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Urlaub mit Kindern
© travnikovstudio - AdobeStock

So klappen Urlaub, Städtetrip und Sightseeing mit Kindern

Fremde Städte erkunden, Sightseeing machen, Eindrücke und Wissen aufsaugen: All das ist nicht nur für Erwachsene hoch spannend. Auch Kinder lassen sich auf Reisen durch neue Eindrücke begeistern. Das aktuelle Apothekenmagazin „Baby und Familie“ (Ausgabe 07/22) sowie die Ergo Reiseversicherung zeigen, wie Urlaub und der Städtetrip mit der Familie gelingt – und alle auf ihre Kosten kommen.

Mittendrin wohnen – und nichts verpassen

Wichtige Regel: klein anfangen. Heißt: je jünger die Kinder, desto kleiner die Stadt. So kann man beispielsweise während des Badeurlaubs Tagestouren in umliegende Städte unternehmen und die Dauer der Städtetrips ausdehnen. In Metropolen wie Paris oder Wien sollte man sich auf ausgesuchte Highlights oder Viertel konzentrieren.

Ratsam ist es zudem, mittendrin zu wohnen. Ob in Paris oder in Verona: In Appartements mit Küchenzeile fühlen sich Familien unterwegs wie zu Hause. Liegt die Unterkunft zentral, lassen sich Pausen schnell organisieren – und man verpasst trotzdem nichts vom Stadtleben. Bei aller Entdeckungsfreude sollten Pausen eingeplant werden, zum Beispiel in Cafés. Damit es entspannt wird, dürfen Spiele, Rätselheft oder Malblock nicht fehlen. Bei der Reservierung einen Platz am Fenster bevorzugen, so dass die Kinder immer etwas zu schauen haben.

Zahlen und Daten für die Kinder greifbar machen

Gerade beim Besuch bekannter Bauwerke oder Museen sollte man als Familie unbedingt Randzeiten nutzen. Zunutze können sich Eltern die Tatsache machen, dass Kinder oft Frühaufsteher sind – und damit die Familie anderen Touristen voraus ist. Tipp: Schwangere dürfen in vielen Ländern an den Wartenden vorbeigehen und haben priorisierten Zutritt.

Den Spaßfaktor für die Kinder erhöhen Eltern auch dadurch, dass sie Wissen spannend verpacken – und damit Zahlen oder geschichtliche Daten greifbarer machen. Wie viele Stufen hat der Eiffelturm? Mehr als das Treppenhaus im Kindergarten? Wer ist älter: die Oma oder das Bild im Museum? Wie viele Papas muss man übereinanderstapeln, damit sie so hoch sind wie der schiefe Turm zu Pisa? Tipp: Viele Museen geben an der Kasse kostenlose Quizbögen für Kinder aus. Wer das Rätsel löst, bekommt am Ausgang eine Überraschung.

Kinder brauchen regelmäßige Pausen

Kinder und länger Stillsitzen sind keine gute Kombination. Bei Reisen im Auto gehören deshalb regelmäßige Pausen dazu; Ein Flug sollte nicht länger als vier Stunden dauern, was Europa zum perfekten Reiseziel macht. Auch um die Hygienestandards muss man sich kaum Sorgen machen, weiß Birgit Dreyer von der Ergo Reiseversicherung.

 „Spätestens seit Corona gibt es doch einheitliche Regeln was die Hygiene angeht, vor allen Dingen auch in den Hotels und offiziellen Unterbringungen. Das gilt für alle beliebten europäischen Regionen wie Spanien, Portugal und Italien. Dort müssen sich die Betreiber an entsprechende Vorgaben halten. Häufig können Gäste das Hygienekonzept in den einzelnen Unterbringungen auch im Vorwege nachlesen. Und was ansonsten die medizinischen Standards angeht, ist das im europäischen Ausland eigentlich kein Problem, im Krankheitsfall einen Arzt zu finden.“

