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Claudia Heuermann und ihre Farm in den USA (Foto: privat)

„Eine Landidylle wie aus dem Bilderbuch gibt es nicht“

Die Münchner Filmemacherin Claudia Heuermann verwirklichte 2011 ihren Traum und zieht mit ihrem Mann und den zwei kleinen Söhnen in die tiefen Wälder der nordamerikanischen Catskill Mountains. Dort baut sie eine 200 Jahre alte Farm zum Selbstversorgerhof um. Wie es ihr dort erging und warum sie nach sieben Jahren nach München zurückkehrte, erzählt sie im Interview.

Expat News: Sie haben Ihren lang gehegten Traum verwirklicht, auf einer Farm in den USA zu leben. Wie kam es dazu?

Heuermann: Der Wunsch wurde unter anderem ausgelöst durch die Lektüre von Jack Londons berühmtem Roman „Ruf der Wildnis“. Ich bin im Ruhrgebiet in der Großstadt aufgewachsen, da hatte sich der Traum früh manifestiert, eines Tages fernab der Zivilisation zu leben. Dieser Gedanke schmorte also immer schon im Hintergrund. Nach meinem Studium drehte ich zunächst Dokumentarfilme über die Jazz- und Avantgardeszene in New York.

Expat News: Von einer der lebhaftesten, modernsten und auch kulturell spannendsten Städte des Planeten zog es Sie auf einen Selbstversorgerhof? Das klingt zunächst von Außen betrachtet widersprüchlich. Gab es einen Schlüsselmoment?

Heuermann: Der von mir sehr verehrte Jazz-Musiker John Zorn hat mich gelehrt, dass man die unterschiedlichsten Elemente kombinieren kann – musikalisch wie im Leben –und dass man alles machen kann, was man will, auch wenn es widersprüchlich erscheint. Das Künstlerleben in New York, das ich mehrere Jahre führte, war großartig und ich habe die Zeit sehr genossen.

Als ich aber meine beiden Kinder bekam, machte sich der alte Traum vom Leben in der Wildnis wieder bemerkbar. Es war außerdem für mich folgerichtig, nach New York City etwas völlig anderes zu machen. Für mich war es völlig in Ordnung, diesen Widerspruch zu leben.

„Ich hatte plötzlich das Gefühl, den Giften der Stadt entfliehen zu müssen.“

Wir lebten damals halb in München, halb in New York und ich hatte plötzlich das Gefühl, ich muss den Giften der Stadt entfliehen. Ich wollte unbedingt weg von Lärm, Müll und Abgasen und dachte, ich muss die Kinder in die Natur bringen, um sie vor den Gefahren der Zivilisation zu schützen. Außerdem gab es zu der Zeit jede Menge Lebensmitteskandale – Antibiotika im Fleisch, Dioxin in den Eiern, Bisphenol A in Verpackungen – da wuchs das Bedürfnis, unser Essen vom Anfang bis zum Ende selbst zu produzieren und gleichzeitig nachhaltiger zu leben.

Ich hatte eine Farm in der nordamerikanischen Wildnis vor Augen. Also setzten mein Mann und ich uns ins Auto, fuhren den Hudson River hoch und waren erstaunt, wie schnell man schon in der unberührten Wildnis war – von New York bis dorthin waren es gerade einmal zwei Autostunden. Wir hielten dann einfach nach Häusern Ausschau, die zum Verkauf standen und fanden recht schnell unser Traumhaus. Es war diese typisch amerikanische Bilderbuchfarm im Grünen am Fuß der Catskill Mountains mit einer großen Terrasse und einem Kamin. Umgeben von Wäldern, verborgenen Seen und verwunschenen Lichtungen.

Claudia Heuermanns Kinder spielen am idyllischen See in den Catskill Mountains

Expat News: Wie hat Ihr Umfeld darauf reagiert, dass Sie mit Kind und Kegel eine Farm in der Wildnis kauften und dann auch noch ein Selbstversorger-Leben führen wollten?

Heuermann: Viele unserer Freunde fanden das sehr bewundernswert, zwei Familien haben sich sogar von unserem Weg inspirieren lassen und sind ebenfalls raus aus der Stadt aufs Land gezogen, zwar nicht im Ausland, aber immerhin begannen auch sie ein ganz neues Leben. Meine Eltern hingegen konnten mit der Idee nicht so viel anfangen, aber wir hatten ohnehin kein besonders unbeschwertes Verhältnis.

