Anzeige
Anzeige mobil arbeiten
© Petter Lagson - Unsplash

Mobiles Arbeiten: Unabhängig vom Standort und im Ausland arbeiten – worauf kommt es an?

Mit dem Smartphone auf der Couch oder mit dem Laptop am Strand – in der digital vernetzten Welt wird Arbeit zunehmend mobiler und findet immer häufiger mittels digitalem Endgerät statt. Solch ortsflexible Arbeitsformen haben zahlreiche Vorteile, von denen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren können. Aber warum arbeiten überhaupt aktuell viele Menschen im Ausland und welche Fallstricke müssen bei dem Thema mobiles Arbeiten beachtet beziehungsweise vermieden werden?

Warum ist man Dank der Digitalisierung nicht mehr auf einen festen Arbeitsplatz angewiesen?

In der Wirtschaft und Gesellschaft ist die zunehmende Digitalisierung derzeit einer der wichtigsten Wandlungstreiber. Während es noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wäre, dass ein Großteil der Angestellten im Homeoffice arbeitet, ist dieses Beschäftigungsmodell mittlerweile längst in zahlreichen Unternehmen zum Alltag geworden. Gleiches gilt für das Mobile Arbeiten, denn in vielen Branchen ist es Dank des digitalen Wandels heute nicht mehr nötig, ortsgebunden die beruflichen Aufgaben zu erledigen. Somit können die Mitarbeiter ihrer Arbeit gleichwohl in den eigenen vier Wänden, im Ausland oder an einem anderen beliebigen Ort nachgehen.

Welche Vorteile bringt dies für Arbeitnehmer und Unternehmen mit sich?
 
Sowohl Arbeitgeber als auch deren Beschäftigten profitieren von einem flexiblen, ortsunabhängigen Arbeitsort. Der Arbeitnehmer kann zunächst selbstbestimmter und freier arbeiten, sodass sich Beruf, Freizeit und Familie besser vereinbaren lassen. Deshalb sind immer mehr Beschäftigte an einem flexiblen Arbeitszeitmodell interessiert. Arbeitgeber erhöhen somit die Attraktivität ihres Unternehmens, wenn sie eine flexible Gestaltung der Arbeitsbedingungen und -orte anbieten. Die Mitarbeiter sind zufriedener, sie fühlen sich enger mit dem Unternehmen verbunden und sind somit in der Regel auch deutlich leistungsfähiger. Warte- und Wegezeiten fallen weg und auch Büroarbeitsplätze sind nicht notwendig. Diese Aspekte führen wiederum zu geringeren Kosten für das Unternehmen.

Warum ist gerade das Arbeit im Ausland und auf Reisen für viele Menschen ein fester Bestandteil?

Neben der Tatsache, dass viele Fachkräfte im Auftrag des Unternehmens im Ausland unterwegs sind, um internationale Geschäfte abzuwickeln, entscheiden sich viele Arbeitnehmer in den letzten Jahren auch ganz bewusst dafür, eine gewisse Zeit lang im Ausland zu arbeiten. Dies hat verschiedene Gründe, wobei die Verbesserung der beruflichen Chancen hier oft eine entscheidende Rolle spielt. Gestützt wird die Entscheidung für einen Auslandsaufenthalt dann noch von der Tatsache, dass es vielen Menschen wichtig ist, neue Kulturen, fremde Länder und internationale Arbeitsbedingungen kennenzulernen. Hinzukommen aber gleichzeitig auch finanzielle Gründe, denn in vielen Ländern sind die Lebensunterhaltungskosten deutlich geringer als hierzulande. So profitiert der Arbeitnehmer von einem überdurchschnittlich guten Verdienst, da er weiterhin bei einem deutschen Unternehmen beschäftigt ist und oft entsprechend Zuschläge erwirtschaften kann.

Was gilt es beim mobilen Arbeiten und im Ausland zu beachten?

Um flexible Arbeitsformen in das eigene Unternehmen einzuführen, sind innovative und bedarfsspezifische Lösungen nötig. Die Arbeitsinfrastruktur und Kommunikation müssen auf digitale Endgeräte verlagert werden. Spezielle Kommunikationstools und Apps ermöglichen die Vergabe, Koordination und Bearbeitung von Aufträgen sowie einen papierlosen Austausch von Informationen. Mobile Endgeräte wie Smartphones, Notebooks oder mobile Drucker für unterwegs sollten einem modernen Standard entsprechen. Das Unternehmen trägt die anfallenden Kosten, um den dezentralen Arbeitsplatz für den Beschäftigten einzurichten. Indem Arbeitgeber die Mitarbeiter daran beteiligen, neue Arbeitsmodelle zu erarbeiten, stellt sie den langfristigen Erfolg eines mobilen Arbeitszeitmodells sicher.

Welche Fallstricke gilt es auf jeden Fall zu beachten?

Der Arbeitnehmer muss bei einem mobilen Arbeitszeitmodell ebenso wie bei seinem Einsatz in einem Betrieb sowohl das Arbeitszeit- und Arbeitsschutzgesetz eigenverantwortlich als auch die Bildschirmarbeitsverordnung beachten. Da der Arbeitgeber deutlich weniger von Vorgesetzten kontrolliert werden kann, sollten an die mobile Arbeit vertragliche Schutzmechanismen gekoppelt werden. Zudem muss am Arbeitsplatz auch die Datensicherheit gewährleistet werden können. Um sensible Daten vor Zugriffen zu schützen, können zum Beispiel VPN-Verbindungen für den Datentransfer genutzt werden. Der Arbeitgeber kann vertraglich festhalten, welche Pflichten der Arbeitnehmer im Umgang mit betriebsinternen Daten berücksichtigen muss. So sollte der Arbeitnehmer die ihm bereitgestellte Hard- und Software unter anderem nur für betriebliche Zwecke verwenden und sämtliche Dokumente sicher vor unbefugten Zugriffen aufbewahren. Im Arbeitsvertrag kann und sollte außerdem vereinbart werden, dass dem Arbeitgeber bei Bedarf Zugang zum mobilen Arbeitsort des Beschäftigten gewährt wird.

Fazit

Die voranschreitende Digitalisierung führt in der Zukunft zu einer mobileren Arbeit, auch im Ausland. Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen gewinnen Unternehmen an Attraktivität, während Arbeitnehmer von einem selbstbestimmten Beschäftigungsverhältnis profitieren. Notwendig ist neben einer ergebnisorientierten Führungskultur vor allem der Einsatz moderner Kommunikations- und Informationstechniken.