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Wer einen besitzt, macht häufig auch gerne Urlaub mit dem Hund.
© Justin Aikin, Unsplash

Urlaub mit dem Hund: Das ist bei Reisen in den Süden wichtig

In den Urlaub mit dem Hund zu gehen, das dürfte für viele Haustierbesitzerinnen und -besitzer selbstverständlich sein. Schließlich ist das Tier ja Teil der Familie. Allerdings gilt es, die Entscheidung sorgsam abzuwiegen, auch im Interesse des Hundes. Besonders Länder in tropisch-subtropischen Regionen können diesbezüglich kritisch sein und unbekannte Gefahren bergen. Denn dort gibt es Krankheiten, die in unseren Breitengraden noch weitgehend unbekannt sind. Darauf weist der Bundesverband für Tiergesundheit in einer aktuellen Mitteilung hin.

Urlaub mit dem Hund: Sandmücken übertragen Reisekrankheit aufs Tier

Zu den gefährlichen „Reisekrankheiten“ zählt die Leishmaniose, die über den Stich von Sandmücken auf den Hund übertragen wird. Für den Namen der Krankheit standen deren Erreger Pate. Hervorgerufen wird sie von einzelligen Parasiten, den Leishmania infantum. Nach der Übertragung vermehrt sich der Erreger im Hund, der als Hauptwirt gilt, und verbreitet sich in dessen gesamten Körper. Nicht selten bleibt die Infektion unbemerkt, denn die Inkubationszeit kann bis zu acht Jahre dauern.

Auch die Symptome sind zunächst oftmals nur schwach ausgeprägt. Veränderte Hautareale wie Haarausfall, Geschwüre oder Ekzeme an den Rändern der Ohren, der Nase sowie am Unterbauch können erste Anzeichen für eine Infektion sein. Im weiteren Verlauf kommt es häufig zu Lymphknotenschwellung, Schwäche, mangelndem Appetit und Gewichtsverlust.

Ein erhöhtes Risiko besteht zwischen April und November. In dieser Zeit sind die Sandmücken besonders aktiv. Der entspannte Winterurlaub in tropischen-subtropischen Regionen könnte also eine gute Alternative sein.

Wann der Besuch beim Tierarzt notwendig wird

Selbst bei kleinen Auffälligkeiten ist aber ein Tierarztbesuch angeraten. Je schneller ein infiziertes Tier behandelt wird, desto größer ist die Chance, dass keine weiteren Organe wie die Nieren sowie Gefäße, Augen, Muskeln und Gelenke in Mitleidenschaft geraten. Eine medikamentöse Behandlung ist zwar möglich, in der Regel aber langandauernd und kostenintensiv. Außerdem führt die Therapie selten zur vollständigen Beseitigung des Erregers.  Rückfälle sind also häufig.

Der beste Leishmaniose-Schutz ist, den Hund erst gar nicht mit auf Reisen in die Verbreitungsgebiete von Sandmücken zu nehmen. Das hören Hundehalterinnen und Hundehalter natürlich nicht gerne. Hinzu kommt, dass Sandmücken ausgerechnet in den beliebten Mittelmeer-Reisezielen im südlichen Europa zu Hause sind. Die Kombination aus Impfung und geeigneten Präparaten, die Sandmücken abwehren, bietet einen sehr guten Schutz. Diese gibt es in der Tierarztpraxis.

Vor der Impfung muss ein Bluttest durchgeführt werden, denn nur gesunde Hunde dürfen geimpft werden. In den Abendstunden und in der Dämmerung sollte das Tier sich trotzdem möglichst nicht im Freien aufhalten. Feinmaschige Mückennetze an Fenstern und Türen helfen, die nachtaktiven Mücken fernzuhalten.

Quelle: Bundesverband für Tiergesundheit e.V. via pressetext.com