Anzeige
© Element5 Digital - Pexels

Deutlich mehr Flugbuchungen für USA – Preise ziehen an

Nach der Nachricht, dass die USA für vollständig geimpfte Reisende aus der EU und dem Vereinigten Königreich ab November geöffnet wird, verzeichnen Buchungsplattformen einen signifikanten Anstieg an Flugbuchungen und Preisen.

Flugbuchungen in die USA von Deutschland aus stiegen am Montag, den 20. September um ganze 767 Prozent im Vergleich zu Sonntag, den 19. September. meldet etwas Skyscanner. Auf der Plattform sind die USA sind derzeit das am zweithäufigsten gebuchte Ziel deutscher Reisender für November und Dezember 2021. Platz Eins belegt Spanien. Die beliebtesten US-Ziele der Deutschen – sowohl bei den Suchen als auch bei den Buchungen – im Jahr 2021 sind New York und Miami. Bereits seit Anfang August suchen deutsche Reisende vermehrt nach Flügen in die USA, wobei die Woche ab dem 08.11. am beliebtesten ist, gefolgt von der Woche um den 22.11.

Familien lieben Orlando, Paare New York

Skyscanner-Sprecherin Friederike Burge kommentiert: „Die USA waren schon immer ein Top-Ziel für deutsche Reisende. Es überrascht nicht, dass New York die Liste der beliebtesten Reiseziele anführt, gefolgt von den Wintersonnenzielen: Orlando, Los Angeles, Miami und San Francisco. Aus den Daten geht hervor, dass Familien und größere Gruppen Orlando als Reiseziel bevorzugen, während Einzelreisende und Paare sich eher für US-Städtereiseziele entscheiden.“ 

„Reisen zwischen Deutschland und den USA sind für den Tourismus in beiden Ländern ein entscheidender Faktor, insbesondere die Verbindung Frankfurt – New York spielt eine große Rolle. Während der gesamten Pandemie haben erstaunlich viele Menschen nach Flügen aus Deutschland und den USA gesucht, wobei vor der Ankündigung vor allem kurzfristig notwendige Reisen tatsächlich gebucht wurden.“

Reisen nach New York vor allem zur Weihnachtszeit beliebt

Laut einer Analyse des Flugpreisvergleiches flug.idealo.de ist vor allem New York City ist gefragt: Das Interesse für den Big Apple ist traditionell zu Weihnachten besonders hoch. Auch in diesem Jahr liegen die Buchungsanfragen für Flüge in der Weihnachtswoche 64 Prozent über denen in der Woche davor. Dennoch befindet sich die Nachfrage noch lange nicht wieder auf Vorkrisenniveau: flug.idealo.de ermittelte für Flüge nach New York über Weihnachten eine 80-prozentig geringere Rate als 2019.

 

 

Preislich müssen Reisende nach New York in diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen als noch 2019. Für die Weihnachtswoche (Kalenderwoche 51) liegt der durchschnittliche Preis für einen Hin- und Rückflug zum Zeitpunkt der Datenabfrage bei 372 Euro und damit fünf Prozent über dem von 2019. Wer über Silvester nach New York fliegen will, muss aktuell circa 23 Prozent mehr zahlen als 2019 (372 Euro anstatt 301 Euro).

Auch andere beliebte Ziele in den USA verzeichnen eine Preissteigerung. Für einen Hin- und Rückflug nach Las Vegas müssen Reisende in diesem Jahr über Weihnachten beispielsweise elf Prozent und über den Jahreswechsel sogar 24 Prozent mehr als noch im Jahr 2019 zahlen. Einige Ziele in den Vereinigten Staaten sind aktuell aber günstiger als vor der Krise. So gelangen Reisende in den letzten zwei Wochen des Jahres beispielsweise günstiger nach Miami: Hier zahlen sie im Durchschnitt 17 beziehungsweise zehn Prozent weniger als vor der Pandemie.

USA-Rundreisen für 2022 stark nachgefragt

Auch der Spezialveranstalter CANUSA TOURISTIK erlebt einen wahren Nachfrage-Boom. „Wir haben innerhalb der vergangenen Nacht unzählige Anfragen aus ganz Deutschland erhalten“, sagt CANUSA-Chef Tilo Krause-Dünow. „Wir versuchen natürlich, der Buchungs- und Nachfrage-Situation umgehend gerecht zu werden, damit USA-Liebhaber ‚ihr‘ Reiseland bald wieder erleben und erkunden können.“

Der Reise-Experte mit fast 40-jähriger Erfahrung im Nordamerika-Tourismus wundert sich nicht über die spontane Reaktion der USA-Fans. „Viele haben diese Nachricht herbeigesehnt und möchten für das kommende Jahr endlich konkret planen“, so seine Beobachtung. „Zudem ist davon auszugehen, dass die Nachfrage und damit auch die Preise nach der gestrigen Nachricht rasant steigen“, prognostiziert Krause-Dünow.