Um die Reise für die gesamte Familie möglichst stressfrei zu halten heißt es: langfristig planen, weniger Spontaneität. Dazu gehört es etwa, sich ausführlich zu informieren, welche Einreiseregeln im Reiseland gelten, sowohl für Ein-, als auch für Ausreise, denn das kann sich kontinuierlich ändern. Hilfreich kann es zudem sein, sich über Urlaubs-Apps im Vorwege zu informieren. Beispielsweise informiert Re-Open EU über aktuelle Einreise-Regelungen und Gesundheitsvorschriften in Sachen Corona innerhalb der EU.

Checkliste Kinder-Reiseapotheke:

Urlaub mit Kindern

© Shutterstock_Daniel Jedzura

Wer mit Kindern verreist, sollte an eine gut gepackte Reiseapotheke mit den wichtigsten Arzneimitteln für typische Kinderkrankheiten denken.

  • Arzneimittel gegen Durchfall (Elektrolyte-Pulver für Kinder zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen)
  • Arzneimittel gegen Blähungen oder Bauchkrämpfe (Lösungen oder Zäpfchen)
  • Arzneimittel gegen Reiseübelkeit (Kaugummis, Säfte, Tabletten oder Zäpfchen)
  • fiebersenkende Mittel (Säfte, Zäpfchen, Tabletten, Brausegranulat oder Heißgetränke mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol)
  • Arzneimittel gegen Erkältungen, Halsschmerzen, Husten und Schnupfen (Nasentropfen/-sprays, Ohrentropfen, Halstabletten, Hustensaft)
  • Arzneimittel und Verbandsmaterial bei Verletzungen (Wund- und Heilsalbe, Pflaster, Wundschnellverbände, Wundkompressen (steril), Elastische Mullbinden)
  • Desinfektionsmittel (speziell für Kinder geeignet; ohne Duft- und Farbstoffe)
  • Sonnenschutzmittel (speziell für Kinder geeignet; hoher Lichtschutzfaktor; Mittel sowohl mit UV-A- als auch UV-B-Filter; frei von Duft- und Konservierungsstoffen)
  • Mittel für Insektenschutz und Insektenstiche (Cremes, Lotionen oder Sprays für Kinder, Mückenpflaster, kühlende Gele, Zeckenpinzette/-zange)
  • Einmalhandschuhe
  • digitales Fieberthermometer
  • Kühlkissen

Quelle: BPI

Medikamente für Kinder: Die Dosis ist entscheidend

„Achten Sie stets darauf, dass Sie Arzneimittel, wie zum Beispiel Fieber- und Schmerzmittel, altersspezifisch dosieren. Lesen Sie aufmerksam die Altersempfehlungen im Beipackzettel oder fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern ist besondere Vorsicht geboten „, sagt Anja Klauke, Expertin für Selbstmedikation beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). „Denken Sie außerdem an kindgerechte Darreichungsformen. Säfte oder Zäpfchen können die Einnahme im Vergleich zum Schlucken von Tabletten erheblich erleichtern.“

„Die meisten Arzneimittel sollten Sie bei normaler Zimmertemperatur bis zu 25 Grad aufbewahren“, weiß Klauke. Denn bei hohen Temperaturen können bestimmte Arzneimittel ihre Wirkung verlieren. Cremes oder Gele können sich verflüssigen, Zäpfchen schmelzen. Befinden sich Arzneimittel zum Beispiel für einen längeren Zeitraum im aufgeheizten Kofferraum im Auto können flüssige Darreichungsformen wie Tropfen oder Säfte von Vorteil sein.

Sobald das Reiseziel erreicht ist, sollten Sie die Reiseapotheke dunkel und an einem trockenen Ort und bei maximal 25 Grad Raumtemperatur lagern. Wichtig: Eine Reiseapotheke gehört nicht in Kinderhände!  Arzneimittel sollten immer außer Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.