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Geschäftsreisemarkt
© Erol Ahmed - unsplash.com

Das sind die wichtigsten Destinationen im europäischen Geschäftsreisemarkt

London und New York wurden 2019 erneut am häufigsten von europäischen Geschäftsreisenden besucht. Das hat der aktuelle BCD Travel 2019 Cities & Trends Report zum weltweiten Geschäftsreisemarkt ergeben.

Generell hat sich beim Geschäftsreisemarkt Europa die Zusammensetzung und Rangfolge der Top 10 der meistfrequentierten europäischen Städte kaum verändert: London, Amsterdam, Wien, Barcelona, Kopenhagen, Madrid und Mailand haben 2019 ihre Vorjahresränge gehalten. Es gab lediglich zwei Positionsänderungen: Paris und Zürich tauschen die Plätze. Die französische Hauptstadt fällt auf Platz 5 zurück, die Schweizer Metropole rückt auf Platz 4 vor. Die durch die Gelbwestenproteste in Frankreich verursachten Beeinträchtigungen könnten ein Grund für diese Entwicklung sein.

Frankfurt nicht mehr unter den Top Ten im Geschäftsreisemarkt

Darüber hinaus verliert Frankfurt seinen Platz in den Top 10 an Stockholm. Das steht möglicherweise im Zusammenhang mit der Wirtschaftsleistung Deutschlands. Das Wirtschaftswachstum hat sich 2019 von 1,5  Prozent auf nur 0,6 Prozent verlangsamt, da die exportorientierte deutsche Wirtschaft eine Rezession nur knapp vermeiden konnte. Während sich das Wirtschaftswachstum in Schweden zwar ebenfalls verlangsamt hat, hat sich die schwedische Wirtschaft insgesamt aber als widerstandsfähiger erwiesen.

Geschäftsreisemarkt

Quelle: BCD Travel

Bei den interkontinentalen Reisezielen gab es im Geschäftsreisemarkt etwas mehr Bewegung, obwohl die Städte, die es in die Top-10-Rangliste geschafft haben, dieselben sind wie im Vorjahr. New York und Shanghai belegen erneut die ersten beiden Ränge. Drei Städte rücken nach oben: San Francisco (plus 2), Chicago ( plus 1), Tokio ( plus 1). Abwärts geht es für Peking (minus 2), Dubai ( minus 1) und Singapur (minus 1).

Mehr Direktflüge nach San Francisco

San Francisco rückt vom fünften auf den dritten Platz vor und drängt Singapur und Dubai dabei um jeweils einen Rang nach unten. Die Kapazität der Fluggesellschaften kann eine der Ursachen sein: Im letzten Jahr stieg die Anzahl der verfügbaren Direktflüge zwischen dem Europäischen Wirtschaftsraum und San Francisco um acht Prozent die verfügbaren Plätze um neun Prozent.

Peking verliert zwei Plätze und rutscht von Platz 6 auf  Rang 8. Dies könnte auf die Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums und den Handelskonflikt zwischen den USA und China zurückzuführen sein, die negative Auswirkungen auf Geschäftsreisen von US-Unternehmen hatten, die Europäischen Wirtschaftsraum aus operieren.

Das Vereinigte Königreich blieb auch 2019 das beliebteste Zielland für europäische Geschäftsreisende, gefolgt von Deutschland und Spanien. Die USA, China und Indien konnten ihre Spitzenplätze als meistbesuchte interkontinentale Ziele ebenfalls halten, was wiederum die starken Handelsbeziehungen zwischen Europa und der Volkswirtschaft China ebenso wie Indien deutlich macht.

Geschäftsreisemarkt

Quelle: BCD Travel

Für deutsche Geschäftsreisende ist die Bundeshauptstadt das wichtigste innerdeutsche Ziel im Jahr 2019 gewesen, gefolgt von München. Innerhalb Europas war ebenfalls London die wichtigste Destination in Sachen Business Travel und zwar noch vor Wien und Paris. Interkontinental betrachtet, liegt New York bei den Deutschen allerdings nur auf Rang Drei – vor Peking und Shanghai. Bezogen auf Länderziele gingen die meisten interkontinentalen Dienstreisen von deutschen Arbeitnehmern in die USA, dann nach China, Indien und Japan.

Geschäftsreisende immer häufiger im Ausland

Ob als Geschäftsreise, Auslandssemester oder private Weltreise – immer mehr Menschen verbringen Zeit im Ausland, oft auch in anderen Zeitzonen. Die Statista-Grafik bietet einen schnellen Überblick zur Zeitverschiebung in ausgewählten Metropolen weltweit. Wenn es in Berlin 12 Uhr mittags ist, ist es in Mexiko-Stadt noch früh am Morgen, in Tokio bereits Abend und in Wellington schon wieder mitten in der Nacht.

Infografik: Wie spät ist es weltweit? | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista