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die besten Städte zum Leben und Arbeiten
Ottawa ist die beste Stadt zum Leben und Arbeiten für Expats (© rabbit75_fot - AdobeStock)

Das sind die besten Städte zum Leben und Arbeiten

Lebensqualität, Gastfreundlichkeit, Verdienst: Eine Analyse von 70 Städten weltweit zeigt die besten Städte zum Leben und Arbeiten. Dabei kam heraus: Die kanadische Hauptstadt Ottawa gilt als bestes Ziel für Auswanderer.

Niedrige Lebenshaltungskosten, eine Wochenarbeitszeit von im Schnitt nur 37 Stunden bei Vollbeschäftigung und attraktive Umweltbedingungen machen Ottawa extrem lebenswert.

12 Jahresgehälter für eine Immobilie in Luxemburg

Auswanderer, die lieber in Europa bleiben möchten, sollten einen Blick auf Luxemburg und Bern werfen. Beide Städte bieten Expats höchste Lebensqualität, viel Sicherheit sowie gute Verdienstmöglichkeiten. Sie sind allerdings auch vergleichsweise teuer. Etwa 6.020 Euro muss eine Familie im Monat aufbringen, um ihren Lebensstandard zu halten. Auch für eine permanentes Zuhause müssen Expats etwas mehr investieren. In Luxemburg kostet eine Immobilie im Schnitt rund zwölf Jahresgehälter, in Bern etwa neun Jahresgehälter.

„Vor allem Remote Work und flexibles Arbeiten sind zu einem maßgeblichen Kriterium für hohe Lebensqualität geworden.“

Das Homeoffice hat während der Pandemie seinen Siegeszug über die Arbeitswelt gefeiert. Der Anteil, der im letzten Jahr im Homeoffice tätig war, dient in dieser Studie als Indikator dafür, wo flexibles und hybrides Arbeiten wahrscheinlich auch in Zukunft fester Bestandteil der Arbeitswelt bleiben wird. Mit 47 Prozent der Arbeitnehmer im Homeoffice führt in diesem Faktor Luxemburg, gefolgt von den Niederlanden und der Schweiz mit jeweils 40 Prozent.

die besten Städte zum Leben und Arbeiten

Das sind die Bewertungskriterien für den Expat City Index:

Wirtschaft: Nettoeinkommen, Anzahl der Fortune-500-Unternehmen, Work-Life-Balance, Remote-Work-Anteil, Startup-Freundlichkeit, Arbeitslosenquote, Einkommenssteuer

Wohnen: Wohnkosten-Einkommen-Relation, Lebensmittelkosten, Miete, Gastfreundlichkeit, Gesundheitsausgaben, Sicherheit, Sonnenstunden pro Jahr

Umwelt und Urbanisierung: Internetgeschwindigkeit, Umweltbewusstsein, Luftverschmutzung, Nahverkehr, Verkehrsstau

Familie und Gesellschaft: Top-Universitäten, Bevölkerungsvielfalt, Lebensqualität, Englischkenntnisse, Lebenshaltungskosten, Urlaubstage

Auffallend ist, dass einige Städte besonders gut bei der Work-Life-Balance abschneiden: Ottawa, Toronto und Edinburgh erreichen mit einem Wert von 10 sogar die Höchstpunktzahl. Die höchste Punktzahl bei der Lebensqualität erreichen Canberra und San Francisco.

Am meisten Sonnenstunden in Abu Dhabi, am wenigsten in Glasgow

Die fünf schlechtesten Länder zum Leben und Arbeiten sind laut dem Ranking Kapstadt (Platz 70), Mumbai (69), Neu Dehli (68), Istanbul (67) und Shanghai (66). Beim Kriterium Sonnenstunden pro Jahr erreicht übrigens Abu Dhabi die Höchstpunktzahl, gefolgt von Dubai. Am wenigsten Sonnenstunden im Jahr hat Glasgow, gefolgt von Reykjavik, Edinburgh, London und Dublin.

Bei der Betrachtung der durchschnittlichen Ausgaben für das Gesundheitssystem führen gleich drei US-Städte das Ranking an: Washington, New York und San Francisco. Das deckt sich auch mit einem anderen Ranking, welches die Gesundheitsausgaben von 24 Ländern analysiert hat. Dieses wird von den USA angeführt.

