 34 Prozent. Dabei waren keine wesentlichen Unterschiede zwischen Kreisen mit einem 7-Tage-Inzidenzwert ab 200 und solchen mit einer niedrigeren 7-Tage-Inzidenz erkennbar.

Weniger stark als bei Reisen über 30 Kilometer war in der ersten Januarhälfte der Rückgang bei kürzeren Reisen zwischen 5 und 30 Kilometern (1. Kalenderwoche: -26 Prozent, 2. KW: -19 Prozent im Vergleich zum Januar 2019) beziehungsweise unter 5 Kilometern (1. Kalenderwoche: -13 Prozent, 2. Kalenderwoche: -9 Prozent).

Insgesamt wiesen nur rund 5 Prozent aller erfassten Reisen in den ersten beiden Kalenderwochen eine zurückgelegte Distanz von über 30 Kilometern auf. Etwa 40 Prozent aller Reisen hatten eine Distanz zwischen 5 und 30 Kilometern, und mit rund 55 Prozent war der Großteil der Reisen kürzer als 5 Kilometer.

Nächtliche Mobilität in der ersten Januarhälfte mehr als 30 Prozent unter Vorkrisenniveau

Beim Mobilitätsrückgang insgesamt zeigen sich große Tag-Nacht-Unterschiede: So lag die bundesweite Mobilität tagsüber (6 bis 22 Uhr) in der 1. Kalenderwoche 18,2 Prozent und in der 2. Kalenderwoche 12,8 Prozent unter dem Referenzwert des Januar 2019. In der Nacht (22 bis 6 Uhr) war der Mobilitätsrückgang mit -34,8 Prozent in der 1. Kalenderwoche und -30,3 Prozent in der 2. Kalenderwoche besonders stark. Dabei machten nächtliche Reisen insgesamt nur knapp 7 Prozent der gesamten Mobilität aus. Deswegen wirken sich Veränderungen der nächtlichen Bewegungen nur geringfügig auf das Gesamtmobilitätsgeschehen aus.

Im Ländervergleich war der nächtliche Mobilitätsrückgang im Durchschnitt beider Wochen (4. bis 17. Januar) in Bayern und Baden-Württemberg am stärksten. Dort sank die Zahl der nächtlichen Bewegungen um knapp die Hälfte (-47,4 Prozent bzw. -45,3 Prozent). In beiden Ländern gilt bereits seit Wochen eine nächtliche Ausgangssperre mit dem Ziel, Kontakte und damit Neuinfektionen mit dem Corona-Virus zu reduzieren.

Tagsüber sank die Mobilität am stärksten in den Stadtstaaten Berlin (-25,3 Prozent) und Hamburg (-23,2 Prozent), wo jeweils etwa ein Viertel weniger Bewegungen zwischen 6 und 22 Uhr stattfanden.

Weitere Informationen und Analysen zur Mobilität in den Landkreisen und kreisfreien Städten finden Sie hier auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes. Das Angebot wird täglich aktualisiert und schrittweise erweitert.