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Fremdsprachen
© Zubada - AdobeStock

Diese Altersgruppen in Deutschland, Japan und Indien lernen Fremdsprachen

Fremdsprachen mithilfe einer Sprachlern-App lernen und vertiefen ist nicht nur bei den Millennials und der Gen Z beliebt, sondern besonders in Deutschland auch bei Personen höheren Semesters. Dort lernen nicht nur jüngere Menschen, sondern Personen aller Altersgruppen eine neue Sprache.

Die Sprachlern-App Duolingo hat die Zahlen der weltweit Lernenden im Hinblick auf das Alter ausgewertet. Deutschland sticht dabei im globalen Vergleich hervor. Vergleicht man den deutschen mit dem japanischen und indischen Markt, so hat Deutschland den größten Anteil an älteren Lernenden mit besonders vielen Lernenden der Altersgruppe 40 und 60+. Ganze 36 Prozent sind 40 Jahre und älter, lediglich 46 Prozent der Sprachlern-App-Nutzer sind unter 30, ein international vergleichsweise niedriger Wert.

Durchschnittsalter von Fremdsprachen-Lernenden

Fremdsprachen-Lernen ist eine „Boomer“-Sache

Vor allem die Generation der sogenannten Boomer, die aktuell 60+ Jahre alt sind, lernen besonders fleißig. In Deutschland entscheiden sich die verschiedenen Generationen für unterschiedliche Sprachen. Während Englisch bei allen Generationen die beliebteste Sprache ist, liegt Spanisch bei den 13-29 und den über 50-Jährigen auf dem zweiten Platz. Bei den 30-49-Jährigen jedoch ist Deutsch die zweitbeliebteste Sprache. An dritter Stelle befindet sich bei den 13-22 und den über 50-Jährigen Französisch, bei den 30-49-Jährigen Spanisch und bei den 23-29 Jährigen Deutsch.

beliebteste Fremdsprachen nach Altersgruppe

Fremdsprachen lernen hält das Gehirn fit

Insbesondere für ältere Menschen kann das Lernen einer neuen Sprache über eine Sprachlern-App wie Duolingo auch kognitive Vorteile haben. So sehen Forschende einen Zusammenhang zwischen dem Lernen und der Gesundheit des Gehirns.

Eine weitere Studie von Forschenden aus Toronto in Kanada belegt, dass das Erlernen einer weiteren Sprache mit der Sprachlern-App Duolingo die Gesundheit des Gehirns fördert und die kognitiven Funktionen bereits nach wenigen Monaten verbessert. Für die Erhebung baten die Wissenschaftler*innen Erwachsene im Alter von 65-75 Jahren, entweder 30 Minuten pro Tag, fünf Tage pro Woche über 16 Wochen Spanisch mit Duolingo zu lernen oder die gleiche Zeit eine Gehirntrainings-App zu nutzen. Vor und nach dem 16-wöchigen Zeitraum bewerteten die Forschenden dann die Informationsverarbeitung der beiden Gruppen und verglich sie auch mit einer Kontrollgruppe, die keine der beiden Apps nutzte.

Das Ergebnis: Sowohl die Duolingo-Lernenden als auch die Nutzenden der Gehirntrainings-App zeigten dabei eine Verbesserung der exekutiven Funktionen und des Arbeitsgedächtnisses – und das, obwohl nur eine der beiden Apps ein Gehirntrainer war. Somit hatten die Lernenden nicht nur die positiven Auswirkungen für die geistige Fitness, sondern lernten nebenbei auch noch mit Spaß eine neue Sprache.

Vokabeln lassen sich auch im Schlaf erlernen

Forschende der Universität Bern konnten zudem zeigen, dass in gewissen Phasen des Tiefschlafs neue Vokabeln einer Fremdsprache gelernt und nach dem Aufwachen unbewusst erinnert werden können. Dabei sind Hirnstrukturen aktiv, die auch beim Lernen im Wachzustand beteiligt sind. Sie konnten erstmals belegen, dass im Tiefschlaf tatsächlich Wörter einer Fremdsprache mitsamt ihrer deutschen Übersetzung gelernt und im Wachzustand unbewusst wieder abgerufen werden können. Dabei spielt der Hippocampus, eine Gehirnstruktur, die für das bewusste Lernen unerlässlich ist, auch im Schlaf eine wichtige Rolle. Die Ergebnisse der Studie wurden hier publiziert.

Duolingo wurde von Sprachwissenschaftler*innen entwickelt mit dem Ziel, effektives Lernen mit Spaß zu kombinieren. Kurze Lektionen machen das Sprachenlernen zum Vergnügen und basieren dennoch auf einer Methodik, die nachweislich das Langzeitgedächtnis fördert.