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Auswanderer-Blogs als sinnvolle Informationsquelle

Was Auswanderer aus Blogs lernen können und warum es sinnvoll ist, eigene Erfahrungen zu bloggen, verdeutlicht dieser Beitrag.

Wie abenteuerlich war die Welt wohl, als das Internet nicht erfunden war? Heute gibt es zu allen möglichen Themen eine Vielzahl an Informationen, die man sich in Sekundenschnelle auf den heimischen Rechner herunterladen kann. Wer mit dem Gedanken spielt, auszuwandern, verbringt in den Monaten vor der Ausreise meist viel Zeit vor dem Computer, studiert die Seiten von Behörden und liest Blogs. Ist es aber wirklich sinnvoll, Tage damit zu verbringen, die Berichte anderer zu lesen? Sollte man vielleicht selbst ein eigenes Blog erstellen und anderen Auswanderern helfen?

Blogs: Von Spreu und Weizen im Internet

Blogs sind in den allermeisten Fällen gute Unterhaltung. Manchmal enthalten sie wertvolle Insider-Informationen, die auf offiziellen Seiten nicht zugänglich sind. Häufig sind sie ein einziges Ärgernis, weil die Werbung den Inhalt in den Hintergrund drängt. Es gibt ganz unterschiedliche Motivationsgründe, einen Blog zu erstellen. Viele Blogger haben das Gefühl, dass das, was sie erleben, anderen weiterhilft. Sie nutzen ihren Blog, um Freunde und Verwandte auf dem Laufenden zu halten. Oder sie bloggen, weil sie sich mit Werbeeinnahmen ein Zubrot verdienen möchten. Einige Blogger erlangen einen Bekanntheitsgrad, der über die Auswandererszene weit hinausgeht. So bekommt der Thailand-Auswanderer Sascha Funk im Expedia-Blog die Möglichkeit, einem breiten Publikum von seinen Erfahrungen in Thailand zu berichten. Wer selbst bloggt, muss sich hierfür mehrere Stunden pro Woche freihalten. Ein lebendiges Netzwerk und die Möglichkeit zur Selbstreflexion sind der Lohn.

Blog gibt in erster Linie persönliche Eindrücke wieder

Beim Lesen eines Blogs sollten sich Auswanderer stets vor Augen halten, dass es sich bei den geposteten Beiträgen um die ganz persönlichen Erlebnisse und Eindrücke einzelner Auswanderer handelt. Die Beträge können allgemein gültig sein, sind es aber nicht zwingend. Es gilt also, die Spreu vom Weizen zu trennen und herauszufinden, wessen Fehler man nicht wiederholen möchte und auf wessen Fußstapfen es sich durch ein Land zu wandeln lohnt.

Hilfreich sind Listen von interessanten Blogs zu einem Land oder Kontinent. Wo mehrere Berichte von Deutschen in den USA zu finden sind, ist sicher auch der ein oder andere sinnvolle Artikel darunter. Ein gutes Zeichen ist es auch, wenn es im Blog nicht nur um persönliche Reiseerlebnisse geht, sondern ein bestimmtes Thema, ein Blickwinkel, definiert wird. Wenn sich ein Blog vorrangig damit beschäftigt, wie es sich in Thailand ohne Startkapital leben lässt, ist das im Zweifel interessanter als die Frage, wo es in Bangkok die leckersten Cocktails gibt und warum Hans-Dieter sich wieder einen Sonnenbrand geholt hat.

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