Fast alle unsere Freunde konnten sehr gut nachvollziehen, was uns antrieb. Wir sind ja auch nicht völlig blauäugig an das Vorhaben gegangen, sondern informierten uns sehr ausführlich darüber, wie man eine Farm führt und wie man in der Wildnis lebt. Dass die Kinder zur Schule gehen konnten war zum Beispiel wichtig, ebenso wie eine ordentliche gesundheitliche Versorgung – so bin ich übrigens zur Auslandskrankenversicherung beim BDAE gekommen. Auch wenn es kein Krankenhaus in unmittelbarer Nähe gab, war mir ein Minimum an Sicherheit wichtig, schon allein wegen der Kinder. Allerdings kam mir in den ersten kalten und sehr verschneiten Wintern schon manchmal der Gedanke, wie wir reagieren würden, wenn einem von uns etwas passiert, jemand schwer krank wird oder sich verletzt.

Expat News: Wie stark ausgeprägt war der Selbstversorger-Aspekt bei Ihrer Farm? Wie konnten Sie das finanzieren?

Heuermann: Der Grundgedanke war, den Zivilisationsgiften zu entfliehen und unser Essen selbst herzustellen. Ich war für den Farmbetrieb zuständig, während mein Mann in Woodstock, also ganz in der Nähe unseres Wohnortes, in einem Kunstarchiv einen Job fand. Laufende Kosten konnten dadurch gut gedeckt werden.

Morgendliche Melkroutine (© Claudia Heuermann, Foto: privat)

Wir brachten das Haus in Eigenleistung auf Vordermann und bauten den Selbstversorgerhof mit eigenen Händen auf. Wir hatten üppige Obstbäume, einen großen Gemüsegarten, Milchziegen und Hühner. Ich baute unsere Nahrung selbst an, lernte das Melken, konnte sogar Ahornsirup produzieren und Joghurt, Käse sowie Seife selbst herstellen. Wir hatten sogar so viel Essen über, dass wir etwas davon verkaufen konnten.

Auch wenn wir uns ab und an mal eine Pizza im Ort gegönnt haben –  den größten Teil des Jahres konnten wir uns tatsächlich von den eigenen angebauten und selbstproduzierten Lebensmitteln ernähren.

„Manchmal muss man die Dinge selbst erleben, um zu begreifen, was sie tatsächlich bedeuten.“

Expat News: Dennoch schreiben Sie in Ihrem Buch, dass aus dem Traum auch irgendwann ein Erwachen folgte.

Heuermann: Am Anfang war es ein riesiges Abenteuer, das uns alle sehr fasziniert hatte. Doch nach zwei Jahren fand keiner mehr die selbstgemolkene Milch so lecker oder die wilden Tiere so aufregend. Schließlich traten auch die negativen Aspekte unseres Selbstversorgerlebens in den Vordergrund.

Der Bär im Apfelbaum (© Claudia Heuermann, Foto: privat)

Dazu gehörte etwa das sehr hohe Arbeitspensum. Wenn man dann abends nicht mal mehr ausgehen oder morgens mal ausschlafen kann, schlaucht das schon, zumal ich die ganze Farmarbeit allein gestemmt habe. Natürlich war mir vorher theoretisch klargewesen, dass das Bauernleben arbeitsintensiv ist, doch manchmal muss man die Dinge selbst erleben, um zu begreifen, was sie tatsächlich bedeuten.

So gab es neben all dem Konstruktiven eben auch viele destruktive Dinge:  Raubtiere im Garten, Parasiten in den Tieren und Schädlinge auf dem Gemüse. Auch Naturkatastrophen wie zum Beispiel Stürme, Überschwemmungen und Zeckenplagen

machten uns zu schaffen. Einmal zerlegte ein Schwarzbär das Hühnerhaus, ein anderes Mal verletzte sich einer meiner Söhne an der hoch giftigen Pflanze Poison Ivy. Dieses unscheinbare Pflänzchen wuchs überall auf unserem Grundstück und verursachte bei jeglicher Berührung schwerste Hautverätzungen.

