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Besondere Verhaltenstipps für den Urlaub

Wer die Gepflogenheiten (beispielsweise beim Essen im Restaurant) in anderen Ländern nicht kennt, outet sich nicht nur schnell als Tourist, sondern kann auch gegen das Gesetz verstoßen. Die Reisesuchmaschine Dohop (www.dohop.de) hilft, Fettnäpfchen und unangenehme Überraschungen im Urlaub zu vermeiden.

Italien – Getrenntes Bezahlen ist verpönt

Italien und gute Küche werden gerne in einem Atemzug genannt. Aber rein ins Restaurant und gleich den Tisch am Fester stürmen? Das sollten deutsche Touristen tunlichst vermeiden. In Italien weist der Kellner den Tisch zu – alles andere gilt als unhöflich. Dass Nudeln nur mit der Gabel und niemals mit dem Löffel gegessen werden oder gar geschnitten werden, ist inzwischen bekannt. Aber auch eine geschlossene Decke aus Parmesan auf dem Nudelgericht ist bei den Italienern absolut verpönt. Wenn es dann ans Bezahlen geht gilt:

Die Rechnung im Restaurant wird pro Tisch beglichen. Eine Aufsplittung nach den einzelnen Personen empfindet der Kellner als regelrechte Zumutung. Und nicht wundern: In der Rechnung ist bereits ein kleiner Betrag für das Gedeck enthalten. Trinkgeld muss in Italien übrigens nicht gezahlt werden. Das gilt, außer in Südtirol, als unmögliche Touristenmanier. Wer auf den Tip besteht, sollte ihn einfach unauffällig auf dem Tisch liegen lassen.

Thailand – Vorsicht bei Selfies mit Buddha-Statuen

Dass in Thailand der Buddhismus die dominierende Religion ist, zeigt sich an den zahlreichen Buddhas, die auch Touristen in den Tempeln besichtigen können. Aber auch wenn es ein schönes Motiv abgibt, beim Fotoshooting sollte man sich weder auf eine Buddha-Statue setzen noch stellen. Dies ist in Thailand strengstens verboten und wird sogar mit Geld- oder Gefängnisstrafen geahndet.

Saubere Bürgersteige sind den Thailändern enorm wichtig. Daher sollten auch Touristen ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen. Umweltsündern droht eine Geldstrafe von 2.000 Baht, also immerhin um die 50 Euro. Zur Begrüßung eines Einheimischen wird nur leicht gelächelt und mit dem Kopf genickt, alles andere gilt als unhöflich. Ein absolutes No-Go ist das Berühren des Kopfes, da dieser Körperteil heilig ist. Auch Freizügigkeit wird in Thailand nicht gerne gesehen. Wer von der Polizei „oben ohne“ erwischt wird, riskiert Geldstrafen von mehreren hundert Baht – also fünf bis zehn Euro.

China – kein Trinkgeld im Restaurant

Ein Essen in einem Restaurant in China ist ein Erlebnis für wirklich alle Sinne. Neben den kulinarischen Köstlichkeiten bekommt man dort im Restaurant auch einen wahren Ohrenschmaus serviert: Im Gegensatz zur deutschen Tischkultur zeugt Rülpsen und Schmatzen in China nicht von einer schlechten Kinderstube, sondern einzig davon, dass es schmeckt. Beim Essen sollte man sich am besten im Schneidersitz auf den Boden setzen, denn in China gilt es als unhöflich, mit nackten Füßen auf angezogene Leute zu zeigen.

Auch längerer direkter Augenkontakt sollte vermieden werden, denn das gilt als taktlos. Und auch in China ist es außerhalb der touristischen Zentren unüblich, Trinkgeld zu geben. Das wird sogar als Beleidigung empfunden. Also lieber laut Schmatzen – das ist Anerkennung genug.

Japan – Naseputzen bei Tisch unterlassen

Viele japanische Sitten sind für Europäer schwer nachzuvollziehen, das fängt schon bei der Begrüßung an. Üblich ist, dass die eigene Verbeugung genauso tief vollzogen wird, wie die des Gegenübers, um diesen nicht zu demütigen. Beim Essen zu Gast bei Japanern oder im Restaurant ist es absolut tabu, die Stäbchen in den Reis zu stecken oder mit zwei Paar Stäbchen zu essen – in Japan sind dies Totenrituale. Und auch wenn dort ebenfalls nach Leibeskräften geschmatzt und gerülpst werden darf, sollte man sich am Tisch auf keine Fall die Nase putzen – das gilt als schlechte Tischmanier.

USA – Unterschiedliche Gesetze je nach Bundesstaat

Das ganze Jahr Sonne und der Glamour von Hollywood – das zieht viele Touristen nach Los Angeles. Doch wer ausgelassenen Spaß am Strand sucht, sollte aufpassen: Dort ist das Werfen eines Frisbees nur mit Erlaubnis des Rettungsschwimmers möglich.

Als ein Land der Gegensätze zeigt sich Amerika auch darin, dass Frauen in Kalifornien nicht in ihrer häuslichen Bekleidung Auto fahren sollten, wohingegen sie sich in New York auch gerne mal oben ohne präsentieren können – so lange es nicht geschäftlichen Zwecken dient. Trotzdem sollte man nicht nur bei einem Besuch im Big Apple einiges beachten: Die Amerikaner sind sehr streng mit Alkohol und Zigaretten in der Öffentlichkeit. Auf das Rauchen sollte nicht nur in Bars und Restaurants sondern auch auf öffentlichen Plätzen, vor Gebäuden, an Stränden, Parks und in der Nähe von Spielplätzen und Schulen verzichten werden.

Und noch ein kleiner Überlebenstipp für den New York-Besuch: Beim Anblick der überfüllten Gehsteige können Europäer durchaus Schnappatmung bekommen. Einheimische benutzen die Fußgängerwege wie Deutsche die Autobahn: Links wird überholt, rechts darf geschlendert werden.