Zeitumstellung
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Welche Länder noch die Zeitumstellung vornehmen

Jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober erfolgt in Deutschland die Zeitumstellung. Dabei wird die Uhr um 3 Uhr eine Stunde zurückgestellt und die als Standard geltende Winterzeit beginnt.

Eingeführt wurde das Konzept Sommerzeit in Deutschland erstmals 1916 zu Zeiten des deutschen Kaiserreichs. Bis zum heutigen Tag existierten immer wieder Perioden, in denen es keine oder  uneinheitliche Zeitumstellungen gab, beispielsweise zwischen 1950 und 1979. Wie unsere Grafik zeigt, gibt es auch heute noch zahlreiche Länder und Regionen, die die Zeit nicht mehr umstellen oder sie nie umgestellt haben.

Besonders markant ist das Fehlen der Sommerzeit auf dem afrikanischen Kontinent. Kein Land praktiziert derzeit jahreszeitgebundene Zeitumstellung, eine Zeit lang wurde sie vor allem in Nordafrika und im äußersten Süden des Kontinents durchgeführt. Zuletzt wurde die Umstellung in Syrien, dem Iran und Jordanien abgeschafft. Letzteres Land bedient sich einer dauerhaften Sommerzeit. Marokko hingegen nutzt einen anderen Fixpunkt zur Zeitumstellung: Obwohl im Land dauerhafte Sommerzeit gilt, werden die Uhren während des Ramadan um eine Stunde zurückgestellt.

Welche Länder die Zeitumstellung vornehmen

Laut einer Umfrage der DAK ist die Zeitumstellung bei den Deutschen schon länger unbeliebt. Im März 2022 hielten 72 Prozent der Befragten das Vor- und Zurückstellen der Uhren für überflüssig, 2019 waren es sogar 78 Prozent. In einer Befragung des ZDF Politbarometers von 2019 waren 52 Prozent der Teilnehmenden der Meinung, dass dauerhaft Sommerzeit gelten solle, die Abendstunden also länger bei Tageslicht nutzbar sein müssten.