Die meisten Kosten für Lebensmittel müssen Expats übrigens in Zürich und in Bern berappen. Es folgen Seoul, Tokio, Kopenhagen und Oslo. Am günstigsten sind Lebensmittel in Kiew, Tripolis und Bukarest. Bern und Zürich sind übrigens auch die Städte, die beim Thema Umweltbewusstsein die höchste Punktzahl erreicht haben. Bemerkenswert: Auf Rang 3 und 4 folgen Lyon und Paris. Aber auch Kopenhagen, Stockholm und Glasgow punkten mit einem starken Umweltbewusstsein.

 

„Mit der steigenden Verbreitung von hybriden Arbeitsmodellen, wird auch die Zahl derjenigen wachsen, die mit dem Gedanken spielen, auszuwandern.”

Die besten Städte zu Leben und Arbeiten liegen nicht in Deutschland

Deutsche Städte wie Frankfurt, Berlin und München haben seit der letzten Untersuchung im Jahr 2019 deutlich an Attraktivität für Expats verloren. Andere Länder sind über die Pandemie hinweg deutlich attraktiver geworden als Deutschland. Besonders große Fortschritte haben Reykjavik, die Hauptstadt von Island (von Rang 50 auf Rang 9) und Riad, die Hauptstadt von Saudi-Arabien (von Rang 29 auf Rang 10) gemacht.

“Die Pandemie hat die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, nachhaltig verändert. Mit der steigenden Verbreitung von hybriden Arbeitsmodellen, wird auch die Zahl derjenigen wachsen, die mit dem Gedanken spielen, auszuwandern”, sagt Anna Friedrich, Pressesprecherin von LoanLink24. “Den angehenden Expats wollen wir mit dieser Untersuchung, Anknüpfungspunkte bieten, die dabei helfen sollen, das ideale Auswandererziel zu finden.”

Weitere Ergebnisse des Expat City Index:

Die mit Abstand höchsten Verdienstmöglichkeiten finden Expats in Zürich und Bern.

Keine Einkommensteuer (0 Prozent) wird in Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten fällig. Mit 57 Prozent verlangt Schweden den höchsten Einkommensteuersatz.

Mit durchschnittlich 49 Stunden in der Woche arbeiten Expats in Mexico City am längsten.

Mit 220 Euro Miete zahlt man in Mumbai, Indien, am wenigsten für eine kleine Wohnung in City-Lage. Zehn Mal so teurer ist das Leben zur Miete in San Francisco, USA.

Taipeh in Taiwan ist die gastfreundlichste Stadt für Expats. Am wenigsten willkommen sind Ausländer in Tripolis, Libyen.

In Luxemburg ist der Nahverkehr kostenlos. Dagegen kostet ein Einzelfahrschein in Bern etwa 3,90 Euro und ist damit weltweit am teuersten.

Die russische Hauptstadt Moskau ist die staureichste Stadt im Vergleich. Die wenigsten Probleme mit Stau haben die Einwohner von Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate.

Am weitesten kommen Expats mit ihren Englischkenntnissen natürlich in Ländern mit Englisch als Amtssprache. Danach folgen Reykjavik, Amsterdam und Tel Aviv. Englischkenntnisse helfen dagegen wenig in Riad, Tripolis und Bangkok.

Rund 485 Euro monatlich benötigt eine Expat-Familie in Buenos Aires, Argentinien, um ihren Lebensstandard zu halten. In San Francisco benötigt eine Familie dagegen monatlich Einnahmen von etwa 9.550 Euro, um über die Runden zu kommen.

Durchschnittlich 37 Urlaubstage stehen Arbeitnehmern in Riad, Saudi-Arabien, zu. Nur acht Urlaubstage sind in Hanoi, Vietnam, der Standard.

 

Über den Expat City Index

Mit dem Expat City Index 2021 haben die Baufinanzierungsexperten von LoanLink24 eine Studie veröffentlicht, aus deren Ergebnissen sich eine aktuelle Rangliste der besten Städte der Welt für Auswanderer ergibt. Die umfassende Analyse von siebzig Städten auf 25 Einflussfaktoren wurde erstmals 2019 durchgeführt. Die Neuauflage mit aktuellsten Daten, unter anderen zu Verdiensten, Lebenshaltungskosten, Gastfreundlichkeit, Lebensqualität und Remote Work, erlaubt einen aussagekräftigen Vergleich der Bedingungen für Expats vor und nach der Pandemie.

Die zehn besten Auswandererziele 2021 sowie 2019 und die Platzierung der deutschen Städte Berlin, Frankfurt und München sowie das vollständige Ranking und Informationen zur Methodik sind hier zu finden.