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© deagreez, AdobeStock

Planungsfaktor Corona: Noch immer entscheidend bei der Urlaubsvorbereitung

Die Pandemie stellt immer noch einen zentralen Planungsfaktor dar, wenn es um den Urlaub geht. Das unterstreicht das aktuelle Urlaubsbarometer von EuropAssistance. Demnach bevorzugen viele Menschen nach wie vor nahegelegene Reiseziele, geben weniger Geld fürs Reisen aus und hegen große Sorgen, was Gesundheit und Sicherheit angeht.

Das Assistance-Unternehmen hat das Marktforschungsunternehmen Ipsos beauftragt, im Mai 2021 14.000 Menschen aus 14 Ländern zu ihren Urlaubsplänen zu befragen. In einer Welt, die immer noch stark von der Covid-19-Krise betroffen ist, äußern die Befragten hinsichtlich Ihrer Sommerferien gemischte Gefühle. In Anbetracht der unsicheren Rahmenbedingungen bleiben sie nach wie vor vorsichtig, wenn es um ihre Absicht geht, in diesem Sommer zu verreisen. Die gesamte Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

Mehr als ein Jahr nach Beginn der Covid-19-Pandemie berichten 71 Prozent der Europäerinnen und Europäer weiterhin von einem hohen Maß an Sorge um die Gesundheit ihrer Familie und Freunde. Neben den gesundheitlichen Überlegungen beschäftigt sich ein großer Teil der Befragten auch mit den wirtschaftlichen Auswirkungen.

Der Planungsfaktor Corona hat in den letzten Monaten haben die Gewohnheiten der Europäerinnen und Europäer stark beeinträchtigt. 58 Prozent vermissen es sehr, ihre Verwandten zu sehen, 52 Prozent sich ohne Einschränkungen bewegen zu können, 39 Prozent frei im eigenen Land zu reisen und rund 40 Prozent alltägliche Aktivitäten wie Restaurantbesuche zu genießen.

Planungsfaktor Covid-19 noch immer entscheidend

Während die Befragten weltweit mit Vorfreude auf ihre nächste Reise blicken, bestehen nach wie vor covid-19-bezogene Bedenken. Um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren, beabsichtigen die Menschen bestimmte Maßnahmen, wie die Vermeidung von Reisen in bestimmte Länder (76 Prozent) oder die Vermeidung von überfüllten Orten (72 Prozent), zu ergreifen. Betrachtet man die Impfbereitschaft als Maßnahme um wieder reisen zu können, so sind 81 Prozent der europäischen Befragten definitiv oder wahrscheinlich dazu bereit. In Deutschland liegt der Wert bei 76 Prozent.

Die weltweite Unsicherheit treibt die Reisenden dazu, bei ihren Urlaubsplänen vorsichtig zu sein. Nur 57 Prozent beabsichtigen, eine Reise zu unternehmen, was einen Rückgang um sechs Prozentpunkte gegenüber 2019 bedeutet. Der Blick in einzelne Länder zeigt deutliche Unterschiede. Deutschland bildet in Sachen Reisebereitschaft das Schlusslicht unter den untersuchten Ländern innerhalb Europas.

Planungsfaktor Corona: Noch immer sieht man in vielen Ländern die mangelnde Reiselust

Zum Zeitpunkt der Erhebung hatten nur 42 Prozent der befragten Deutschen überhaupt Urlaubspläne. Besonders zugelegt hat die Reiselust im Vergleich zum letzten Jahr in Polen sowie in Italien. Das Mittelmeer-Land führt denn auch unter den untersuchten Ländern die Liste der Reiselustigen an. Italien ist unter deutschen Urlauberinnen und Urlaubern sehr beliebt, und daran ändert auch die Corona-Pandemie nichts. Für die Deutschen, die eine Auslandsreise erwägen, ist Italien das wahrscheinlichste Ziel. 

Der Trend, den Urlaub in den eigenen oder angrenzenden Ländern zu verbringen besteht weiterhin. Hinsichtlich des Transportmittels bevorzugen 64 Prozent der europäischen Befragten bei der Anreise ihr eigenes Auto. Der deutsche Wert liegt bei 60 Prozent.

Als Folge dieses eher lokalen und ländlichen Urlaubstrends sinkt das globale europäische Sommerurlaubs-Budget im Vergleich zu 2019. Das durchschnittliche Budget, das für den Sommerurlaub angegeben wird, liegt in Europa bei 1.581 Euro (23 Prozent weniger als 2019). Das Reisebudget der befragten Deutschen liegt mit 1.843 Euro über dem europäischen Mittelwert, ist im Vergleich jedoch 25 Prozentpunkte gesunken.

