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© Timmyspics, Pixabay

Vierbeiner auf vier Rädern: Campingurlaub mit Hund

Mit dem Vierbeiner auf vier Rädern, dieser Gedanke liegt nahe. Denn über 10 Millionen Menschen in Deutschland teilen Leben und Haushalt aktuell mit mindestens einem Hund – damit gehören die Fellnasen zu den beliebtesten Haustieren im Land.

Reiseziele in der Ferne, die nur mit dem Flugzeug oder einer sehr langen Autofahrt zu erreichen sind, kommen allerdings kaum infrage, denn sie sind sowohl für die Tiere als auch die Halter mit viel Aufwand und Anstrengung verbunden. Optimal bietet sich für einen entspannten Urlaub mit dem Hund hingegen eine Camping-Reise an. Ein ein ausgedehnter Trip mit dem Bulli oder Wohnmobil kombiniert gleich mehrere Vorteile miteinander. Der Transport verläuft unkompliziert, flexibler und es bleibt Frauchen und Herrchen mehr Zeit an der frischen Luft. Bevor es gemeinsam auf die Fahrt geht, gibt es allerdings einige wichtige Punkte zu beachten, damit der Trip zu einem unkomplizierten, ungefährlichen und unvergesslichen Abenteuer wird.

Larissa Peters und Bastian Gembler, Camping-Experten und Gründer der Hamburger Lifestyle-Campervermietung Vantopia, besitzen selbst einen Hund und verreisen regelmäßig zu dritt mit ihrem Vierbeiner. „Equipment, Stellplatz, Wetterbedingungen: Um während des Urlaubs mit einem Hund eine stressfreie gemeinsame Zeit haben zu können, bedarf es vorab der Planung einiger Details. Wir haben selbst die Erfahrung gemacht, dass es sich immer wieder lohnt, wenn man nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Hund ausreichend auf den Trip vorbereitet und alles Notwendige in seinem vierrädrigen Zuhause dabeihat“, so Larissa Peters.

Alles Wichtige dabei? Diese Sachen dürfen nicht fehlen

  • Ein Ersatzhalsband und eine Ersatz(schlepp)leine, falls unterwegs mal etwas verloren gehen sollte
  • Futter, Leckerlies, Kau-Snacks: Falls vor Ort das gewohnte Futter nicht verfügbar ist und um Unverträglichkeiten zu vermeiden
  • Ein Körbchen oder die geliebte Decke von zu Hause, damit der Hund sich auch unterwegs wohlfühlt und etwas hat, das er kennt
  • Gültiger EU-Heimtierausweis
  • Gültige Impfnachweise, falls erforderlich
  • Reiseapotheke für Vierbeiner: Wunddesinfektion und -salbe, Verbandmaterial, Kühlkompresse, ein pflanzliches Beruhigungsmittel, Medikamente bei Erbrechen oder Durchfall, Zeckenzange

Die richtige Jahreszeit wählen

Die Auswahl der optimalen Reisezeit ist für den Urlaub mit dem Hund eine der wohl wichtigsten Entscheidungen. Von Ausflügen im Hochsommer ist dringend abzuraten, denn vor allem im stickigen Auto können die Temperaturen für die Tiere schnell zur Herausforderung werden. Trips im milden Frühjahr, Herbst oder sogar Winter sind sehr zu empfehlen, denn zu diesen Jahreszeiten sind sowohl die Campingplätze als auch die Strände, beispielsweise an Nord- und Ostsee, deutlich leerer, sodass Besitzer in viele Regionen nicht auf markierte Strandflächen für Hunde angewiesen sind, sondern die gesamte Küste entlang spazieren können.

Passendes Reiseziel für Mensch und Vierbeiner

Neben geeigneten klimatischen Gegebenheiten spielt bei der Entscheidung für oder gegen ein Reiseziel auch die Hundefreundlichkeit eine große Rolle. Bei einem Trip ins Ausland empfiehlt es sich, vor der Anfahrt die Bestimmungen in Bezug auf Einreise und Impfungen der möglichen Ziele auszukundschaften. In einigen Ländern sind Hunde beispielsweise in Restaurants nicht erlaubt oder müssen Maulkörbe in öffentlichen Verkehrsmitteln tragen. Die meisten europäischen Länder verlangen zudem das Mitführen eines EU-Heimtierausweises und eine gültige Tollwutimpfung. Falls es in den Reiseländern andere Parasiten gibt, lohnt sich eine Beratung beim Tierarzt.

So lebt es sich mit dem Vierbeiner auf vier Rädern: ein Interview

Seit 2017 lebte und reiste Viktoria Schmidt im Campervan – ihre Hündin Cleo war von Anfang an dabei. Was anfangs als kurze Auszeit geplant war, wurde zu einem neuen Leben mit einem neuen Job. Wie das gemeinsame Leben auf vier Rädern so ist, verriet sie Expat-News im Interview.

Hundefreundliche Campingplätze finden

Ist das Ziel sowie der Zeitpunkt entschieden, geht es an die Suche nach dem richtigen Campingplatz. Ob dieser hundefreundlich ist und die Mitnahme des flauschigen besten Freundes überhaupt erlaubt ist, kann man oftmals bereits an der Website erkennen. Ist darauf ausgewiesen, dass Vierbeiner willkommen sind und es bereitgestellte Hundewiesen gibt, ist dies ein gutes Zeichen. Auch auf Bademöglichkeiten für den Hund, Aktivitäten für Tier und Halter sowie Möglichkeiten zur Abtrennung der Parzelle durch mietbare Zäune sollte man achten. Viele Campingplätze verfügen über eine Hundedusche – für alle Hunde, die gern im Dreck toben.

Fahrt mit dem Campingmobil

Falls der Camper oder das Wohnmobil angemietet wird, gilt es vorab zu checken, ob Hunde grundsätzlich mitgeführt werden dürfen und ob hierfür zusätzliche Kosten anfallen. Bei Vantopia ist die Mitnahme von Vierbeinern generell erlaubt und ebenso gratis. Für ein entspanntes Miteinander, vor allem mit größeren Hunden, bietet das geräumige Kastenwagenwohnmobil Traveler ausreichend Platz. Wer mit kleineren Tieren unterwegs ist, findet bereits mit dem VW Bus oder dem Dreamer ein geeignetes Modell. 

Direkt, bevor es dann endlich auf die Straße geht, sollte der Hund noch einmal so richtig ausgepowert werden. Während der Fahrt sind natürlich einige Pausen nötig. Die finden optimalerweise nicht auf Raststätten statt, sondern auf nahegelegenen Feldwegen oder Waldparkplätzen. So haben Hundehalterinnen und -halter und der Vierbeiner die Möglichkeit, sich zu bewegen. Das Sichern des Tieres auf der Fahrt ist ein klares Muss. Ob mit einem Anschnallgurt, der in der normalen Gurtaufnahme und an einem gutsitzenden Geschirr befestigt ist oder in einer Transportbox – eine Eingewöhnungszeit vor Reisestart sollte in beiden Fällen eingeplant werden.

Auf dem Stellplatz

Endlich auf dem Platz des Wunschreiseziels angekommen, ist unbedingt darauf zu achten, den Hund an der Leine zu führen. Hinterlassenschaften sind zu entsorgen, um andere Camperinnen und Camper nicht zu stören. Auf dem eigenen Stellplatz empfiehlt sich eine Schleppleine für ausreichend Bewegungsfreiheit für das Tier. Die kann man entweder mit einem Erdanker oder an einem stabilen Teil des Camping-Gefährts befestigen. Wenn man das Glück hat, dass die Parzelle bereits eingezäunt ist, kann der Hund auch ohne Leine herumtollen. Schattenplätze und genügend Wasser müssen ebenfalls bereit stehen, um für einen intakten Temperatur-Haushalt zu sorgen.

Tipps für die Campingplatz-Auswahl

Speziell für den Urlaub mit Hund gibt es ausgewiesene Campingplätze, die allen Beteiligten mehr Freiheiten und Comfort bieten. In Deutschland sind das zum Beispiel der Natur Campingplatz am Springsee in Brandenburg  oder der Höpkens Hof & Campingplatz in Friesland. Aber auch Campingplätze in Strandnähe mit weitläufigen Auslaufmöglichkeiten sind für die Hunde ein empfehlenswertes Reiseziel. Neben Deutschlands Nord- und Ostseeküste bieten dazu auch Dänemark und Holland hervorragende Campingmöglichkeiten an. Falls es nicht an den Strand gehen soll: Vantopia hat eine Vielfalt an Campingplätzen herausgesucht und getestet, die für den Campingurlaub mit dem Vierbeiner sehr zu empfehlen sind. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Vantopia im Interview

Galt Camping früher noch als tendenziell spießig, hat es sich inzwischen zu einem Lebensgefühl namens Vanlife entwickelt. Vor allem bei jungen Menschen ist Camping beliebter als je zuvor. Larissa Peters und Bastian Gembler gehören mit ihrer lifestyligen Camper-Vermietung Vantopia mit Sitz in Hamburg zu Deutschlands Expert*innen der ersten Stunde für die neue Art des Campings und geben in diesem Interview auf Expat-News interessante Einblicke zu aktuellen Entwicklungen und Visionen der Camping- und Vanlife-Community.