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Info-Veranstaltung: Mit dem Freiwilligendienst „kulturweit“ 2022 die Welt entdecken

Der Freiwilligendienst „kulturweit“ bietet Menschen zwischen 18 und 26 Jahren die Chance, gesellschaftliches Engagement und die Lust auf andere Kulturen und ein neues Leben zu verbinden. Bis zum 1. Dezember 2021 können sich junge Menschen beim Freiwilligendienst „kulturweit“ für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland bewerben. Mit dem Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission setzen sie sich für sechs oder zwölf Monate weltweit für Kultur, Natur und Bildung ein. Der Dienst beginnt am 1. September 2022, sofern zu diesem Zeitpunkt keine Reisebeschränkungen bestehen. Bewerbungen sind online auf www.kulturweit.de möglich.

Freiwilligendienst „kulturweit“ bietet Sicherheit und Vorbereitung

An „kulturweit“ können alle Menschen zwischen 18 und 26 Jahren teilnehmen, die in Deutschland leben. Interessierte können sich bereits mit 17 Jahren bewerben. „kulturweit“-Freiwillige werden intensiv auf ihre Zeit im Ausland vorbereitet und finanziell unterstützt: mit Seminaren und einem Sprachkurs, mit Versicherungen, Reisegeld und Mietzuschuss.

An jedem zweiten Dienstag berät der Freiwilligendienst live online zu seinen Angeboten. Zwischen 19 und 20:30 Uhr beantworten Expertinnen und ehemalige Freiwillige alle Fragen rund um den Freiwilligendienst „kulturweit“-Jahr im Ausland, das nächste Mal am 9. November.

© kulturweit

Freiwilligendienst „kulturweit“ trotz Pandemie

Der Freiwilligendienst „kulturweit“ ist ein Projekt der Deutschen UNESCO-Kommission und wird vom Auswärtigen Amt gefördert. Partner sind unter anderem der Deutsche Akademische Austauschdienst und das Goethe-Institut sowie zahlreiche UNESCO-Nationalkommissionen weltweit.

Zurzeit entsendet die Deutsche UNESCO-Kommission „kulturweit“-Freiwillige in ausgewählte Länder Europas. Mit Online-Seminaren werden sie darauf vorbereitet, die Arbeit von Schulen, Kultureinrichtungen und Naturerbestätten unter Corona-Bedingungen zu unterstützen.

Über 4.500 Freiwillige haben bislang an dem internationalen Programm teilgenommen, das mit dem Quifd-Siegel für Qualität in Freiwilligendiensten ausgezeichnet ist.

Alternativen zum Freiwilligendienst „kulturweit“

Alleine im Raum Deutschland gibt es eine Vielzahl weiterer öffentlich geförderter Programme, die jungen Menschen finanziell und organisatorisch dabei unterstützen, im Ausland zu arbeiten und sich zu engagieren. Da diese auf staatlicher, bilateraler, EU- und auch internationaler Ebene existieren, kann es schwierig sein, den Überblick zu behalten. Eine ganze Reihe privat organisierter Auslandseinsätze, etwa von Religionsgemeinschaften oder sozialen NGOs, kommt für junge Freiwillige vielleicht zusätzlich infrage.

Einen Online-Überblick zu internationalen Freiwilligendiensten bietet das Jugend-Informationsnetzwerk Eurodesk. Orientierungshilfe bei der Recherche im Dschungel an Programmen und Projekten bietet auch der Wegweiser Freiwilligenarbeit. Der Gründer dieser Website, Frank Seidel, hatte Expat-News bereits im Interview einen Einblick in die Freiwilligenarbeit gegeben.

Bekannte Freiwilligendienste sind unter anderem:

Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

Als Teil des Programms Erasmus+ handelt es sich beim Europäischen Freiwilligendienst vor allem um einen Dienst, dessen Grundlage das miteinander und voneinander Lernen bildet. Damit dieser kulturelle Austausch gelingt, halten sich Arbeiten und Lernen die Waage. Zwar wird die Teilnahme am EFD nicht als Praktikum anerkannt, allerdings als Wartezeit auf einen Studienplatz.

