Anzeige
Hochinzidenzgebiet Mallorca Flugpreise
© Markus Mainka - AdobeStock

Hochinzidenzgebiet Spanien: Preise für Flugtickets nach Mallorca sinken deutlich

Seit dem 23. Juli 2021 gilt Spanien mitten in der Sommerferienzeit als Hochinzidenzgebiet. Laut einer Analyse des Flugpreisvergleiches flug.idealo.de spiegelt sich die akute Lage auch in der Nachfrage- und Preisentwicklung wider.

Laut einer Analyse (Stand: 19.07.) ging die Nachfrage für Flüge nach Mallorca von Kalenderwoche 27 zu 28 um zehn Prozent zurück – damit liegen die Zahlen im aktuellen Trend, denn schon in den Wochen davor nahm die Nachfrage zwischen sieben und 22 Prozent* ab. Einfluss darauf dürften auch die Einstufung Spaniens als Risikogebiet am 11. Juli und die ohnehin zuletzt stark steigenden Zahlen auf Mallorca haben.

Preise Flüge Mallorca Hochinzidenzgebiet

*(KW 24/25: minus sieben Prozent, KW25/26: minus 22 Prozent, KW 26/27: minus 13 Prozent, KW 27/28: minus zehn Prozent)

Preisen brechen zuletzt um 29 Prozent ein

Auch die Preise für Flüge nach Mallorca befinden sich im Sinkflug und verhalten sich somit gegensätzlich zum allgemeinen Trend der Flugpreise: Denn obwohl Urlauber*innen aktuell eher tiefer in die Tasche greifen müssen als noch vor der Coronakrise, ging der Durchschnittspreis für Flüge nach Mallorca von Kalenderwoche 27 zu 28 um 29 Prozent zurück und lag statt bei 55 Euro nur noch bei 39 Euro. In Kalenderwoche 24 mussten Reisende im Durchschnitt noch 94 Euro für einen Hin- und Rückflug nach Mallorca zahlen – und damit ganze 58 Prozent mehr als heute.

Untersucht wurden über 18.000 Klicks auf Angebote auf flug.idealo.de im Zeitraum 01.05. bis einschließlich 18.07. für Flüge (inklusive Rückflug) nach Mallorca mit Abflug aus Deutschland für den Reisezeitraum 20.07. bis 30.09. Der Durchschnittspreis gilt pro Person.

Hochinzidenzgebiet Spanien: die Regeln für deutsche Urlaubende

Für diejenigen, die bereits über einen vollständigen Impfschutz verfügen oder bereits von Corona genesen sind, ändert sich nichts. Noch nicht geimpfte Reisende müssen jedoch nach der Einreise in Deutschland in eine Quarantäne, die ab dem fünften Tag mit einem negativen Test-Ergebnis beendet werden kann.

„Eine ausschließlich an den Inzidenzwerten festgemachte Automatik der Eingruppierung der Reiseländer ist angesichts des Impffortschritts nicht mehr angemessen.“

„Eine drohende Quarantäne führt zu starker Verunsicherung bei den Menschen, die sich gerade im Urlaub befinden oder kurz vor Urlaubsantritt stehen“, heißt es beim Deutschen Reiseverband (DRV). Daher fordert DRV-Präsident Norbert Fiebig: „Wir müssen weg von der reinen Inzidenzbetrachtung bei der Einstufung von Zielgebieten. Stattdessen muss die tatsächliche Gefährdungslage für Reisende sowie die Belastung des Gesundheitssystems in den Mittelpunkt der Überlegungen gerückt werden. Dies sollte bei der ohnehin notwendigen Anpassung der Corona-Einreiseverordnung berücksichtigt werden. Eine ausschließlich an den Inzidenzwerten festgemachte Automatik der Eingruppierung der Reiseländer ist angesichts des Impffortschritts nicht mehr angemessen. Der Inzidenzwert hat deshalb heute bei weitem nicht mehr die Aussagekraft wie noch zu Beginn der Pandemie.“

Norbert Fiebig über Hochinzidenzgebiet Spanien

Norbert Fiebig, Präsident DRV (© DRV/Wyrwa)

Darüber hinaus appelliert der DRV an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen: „Es geht grundsätzlich und überall um angemessenes Verhalten – im Alltag wie auch im Urlaub und auf Reisen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen verhalten sich die Pauschalreisegäste umsichtig und situationsangemessen“, so Fiebig. Aktuell sei jedoch sicherlich nicht die richtige Zeit für Partytourismus – egal in welchem Zielgebiet. „Das ist inakzeptabel und muss von den Urlaubsländern konsequent unterbunden werden.“

„Impfungen sind das wirksamste Mittel gegen Corona und ermöglichen sicheres Reisen.“ 

In den Urlaubsregionen sind bereits im vergangenen Jahr umfassende Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung eingeführt worden, die sich bewährt haben. Lediglich ein sehr geringer Anteil von Pauschalreisegästen hat sich – wie auch das Robert-Koch-Institut in einer Studie bestätigt hat – im Urlaub infiziert. „Reisen ist verantwortungsvoll und sicher möglich.“

Gleichzeitig, so der DRV, sei es überaus wichtig, weiter am Impffortschritt zu arbeiten: „Impfungen sind das wirksamste Mittel gegen Corona und ermöglichen sicheres Reisen.“ 

Pauschalreisegäste werden von ihren Reiseveranstaltern kontaktiert

Urlaubsreisende, die sich aktuell im Urlaub in Spanien befinden, und eine organisierte Reise bei einem Reiseveranstalter gebucht haben, werden von ihrem Veranstalter über die geänderte Situation informiert. Sollten Reisende vorzeitig ihren Urlaub beenden wollen, werden die Reiseveranstalter sich um eine entsprechende Flugumbuchung kümmern. Eine vorzeitige Rückreise ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

Sukzessive werden darüber hinaus auch diejenigen kontaktiert, die in den nächsten Tagen eine Reise nach Spanien geplant haben.

Der DRV schätzt, dass aktuell rund 200.000 Pauschalreisegäste ihren Urlaub in Spanien verbringen. Hinzu kommt noch einmal in etwa die gleiche Anzahl Individualreisender, die ihre Reise nicht mit einem Reiseveranstalter gebucht haben.