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© Yakobchuk Olena, AdobeStock

8 Tipps zum Übernachten auf dem Flughafen

Am Flughafen übernachten möchte freiwillig wohl niemand. Dennoch, es gibt Situationen in denen man zwingend die Nacht auf dem Flughafen verbringen muss. Das mag sich im ersten Augenblick wie ein Alptraum anhören, muss es aber nicht sein.

Denn geplant oder unbeabsichtigt, für eine Nacht am Flughafen gibt es vielerlei Gründe. Vielleicht wurde der Flug verschoben? Oder vielleicht startet der Anschlussflug erst am nächsten Tag sehr früh morgens? Auch das ein oder andere Wetterphänomen kann der Grund für einen verlängerten Aufenthalt am Flughafen sein. So oder so, mit der richtigen Einstellung und Vorbereitung kann daraus schnell ein unerwartetes aber tolles Reiseabenteuer werden.

Das Beste daraus machen

Man kann sich wunderbar mit Laptop oder Tablet beschäftigen, während man versucht am Flughafen zu übernachten. Egal ob man sich freiwillig für eine Nacht auf dem Flughafen infolge einer langen Zwischenlandung entschieden habt oder der Flug aus irgendeinem Grund abgesagt wurde – mann kann die Situation einfach als eine Art Abenteuer sehen! Mit guter Laune lässt sich so manches meistern. Am besten beobachtet man andere „Flughafenschläfer“ und kommt so mit ihnen ins Gespräch.

Alternativ kann man den Laptop, das Tablet oder ein Buch mitnehmen und versuchen, auf andere Gedanken zu kommen und abzuschalten. Am nächsten Morgen sieht die Welt bestimmt schon wieder ganz anders aus.

Vorbereitung ist das A und O

Die richtige Vorbereitung ist für das Übernachten auf dem Flughafen das A und O. Ein halbes Schlafzimmer sollte und kann man natürlich nicht mitnehmen, aber mit einer Isomatte, einem Schlafsack und einem kleinen Kissen macht man garantiert nichts falsch. Wenn man sich auf den Sitzbänken nicht richtig ausbreiten kann, hat man so wenigstens einen gemütlichen Puffer für den harten und kalten Flughafenboden. Eine Schlafmaske und ein paar Ohrstöpsel sind auch immer gut. Das Licht auf den Flughäfen ist meist ziemlich grell und die lauten Durchsagen können ganz schön nervig sein.

Sollte man dennoch weder Decke noch Schlafsack dabei haben, kann man beim Flughafenpersonal nachfragen. Manche Flughäfen sind auf festsitzende Passagiere eingestellt und halten Decken, Kissen, ja sogar richtige Betten bereit. Fragen lohnt sich also.

Plan B fürs Übernachten haben

Laut dem Blog Sleepinginairports.com ist ein Plan B ein absolutes Muss, falls man sich aktiv dafür entscheidet auf dem Flughafen zu übernachten! Auf den meisten Flughäfen wird ein Nickerchen zwar toleriert, dennoch kann es gut sein, dass einem ein paar Fragen zum Warum, Weshalb und Wie gestellt werden. Am besten legt man sich also die passenden Antworten vorher schon zurecht und informiert sich für den Fall der Fälle, wo es gegebenenfalls ein günstiges Hotel gibt.

In der Nähe von größeren Flughäfen oder gar direkt am Terminal gibt es häufig auch Flughafenhotels speziell für die Reisenden, die einen sehr frühen Abflug oder eine sehr späte Ankunft erwarten. Für Transit-Passagiere stehen dagegen häufig sogenannte Transit-Hotels bereit.

Möglichst rechtzeitig einen Schlafplatz suchen

Wer schon einmal am Flughafen übernachtet hat, der weiß es: Man wird nicht alleine sein! Gerade im Sommer, aber auch um die Weihnachts- und Osterzeit herum, sind die Schlafplätze am Flughafen heiß begehrt. Wenn man also nicht auf dem Gepäckband schlafen will, sollte man sich möglichst früh nach einem gemütlichen Plätzchen umsehen. Dafür lohnt es sich gegebenenfalls, auch in anderen Flughafenhallen – insbesondere Ankunftshallen – zu suchen, um sich gemütlichere Schlafgelegenheiten zu sichern.

