Flugverspätung: Geld zurück bei austretendem Hydrauliköl
Verspätet sich ein Flug dadurch, dass am Fahrgestell Hydrauliköl austritt, haben Passagiere Anspruch auf eine Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung. Das ist das Ergebnis eines Urteil des Landgerichts Stuttgart (Az.: 13 S 227/10).
Im betreffenden Fall hatten die späteren Kläger einen Flug von Hamburg nach Stuttgart gebucht. Der ursprünglich für 21 Uhr geplante Abflug fand jedoch erst am nächsten Morgen 8.10 Uhr statt. Ursache dafür war, dass am Hauptfahrwerk Hydrauliköl ausgetreten war. Die von den Betroffenen gestellte Forderung nach einer Ausgleichszahlung wies die Airline jedoch zurück. Da sie entsprechende Wartungsarbeiten durchgeführt habe, habe es sich bei dem Ölaustritt um ein unvorhergesehenes Ereignis gehandelt.
Das sahen die Richter anders: Ein solcher Defekt falle durchaus in den Kompetenzbereich der Fluggesellschaft und sie sei deshalb auch für den Vorfall verantwortlich. Die Kläger erhielten jeweils eine Ausgleichszahlung in Höhe von 250 Euro zugesprochen.
Kein Schadensersatz bei Flugausfall wegen Vogelschlags
Anschlussflug wegen verspäteter Maschine verpasst: Airline muss zahlen
Entschädigung bei Flugverspätung: Die Verbraucherrechte
Fuggastrechte: Kein Schadensersatz bei Landeverzicht aufgrund von Unwetter
Keine Kreditkarte: Airlines dürfen Flug nicht verweigern
Kein Schadenersatz bei Flugausfall nach Schneefällen
Abbruch des Fluges ist Annullierung
BGH-Urteil: Auch ohne Gepäckschein muss Airline Verlust ersetzen
Quellen: www.cibt.de und www.tip.de
Foto: © eyetronic – Fotolia.com