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Asienreisen Indonesien
© Killian Pham - Unsplash

Asienreisen sind gefragt

Obwohl sich viele asiatische Destinationen erst vorsichtig dem weltweiten Tourismus wieder öffnen und eine Einreise sich noch lange nicht so problemlos gestaltet wie vor der Pandemie, ist das Reiseinteresse groß. Das hat eine Umfrage des Asienreisen-Spezialist Lotus Travel ergeben.

Bei der Frage, ob man gerne zeitnah eine Asienreise in 2022 unternehmen möchte, sofern dies möglich ist, antworteten 75 Prozent der Lotus Travel-Befragten mit „ja“. Auf ein „vielleicht“ kommen 21 Prozent der Umfrage-Teilnehmer und nur vier Prozent haben nicht vor, den Kontinent in ihre aktuelle Urlaubsplanung einzubeziehen. 57 Prozent haben für das Jahr 2022 Asien als Reiseziel sogar fest eingeplant, 43 Prozent wollten sich noch nicht ganz festlegen.

Lange waren die Grenzen zu fast allen Reiseländern in Asien für ausländische Touristen geschlossen. Neben den Malediven und Sri Lanka, die mittels schnell entwickelter Sicherheitskonzepte schon seit Monaten wieder Gäste aus aller Welt empfangen, wecken die Nachrichten über touristische Re-Openings in Singapur, Thailand, Indien oder Nepal jedenfalls bei vollständig geimpften Globetrottern neue Hoffnung auf mehr Reisefreiheit. 

Längere Aufenthalte bei Asienreisen liegen im Trend

Wer zukünftig nach Asien reist, möchte länger bleiben. 41 Prozent der Befragten gaben an, zwei bis vier Wochen den Erdteil erkunden zu wollen. Vier Wochen oder länger favorisieren immer noch 26 Prozent. Die eher klassische Reisedauer von zwei Wochen wählten 27 Prozent und weniger als zwei Wochen planen lediglich sechs Prozent ein.

Als derzeit angesagteste Trendregion in Asien zeigt die Lotus Travel-Befragung den Indischen Subkontinent rund um Indien, Sri Lanka und Malediven. 49 Prozent gaben an, gerne in diesen Teil des Kontinents verreisen zu wollen. Ein Grund dafür könnte sein, dass die frühen Wiedereröffnungen von Sri Lanka und den Malediven mehr Vertrauen in einen reibungslosen Reiseablauf geben. Sri Lanka erreicht auch im ebenfalls abgefragten Länderbeliebtheitsranking mit 32 Prozent Platz eins, gefolgt von Indien (15 Prozent) und Thailand (15 Prozent). Im weiteren Regionsranking landet das südostasiatische Festland mit Ländern wie Thailand, Laos oder Kambodscha auf Platz zwei (24 Prozent) und der Malaiische Archipel (Indonesien, Malaysia, Singapur) mit 15 Prozent auf dem dritten Platz.

Die Subregion Ostasien (acht Prozent), wozu beispielsweise die Volksrepublik China zählt, sowie die Himalaya-Region (vier Prozent) sind hingegen weniger gefragt. Das zeigt auch das einzelne Länderinteresse, bei dem beispielsweise China sowie Japan nur jeweils ein Prozent für sich gewinnen konnten.

Solo-Travel vor allem in Asien beliebt

Auch wenn bei der Frage „mit wem nach Asien reisen?“ weniger überraschend die Mehrheit (56 Prozent) den Partner oder Freunde bevorzugt, erfreut das unerwartete Ergebnis hinsichtlich Alleinreisenden: 41 Prozent der Umfrage-Teilnehmer geben an, solo ihre Fernreise unternehmen zu wollen. Spezielle Wellbeing-Angebote wie Ayurveda oder Yoga-Retreats, die gerade in Asien vielfältig angeboten werden und man dabei schnell Anschluss unter Gleichgesinnten findet, tragen zum selbstbestimmten „on Tour“ sein bei. Zudem machen wohl aber auch viele positive Erfahrungsberichte von Alleinreisenden Mut, über seinen eigenen Schatten zu springen. Familien belegen mit lediglich drei Prozent den dritten Platz.

Last but not least wollte Lotus Travel von den Umfrageteilnehmern wissen, welche Art des Reisens für Asien aktuell im Trend liegt. Dabei teilen sich Entspannung mit Wellness- und Mindfulness-Angeboten sowie Rundreisen den ersten Platz mit 45 Prozent. Lediglich zehn Prozent gaben an, einen Aktivurlaub ganz weit oben auf ihrer zukünftigen Asienreise-Bucket List zu setzen.

Asienreisen in 2021 kaum möglich

Wie die Grafik zeigt, hat der asiatisch-pazifische Raum, wo die Reisebeschränkungen besonders streng sind, in diesem Jahr mit -95 Prozent den größten Rückgang bei den internationalen Touristenankünften zu verzeichnen. Am anderen Ende des Spektrums verzeichnete der amerikanische Kontinent mit -72 Prozent den geringsten relativen Rückgang im Vergleich zu 2019.