An manchen Airports kann man nach sogenannten Schlafkabinen suchen, die auch unter dem Namen Snooze Cube, Napcab oder Sleepbox bekannt sind. Häufig sind diese sogar mit einem separaten Arbeitsbereich und kostenlosem Internet-Zugang ausgestattet, wie etwa die am Münchener Flughafen oder am Frankfurt International Airport. Die Kosten dafür variieren je nach Flughafen, und liegen meist irgendwo zwischen 10 und 25 Euro pro Stunde. Alternativ findet man an größeren Flughäfen auch loungeartige Ruhezonen, in denen man in bequemen Liegesitzen entspannen kann. Der Frankfurter Flughafen bietet darüber hinaus sogenannte Silent Chairs in diversen Bereichen des Flughafengeländes, die dank gewölbter Rückenlehnen und Schallschutzglaswänden Ruhe und Entspannung ermöglichen.

Lounges bieten Möglichkeit zum Übernachten

Airport-Lounges sind schon längst nicht mehr nur ein Privileg der VIPs und Erste-Klasse-Passagiere. Oft kann man diese schon für etwas mehr als 20 Euro nutzen. Das ist billiger als so manches Hotel und viel bequemer und ruhiger als in der Wartehalle. In der Lounge bekommt man meist auch etwas zu Essen und Trinken (ist in der Gebühr mit inbegriffen) und man kann dort eine Dusche nehmen und sich frisch machen.

Ans Proviant denken

Nicht auf jedem Flughafen haben die Cafés und Geschäfte rund um die Uhr geöffnet und Verpflegungsautomaten können eine ganz schön teure Angelegenheit sein. Also einfach ein paar belegte Brote, Snacks und Wasser mitbringen oder noch vor Ladenschluss mit Proviant eindecken.

Auf Sicherheit beim Übernachten achten

Gerade wenn man allein reist oder wie ein Stein schläft, sollte man seinen Schlafplatz möglichst in Nähe anderer Fluggäste oder des Sicherheitsdienstes wählen. Zwar wird die Sicherheit gerade auf Flughäfen groß geschrieben, doch man weiß nie, ob man nicht einem Langfinger zum Opfer fällt.

Um das Gepäck abzusichern, legt beim Schlafen einfach euer Bein oder euren Arm auf die Tasche, so dass ihr beim kleinsten Diebstahlversuch direkt aufwacht! Falls ihr den Zugang zu eurem Hab und Gut zusätzlich erschweren wollt, empfehlen wir euch ein TSA-Schloss mit Zahlenkombination zu verwenden. Sicher ist sicher!

Flugausfälle häufen sich

Die Coronapandemie hat im letzten Jahr langfristige Planung nahezu unmöglich gemacht. Und auch heute noch begleitet sie die Reiseinfrastruktur weltweit. Wann genau der Flughafenalltag der Zeit vor der Pandemie zurückkehrt, ist nicht sicher. Flugverspätungen, Planungsänderungen und gar Ausfälle gab es allerdings schon vorher – Tendenz steigend. Wie die Statista-Grafik zeigt, haben die Verspätungen in den letzten Jahren regelmäßig zugenommen. 

© Statista

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Wer das Risiko von Flugverspätungen und damit einer unfreiwilligen Übernachtung von vorneherein minimieren möchte, sollte sich das OAG-Ranking der pünktlichsten Airlines der Welt gut einprägen. Wie das Ranking in seiner Fassung von 2018 zeigt, waren rund 90 Prozent der Flüge von Copa Airlines aus Panama Jahr pünktlich gewesen. Auf Platz zwei und drei folgten airBaltic, die staatliche Fluggesellschaft Lettlands, und Hong Kong Airlines. Die Lufthansa bringt es dagegen nur auf 69,4 Prozent, was nicht einmal für die Top 20 reicht.

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