Der EFD ermöglicht Einsätze in allen Ländern Europas, einschließlich aller Nicht-EU-Mitgliedsstaaten wie Norwegen oder Türkei. Weitere, außereuropäische Projektländer sind etwa Albanien oder Marokko.

Teilnehmen können Menschen zwischen 17 und 30 Jahren. Die Projekte dauern meist zwei bis zwölf Monate, die Bewerbung sollte acht Monate vorher erfolgen.

IJFD

Das IJFD wird unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und ermöglicht Einsätze in den Bereichen Soziales, Ökologie, Kultur, Sport, Bildung und Denkmalpflege. Die Einsatzdauer im Ausland beträgt sechs bis 18 Monate, ein weltweiter Einsatz ist möglich.

Zwar ist eine Teilnahme am IJFD formell für Minderjährige möglich. Aber in der Praxis fokussieren sich die Träger-Organisationen auf junge Erwachsene. Höchstalter ist 26 Jahre.

FSJ im Ausland

Zwar gilt vielen das Freiwillige Soziale Jahr fast schon als Oberbegriff für Freiwilligendienste. Allerdings sinkt in den letzten Jahren die Bedeutung dieser Projekte. Laut Kulturweit legt der Geldgeber der Projekte, auch hier das BMFSFJ, den Fokus inzwischen mehr auf die Förderung des IJFD.

Die Teilnahme ist mit Erfüllung der Vollzeitschulpflicht möglich, also schon ab 15 Jahren – doch Auslandseinsätze sind erst ab 18 möglich. Höchstalter ist der 27. Geburtstag. Die Einsätze dauern sechs bis 18 Monate, in Ausnahmefällen gar zwei Jahre.

Weltwärts

Weltwärts ist etwas eindeutiger in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit angesiedelt und richtet sich bewusst an junge Menschen mit Interesse an anderen Kulturen. Teil des Weltwärts-Programms ist eine umfangreiche Vor- und Nachbereitung, die Konzepte der Entwicklungszusammenarbeit, aber auch interkulturelle Kompetenzen vermittelt. Die Teilnehmenden sollten vor Abreise auch Grundkenntnisse der Landessprache aufbauen.

Die Kosten trägt zu 75 Prozent das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die restlichen 25 Prozent finanziert der Träger gemeinsam mit den Freiwilligen. Diese sollten sich hierzu einen Unterstützungskreis aufbauen – wobei das Fundraising selbst schon die Gelegenheit bietet, den Menschen im eigenen Umfeld Entwicklungspolitik näher zu bringen. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre, die Projekte dauern zwischen sechs und 24 Monaten (meistens aber ein Jahr).

Anderer Dienst im Ausland (ADiA)

Völkerverständigung bildet den Mittelpunkt des ADiA. Der Dienst entstand in den 1970er Jahren als Projekt der Wiedergutmachung für die ehemals verfeindeten Staaten des Zweiten Weltkriegs. Durch diese Tradition bietet der ADiA Projekte in mehreren Partnerländern auf allen Kontinenten an. Die Freiwilligen erhalten hier keine Vergütung, maximal ein kleines Taschengeld. Mehr Infos zu ADiA gibt es auf der Webseite BMFSFJ.

Info-Abend zu weiteren Wegen ins Ausland

Wer die „große Reise“ plant, sollte früh mit der Vorbereitung beginnen. Um den Einstieg zu erleichtern und aufzuzeigen, welche Alternativen es zu „kulturweit“ und FSJ überhaupt gibt, führt das Jugendinformationszentrum einen Online-Infoabend durch. Am 4. November 2021 können alle Interessierten um 18.30 Uhr per Zoom teilnehmen und sich die Infos sichern. Thema des späteren Abends sind Freiwilligendienste. Aber den Anfang machen Infos übers Jobben im Ausland – von „A“ wie „Au Pair“ bis „W“ wie „Workcamps“.

Das Jugendinformationszentrum ist Eurodesk-Partner in München und vermittelt nicht selbst ins Ausland. Stattdessen informiert das Team junge Leute und unterstützt sie unabhängig und neutral auf ihrem Weg ins Ausland.

Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich. Interessierte klicken am 04.11.2021 einfach um 18.30 Uhr auf den Meeting-Link (zu finden auf www.jiz-muenchen.de/auslandsberatung).