Dann wurden unsere Ziegen von Leberegeln und Magenwürmern befallen, wir mussten sie behandeln und konnten während der Zeit die Milch nicht nutzen. Ich wollte den Gefahren der Großstadt entfliehen und nun waren wir wieder von Gefahren umgeben, die überall lauerten – von ruhigem, beschaulichem und romantischem Landleben konnte überhaupt keine Rede sein!

„Nicht der Schwarzbär auf unserem Grundstück ist der Eindringling, sondern wir sind es.“

Expat News: Wann kam diese Einsicht?

Heuermann: Es war ein Prozess. Es kamen so viele andere Gedanken auf. Man stellt es sich so idyllisch vor in der Natur, aber es ist auch ein Tauziehen mit der Natur. Nie wird der Hühnerhalter im Einklang mit dem Fuchs leben! Und damit kam die Erkenntnis, dass eigentlich ich der Eindringling in der Natur war. Nicht der Schwarzbär auf unserem Grundstück war der Eindringling, sondern umgekehrt. Deswegen überlegte ich zunehmend, ob mein Platz in der Natur wirklich richtig ist.

Durch unsere Farm haben wir viel gelernt und erkannt. Das Betrifft zum Beispiel das Thema Tiere schlachten. Ich dachte immer, das passt schon, solange die Tiere glücklich sind und gut gehalten werden. Ich hatte die Vorstellung, ab und an schlachtet man ein Tier, um sich zu ernähren – doch wenn man dann dem geliebten Huhn das Messer an die Kehle setzen muss oder die Lieblingsziege tötet, dann kann einem das das Herz brechen. Ich war dafür einfach nicht geschaffen. Ich fand es brutal, die Lebewesen zu schlachten, die ich selbst mit großgezogen hatte. Somit setzte ich mich unwillkürlich mit dem Leben und Sterben, dem ewigen Kreislauf der Natur auseinander und all das Hadern ließ mich schließlich zur Vegetarierin werden.

Claudia Heuermann brachte es kaum übers Herz, die eigenen Tiere zu schlachten (© Claudia Heuermann, Foto: privat)

Diese Erfahrungen waren aber auch unendlich lehrreich und heilsam für uns alle. Jetzt wissen wir, was es bedeutet ein Hähnchenschnitzel zu essen oder was alles hinter einem Glas Milch steckt. Und mir wurde klar: Auf dem Land zu leben, bedeutet nicht automatisch auch im Einklang mit der Natur zu leben.

„Ich habe jetzt ein Gefühl für das Ausmaß der Arbeit in der Landwirtschaft“

Es ist zwar toll, sein Gemüse selbst zu ziehen und zu verzehren, aber man darf die andere Seite nicht total ausblenden. Der Kampf gegen Tiere, Plagen, Parasiten und vieles mehr. Ich habe seitdem einen riesigen Respekt vor der Landwirtschaft und habe ein Gefühl für das Ausmaß der Arbeit bekommen.

Expat News: Ihr Buch wird angeteasert mit dem Satz, dass Sie irgendwann auf „die Probe Ihres Lebens gestellt wurden“. Was war das genau für eine Probe?

Heuermann: Tatsächlich waren es mehrere Proben, die zu einem Zeitpunkt zusammenkamen. Es war die Pubertät meiner Söhne, die nach all den Jahren etwas anderes brauchten als das Leben im Wald. Dazu kam die Entzweiung mit meinem Mann, von dem ich inzwischen getrennt lebe. Das rohe, raue Wildnisleben hat Unterschiede und Konflikte zutage gebracht, die wir in der Stadt nicht bemerkt hatten. Dadurch, dass es da draußen keine Ablenkungen gab, haben wir besser erkannt, wer wir wirklich sind und wie unterschiedlich wir eigentlich ticken. Das war eine echte Beziehungsprobe, der wir uns gestellt haben.

Aber auch das Vergehen der Zeit, die Vergänglichkeit aller Dinge habe ich als existenzielle Herausforderung erlebt. Man kann die Zeit nicht anhalten. Lebensphasen enden, neue Abschnitte beginnen. Alles ändert sich ständig, nicht nur die Umgebung, sondern auch wir Menschen und mit uns unsere Träume.

