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Weihnachtsgeschenke
© Kira auf der Heide auf Unsplash

Internationaler Vergleich: So teuer dürfen Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter sein

Bei vielen Unternehmen ist die traditionelle Weihnachtsfeier in diesem Jahr corona-bedingt ausgefallen. Wer überlegt, seinen Mitarbeitenden stattdessen Weihnachtsgeschenke zu schicken, sollte die gesetzlich vorgeschriebenen Freibeträge für Geschenke beachten. Bis zu welchem Wert diese steuerfrei sind und wie sich das international unterscheidet, hat der Spezialist für Compliance-Software, Business Keeper untersucht.
44 Euro beträgt die monatliche Sachbezugsgrenze für Geschenke an Mitarbeitende in Deutschland – dazu gehören auch Weihnachtsgeschenke. Bekommen Arbeitnehmer noch weitere Leistungen, wie einen Beitrag zum Fitnessstudio oder Essensmarken, zählen diese ebenso zu dem monatlichen Maximalwert von 44 Euro.

Bei den meisten der 20 untersuchten Ländern gilt dagegen eine jährliche Freigrenze für Präsente. Allerdings wird auch dort der Wert aller Geschenke für den jeweiligen Zeitraum summiert und falls dieser den Freibetrag übersteigt, fallen zusätzliche Steuerzahlungen für die Arbeitnehmenden an.

So viel darf in anderen europäischen Ländern verschenkt werden

Im internationalen Vergleich ist der Freibetrag für Weihnachtsgeschenke mit 44 Euro pro Monat in Deutschland somit gering. Nur in Belgien fällt dieser mit 40 Euro niedriger aus.  Deutlich teurere Geschenke können Firmen ihren Mitarbeitenden in Irland machen: 500 Euro beträgt die Steuerfreigrenze dort pro Jahr. Ähnlich hoch ist das jährliche Limit mit umgerechnet rund 463 Euro in der Schweiz. Etwas kleiner ist der Freibetrag für Weihnachtsgeschenk

Weihnachtsgeschenke

Tabelle: Business Keeper AG, erstellt mit Datawrapper

Die Angaben basieren auf offiziellen Angaben der Landesregierungen sowie auf Medienberichten und Arbeitgeberempfehlungen. Einige Werte wurden in Euro umgerechnet. Anmerkungen: Schweiz: Nur für Naturalgeschenke; Schweden: Aufgrund von Corona 100 Euro mehr; Niederlande: 1,2 Prozent des Lohns, bei unter 227 Euro fällt die Mehrwertsteuer weg; Dänemark: 161 Euro wenn es keine anderen Geschenke in dem Jahr gab, ansonsten sind Weihnachtsgeschenke bis 121 Euro steuerfrei

In den Nachbarländern Frankreich und Österreich können die Unternehmen Weihnachtsgeschenke bis zu einem Wert von 171 Euro beziehungsweise 186 Euro steuerfrei überreichen. Schwedische Firmen können generell rund 140 Euro an die Belegschaft verschenken – in diesem Jahr wurde der Freibetrag aufgrund von Corona um knapp 100 Euro auf insgesamt 240 Euro aufgestockt. Für beschäftigte Personen in Dänemark hängt der Maximalbetrag des Weihnachtsgeschenks von dem Wert der anderen Präsente in dem Jahr ab: Gab es sonst keine weiteren Geschenke, darf die weihnachtliche Aufmerksamkeit bis zu 160 Euro kosten. Ansonsten gilt ein Freibetrag von rund 120 Euro.

Großzügige Weihnachtsgeschenke in Australien und Neuseeland

Während in den USA umgerechnet nur knapp 62 Euro im Jahr verschenkt werden dürfen, sind Mitarbeitende in Kanada dazu berechtigt, Geschenke bis zu einem Wert von 322 Euro zu erhalten. Australische und neuseeländische Firmen dürfen Präsente bis zu 183 Euro bzw. 174 Euro für die Arbeitnehmenden spendieren. Singapur hat dagegen eine andere Lösung: Pro Geschenk sind dort 200 Dollar, umgerechnet knapp 124 Euro, erlaubt. Damit ist Singapur das einzige untersuchte Land, bei dem es keine jährliche oder monatliche Freigrenze gibt.