Planungsfaktor Corona: In Deutschland ist die Reiselaune noch eingeschränkt

Nach den monatelangen Einschränkungen bevorzugen die Urlauber natürliche und abgelegene Orte und meiden Städtereisen. Während das Meer als Sommerreiseziel insgesamt immer noch dominiert (55 Prozent der deutschen Urlauber haben vor ans Meer zu fahren) bevorzugt ein wachsender Anteil der europäischen Urlauber andere natürliche und abgelegene Orte, wie zum Beispiel die Berge (26 Prozent; +4 Punkte).

„Workation“ als „Workaround“

Zahlreiche Menschen mögen sich selbst gegenüber eine reine Urlaubsreise nicht rechtfertigen. Allerdings hat die Pandemie einen Trend klar verstärkt: Workation, also das Verbinden von Arbeit mit Urlaub. Das gelingt nicht zuletzt deshalb, weil ohnehin eine große Menge an Urlauberinnen und Urlaubern aus dem Homeoffice arbeitet. 

Deutschland hinkt hier aber weit hinter anderen Ländern hinterher, sowohl im weltweiten als auch im Europa-Vergleich. Gerade einmal 13 Prozent der befragten Deutschen möchte während der Urlaubszeit den Laptop auspacken, um Projekte für die Arbeit zu erledigen. 

Nicht zuletzt mag das daran liegen, dass die planerischen und rechtlichen Hürden nicht zu unterschätzen sind, sowohl für Arbeitgeber wie Angestellte. Technisch ist zwar vieles möglich, und oft braucht es ja nur ein Notebook mit Internetverbindung, um sich für den Arbeitsalltag zu rüsten. Wie in den meisten Sachverhalten bei Beschäftigung im Ausland, arbeitet der Mitarbeiter im Geltungsbereich des jeweiligen Tätigkeitsstaates. Das bringt natürlich gewisse Änderungen mit sich. Vor allem aber Arbeitgeberpflichten. Die Anforderungen können je nach Tätigkeitsstaates ganz unterschiedlich ausfallen. Umfangreiche Beratung ist hier Pflicht, etwa durch spezialisierte Beratungsunternehmen wie die BDAE Consult

Wie 2020 muss die Menschheit ihre Reisegewohnheiten einschränken. Dennoch bleiben die Befragten zuversichtlich, dass sie in den nächsten zwei Jahren unter „normalen Bedingungen“ reisen können. Das meint hauptsächlich ohne Masken oder Tests. So gering die Reiselaune momentan ist: Die Deutschen gehören hier zu den Optimistischsten. Satte 41 Prozent sind von der Annahme überzeugt.

Da die aktuelle Situation meist als vorübergehend angesehen wird, glauben nur wenige Befragte, dass ihre Urlaubsgewohnheiten durch die Covid-19-Pandemie dauerhaft beeinträchtigt werden. Nur 12 Prozent in Europa sind sich sicher, dass sie ihren Versicherungsschutz in Zukunft erhöhen werden. 10 Prozent wollen ihre Reiseziele gegen näher gelegene Reiseziele austauschen oder weniger reisen.

Doch wer sich zu Zeiten einer Pandemie ins Ausland begibt, sollte  auf alle Fälle eine Auslandsreisekrankenversicherung haben. EuropAssistance hat sein Angebot ob der Corona-Pandemie angepasst, und auch der Experte fürs Leben und Arbeiten im Ausland, BDAE, deckt mit seinen Produkten den Planungsfaktor Corona ab. Viele Länder verlangen inzwischen bei Einreise den Nachweis einer entsprechenden Police. Die meisten Anbieter zahlen bei Verdacht auf eine Covid-19 Erkrankung Coronatest und Behandlung vor Ort und – wenn notwendig – auch den Krankenrücktransport ins Heimatland. Trotz der europäischem Gesundheitskarte kann von der gesetzlichen Krankenkasse die Übernahme aller Leistungen im Ausland nicht immer garantiert werden.

Die Befragten des Urlaubsbarometers sorgen sich nicht so sehr um die Versicherung. Doch sie ziehen stark in Erwägung, die ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen ihrer Reisen in ihre Gewohnheiten einzubeziehen. 88 Prozent sind bereit, ihr Verhalten zu ändern, um die Verschwendung lokaler Ressourcen zu vermeiden. 87 Prozent wollen die lokale Wirtschaft unterstützen, indem sie in Geschäften essen und einkaufen, die von Einheimischen geführt werden. 85 Prozent wollen in Unterkünften übernachten, die von Einheimischen geführt werden.