„Meine Kinder sehnten sich nach dem Großstadtleben“

Expat News: Wie haben Ihre Kinder diese sieben Jahre in der Wildnis gemeistert?

Heuermann: Anfangs waren sie genau wie ich Feuer und Flamme. Ursprünglich waren sie ja auch einer der Hauptgründe, warum wir dieses Wagnis eingingen. Doch irgendwann wurden die Kinder zu Teenagern und fanden das Landleben nicht mehr so prima. Ihre Interessen änderten sich naturgemäß und manchmal langweilten sie sich schier zu Tode. Natürlich hatten sie Freunde, mit denen sie sich treffen konnten, aber die Distanzen waren doch so groß, dass wir sie immer mit dem Auto dorthin fahren mussten. Das galt auch für andere Freizeitaktivitäten, die in der Wildnis natürlich nicht in Laufweite waren.

Mein Anspruch war es immer, dass die Kinder unabhängig werden sollten, aber inzwischen weiß ich, dass dies in einer Stadt mit einer guten Infrastruktur wesentlich besser funktionieren kann.

Mein jüngerer Sohn entwickelte irgendwann eine Obsession für Wolkenkratzer. Er wünschte sich Bücher mit Städten und Hochhäusern, baute mit Lego nur noch Großstadtdschungel. Das war ein Signal, dass die Bedürfnisse der Kinder sich verändert hatten und wir reif waren für das nächste Abenteuer.

Auch wenn es ein bisschen paradox klingt, da wir ja einst für ein freies, unabhängiges Leben in die Natur gezogen waren: Die Kinder brauchten neue Perspektiven und wünschten sich ein freies, unabhängiges Leben in der Großstadt!

Expat News: Sie haben in den sieben Jahren das amerikanische Leben auf dem Land hautnah miterlebt. Hat sich Ihr Bild vom US-Amerikanischen Volk verändert? Wenn ja, inwiefern?

Heuermann: Generell gibt es natürlich nicht „den“ Amerikaner oder „die“ Amerikanerin. Ich selbst war ja auch mit einem US-Amerikaner verheiratet, insofern habe ich kulturelle Unterschiede auch in meinem privaten Umfeld erlebt und ein Stück weit war es auch die kulturelle Barriere, vor allem die latente Sprachbarriere, die das Auseinanderdriften zwischen uns begünstigt hat.

„Den amerikanischen Traum gibt es wirklich“

Generell habe ich alle Einheimischen als sehr freundliche und hilfsbereite Menschen erlebt. Was sich bestätigt hat, ist der Mythos des amerikanischen Traums. Dieser ist nicht nur ein Klischee. Es ist tatsächlich leichter, seine Träume in den USA zu erfüllen – zum einen, weil die Menschen der Selbstverwirklichung offener gegenüberstehen und zum anderen, weil es weniger Bürokratie gibt.

Was ich aber auch kennengelernt habe und woran ich mich nie gewöhnen werde, ist der Waffenwahn vieler Amerikaner und Amerikanerinnen. Natürlich ist dieser im Staat New York nicht ganz so ausgeprägt wie beispielsweise in Texas, aber es gibt ihn wirklich.

Wir hatten beispielsweise diesen netten Nachbarn Jimmy, der regelmäßig mit seinem Pick Up vorbeikam und mich dazu überreden wollte, eine Waffe zu kaufen. Ich habe mich irgendwann vor ihm gegruselt. Seitdem ich Kinder habe, ist mir privater Waffenbesitz noch suspekter als vorher. Dieser kulturelle Teil des amerikanischen Volks ist mir immer unheimlich geblieben.

An der Schule meiner Kinder gab es einmal auch einen Beinahe-Amoklauf. Zum Glück kam niemand ernsthaft zu Schaden, aber das war dennoch sehr besorgniserregend.

Expat News: Sie schreiben, dass sich Ihre Einstellung zum Stadtleben grundlegend und nachhaltig verändert habe. Inwiefern?

Ich glaube, dass wir der Natur nicht unbedingt etwas Gutes tun, wenn wir alle plötzlich aufs Land flüchten.

Heuermann: Das hat es auf mehreren Ebenen. Zum einen stellte ich fest, dass es die frische, gute Landluft nicht uneingeschränkt gibt. Wenn man im Dreck, im Staub und im Stall arbeitet, dann leidet die Lunge auch darunter.

Zum anderen dachte ich immer, ich sei auf dem Land selbstbestimmt, aber das ist überhaupt nicht der Fall. Man ist total fremdbestimmt – von der Natur, den Jahreszeiten, vom Rhythmus der Pflanzen und Tiere. Es ist Arbeit ohne Pause – es gibt keine freien Tage, egal ob man krank ist, ob es heiß ist, regnet oder schneit. Die Arbeit kann nicht warten, Tiere müssen gefüttert, die Ernte einbestellt werden.

Die Beete werden im Garten angelegt (© Claudia Heuermann, Foto: privat)

Tatsächlich ist man also in der Stadt wesentlich selbstbestimmter. In der Stadt habe ich außerdem das Gefühl, weniger in den Naturkreislauf einzudringen. Meine Kinder sind hier sehr viel glücklicher. Inzwischen sind sie ja auch nicht mehr so verletzlich wie im Kleinkindalter. Ich habe mittlerweile erkannt, dass ich in die Stadt gehöre. Auch frage ich mich, ob das Leben der Menschen auf dem Land der Natur wirklich guttut oder ob es nicht besser ist, wenn viele Menschen komprimiert ein einer städtischen Region leben, wo es öffentlichen Nahverkehr gibt und Wohnraum nicht so viel Fläche einnimmt, weil beispielsweise Hochhäuser gebaut werden. Auf dem Land benötigt man in der Regel immer ein Auto, um von A nach B zu kommen. Vielleicht ist es wirklich einfacher, in der Stadt nachhaltig zu leben.

Ich glaube also, dass wir der Umwelt nicht unbedingt etwas Gutes tun, wenn wir alle plötzlich aufs Land flüchten. Abgesehen davon gibt es diese Landidylle aus dem Bilderbuch nicht. Mein Buch ist insofern also auch eine Gegendarstellung.

Expat News: Momentan zieht es pandemiebedingt immer mehr Familien aufs Land – auch ins Ausland. Welche Ratschläge würden Sie diesen geben?

Heuermann: Grundsätzlich würde ich dazu raten, es auszuprobieren, gut vorbereitet natürlich. Ich finde, man sollte seinen Träumen folgen. Aber es ist auch okay, wenn man daraus erwacht und feststellt, dass es nicht das Richtige war. Alle Theorie der Welt kann die Erfahrung nicht ersetzen. Ein Traum dauert nicht ewig an und es ist gut, neue Herausforderungen auszuprobieren. Für mich ist es okay, aus einem Traum zu erwachen oder Träume zu ändern. Das bedeutet nicht automatisch, dass man gescheitet ist.

Buchinformationen zu „Land oder Leben“

Claudia Heuermann – Land oder Leben: Wie unser Traum von einer Farm in der amerikanischen Wildnis endete

Conbook Verlag, Premium Paperback, 288 Seiten, 14,95 Euro

ISBN: 978-3-95889-367-2

Buch bestellen: https://www.conbook-verlag.de/buecher/land-oder-leben/

Claudia Heuermann schreibt die ungeschönte Wahrheit über den Schritt in die Natur mit all seinen Facetten, mit dem Wunderbaren, dem Existenziellen eines solchen Lebens, aber auch mit all seinen Hindernissen und Schwierigkeiten

Dieses Buch ist nicht nur einfach ein Erfahrungsbericht, es dient auch als Kompass in einer Welt, in der sich immer mehr Menschen die Frage stellen, wie ein verantwortungsvolles Leben aussehen kann. Ein Leben, dass nicht nur den eigenen egoistischen Zielen dienen soll, sondern in dem die und der Einzelne einen Beitrag für die Gemeinschaft und vor allem für die nachfolgenden Generationen leisten sollte, damit dieser Planet lebenswert bleibt.

Claudia Heuermann setzt sich zudem sehr selbstkritisch mit der Frage auseinander, ob die Verwirklichung lang gehegter Träume tatsächlich die Erfüllung bringt, die man mit ihnen antizipiert.