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Umfrage: Störende Mitreisende über den Wolken

Eine aktuelle Umfrage unter 2.012 Bewohnern Deutschlands im Auftrag von Travelzoo Deutschland ergibt: Die meisten Deutschen haben sich während einer Flugreise schon einmal über ihre Mitreisenden geärgert. „Nur 21 Prozent der Deutschen blieben bisher verschont und kamen ohne Scherereien an ihr Ziel“, so Christina Bathmann, Sprecherin von Travelzoo Deutschland.

Der Ärger um die Rückenlehne

Wer kennt es nicht: Kaum ist die Reiseflughöhe erreicht, stellt der Vordermann auch schon seine Rückenlehne zurück. Der bereits knapp bemessene Platz schrumpft plötzlich auf ein Minimum zusammen. Nicht nur bei langen Beinen ist das keine Freude. Und wenn einem dann auch noch der Hintermann voller Elan gegen die eigene Rückenlehne tritt, ist das Erlebnis perfekt. 39 Prozent der Deutschen wurde ihre Reise so schon einmal aufs Gründlichste verdorben. Frauen (42 Prozent) ärgerten sich etwas mehr als Männer (37 Prozent). Dabei herrschte mit 53 Prozent der größte Unmut in Rheinland-Pfalz – im Gegensatz dazu beschwerten sich mit nur 24 Prozent in Sachsen deutlich weniger Flugreisende.

Nase zu und durch – oder der Kampf um die Mittelarmlehne

Auch ungewaschene oder zu stark parfümierte Passagiere machen sich keine Freunde an Bord. Jeweils 22 Prozent der weiblichen und männlichen Befragten haben schon einmal über ihre unangenehm riechenden Mitreisenden die Nase gerümpft. Ebenso viele mussten den Ellenbogen ausfahren, um sich ihren Platz auf der Mittelarmlehne zu sichern. Denn der korpulente Sitznachbar beanspruchte einfach zu viel Raum.

Über streng riechende Mitreisende rümpften in Hessen 28 Prozent die Nase. In Sachsen-Anhalt waren es nur 11 Prozent. Und während in Rheinland-Pfalz 39 Prozent um ihre Mittelarmlehne bangen mussten, waren es nur je 8 Prozent in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Ungenießbares Essen in schlechter Begleitung

18 Prozent der Deutschen knirschten schon einmal wegen der kostenlosen, aber ungenießbaren Bordverpflegung die Zähne – natürlich nur im übertragenen Sinne. Oder sie ärgerten sich über die hohen Preise der Bezahl-Menüs. Weiteren 18 Prozent verging wegen ihrer Mitreisenden der Appetit. Denn diese lärmten, rülpsten oder waren betrunken.

Während sich schon 20 Prozent der Frauen über die Verpflegung ärgerten, waren es bei den Männern 17 Prozent. Der größte Unmut herrschte in Mecklenburg-Vorpommern (33 Prozent), der kleinste in Berlin (10 Prozent). Bezüglich ihrer unangenehmen Mitreisenden sind sich Männer und Frauen vergleichsweise einig. Anders die Bundesländer. Denn in Hessen und Thüringen störten sich je 23 Prozent an anderen Passagieren, aber nur je 12 Prozent in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Wohin nur mit dem Handgepäck?

17 Prozent der Befragten ärgerten sich darüber, dass sie ihren Koffer nach langem Anstehen nicht mehr in der Gepäckablage unterbringen konnten. Oder dass ihre Airline sehr streng auf die Regularien geachtet hat und wirklich nur ein Gepäckstück bestimmter Maße erlaubte. Im Gegensatz zu den Regionen ähneln sich die Erfahrungen der Geschlechter erneut. Während sich in Bremen 45 Prozent beschwerten, waren es in Sachsen nur 8 Prozent.

Keim-Alarm

Wer dicht an dicht mit anderen reist, freut sich nicht darüber, wenn diese erkältet sind. So hätten 14 Prozent der Befragten ihre Mitreisenden am liebsten schon einmal in die Quarantäne verbannt, da sie ständig geniest oder gehustet haben, ohne sich die Hand vor den Mund zu halten. Dieses Verhalten sorgte bei 16 Prozent der Männer für Unmut und bei 12 Prozent der Frauen. Bremer scheinen bisher gut davon gekommen zu sein, denn hier beklagte sich niemand über ein entsprechendes Verhalten. Ganz anders in Hessen, wo sich ein Viertel der Umfrageteilnehmer entsprechend äußerte.

Es war einmal

Mitreisende, die ungefragt ihre ganze Lebensgeschichte erzählen, verdarben acht Prozent der Befragten ihren Flug. Männer (zehn Prozent) langweilten sich etwas stärker als Frauen (sechs Prozent). Am liebsten die Ohren zuhalten, wollten sich dieses Mal vor allem die Bremer (23 Prozent). Dem gegenüber waren nur je zwei Prozent aus dem Saarland und Sachsen betroffen.

Schweißfüße und schmierige Flirtversuche

Wer trotz Schweißfüßen ohne Schuhe fliegt oder unter Blähungen leidet, trifft auf wenig Gegenliebe. So fühlten sich acht Prozent der Umfrageteilnehmer schon einmal durch unangenehme Gerüche dieser Art belästigt. Während die Geschlechter gleichermaßen betroffen waren, gibt es große Unterschiede hinsichtlich der Regionen. Bremer Nasen zeigten sich entweder weniger sensibel oder hatten schlichtweg Glück. Niemand aus der Hansestadt machte entsprechende Erfahrungen. In Mecklenburg-Vorpommern waren es hingegen 20 Prozent. Zu Flirtversuchen scheint es über den Wolken eher selten zu kommen. Denn nur zwei Prozent der Deutschen klagten über unangenehme Annäherungsversuche von Mitreisenden – weder Frauen noch Männer mussten besonders häufig unwillkommene Verehrerinnen oder Verehrer abwehren. Vor allem wer aus Bremen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein oder Thüringen kommt, reiste bisher ungestört. Allerdings ärgerten sich 15 Prozent der Befragten aus dem Saarland über unwillkommenen Zuspruch.

An Bord eines Flugzeugs ist nicht alles eitel Sonnenschein. Worüber haben Sie sich schon einmal geärgert?

Ich habe mich schon einmal darüber geärgert, dass …

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  • … ständig gegen meine Rückenlehne getreten wurde oder mein Vordermann seine Rückenlehne zurückgestellt hat: 39 Prozent
  • … Mitreisende gerochen haben – ungewaschen oder zu stark parfümiert waren: 22 Prozent
  • … mein korpulenter Sitznachbar zu viel Platz beansprucht hat – zum Beispiel auf der Mittelarmlehne: 22 Prozent
  • … das kostenlos angebotene Essen ungenießbar oder das Bezahl-Essen zu teuer war: 18 Prozent
  • … Mitreisende lärmten, gerülpst haben oder betrunken waren: 18 Prozent
  • … nur ein Handgepäckstück bestimmter Maße erlaubt war oder kein Platz mehr in der Gepäckablage war: 17 Prozent
  • … Mitreisende ständig geniest oder gehustet haben, ohne die Hand vor den Mund zu halten: 14 Prozent
  • … Mitreisende mir ungefragt ihre ganze Lebensgeschichte erzählt haben: acht Prozent
  • … der Passagier neben mir offenkundig Blähungen hatte und/oder trotz Schweißfüßen seine Schuhe auszog: acht Prozent
  • … ich unangenehm angeflirtet wurde: zwei Prozent

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Titelbild: © Michael Schütze – Fotolia.com

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