Solaranlagen
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Golfstaaten planen riesige Solaranlagen

Die Staaten des Golfkooperationsrates Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Kuwait, Katar, Oman und Bahrain wollen künftig Sonnen- und Windenergie viel stärker nutzen. Insbesondere für Solaranlagen sind die Voraussetzungen glänzend. Die durchschnittliche jährliche Sonneneinstrahlung beträgt in den meisten Regionen der arabischen Halbinsel mehr als 2.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter und liegt damit ungefähr doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Sonnenenergie könnten den extremen Stromverbrauch beispielsweise der Klimaanlagen bedienen. Das berichtet germany, trade & invest.

Ambitionierte Projekte der Golfstaaten

Erneuerbare Energien (EE) spielen in der Region jedoch bislang eine untergeordnete Rolle. Nun haben die Regierungen am Golf haben nun sehr ambitionierte Ausbauprogramme formuliert, von denen vor allem deutsche Solarkraft-Experten profitieren könnten.

Einige der zuständigen Behörden und Energieversorger verfügen nämlich über wenig Erfahrung. Formulierung der Vorschriften und Handhabung von Ausschreibungen im EE-Bereich seien kaum erprobt. Anbietern fällt es daher schwer, die Erfolgschancen einzuschätzen. Beobachter meinen, wenn nur ein Teil der anvisierten Pläne und Vorhaben realisiert werde, sei dies ein großer Erfolg.

Saudi-Arabien bei Solaranlagen besonders ambitioniert

Saudi-Arabien will etwa im Rahmen des Renewable Energy Program bis 2023 insgesamt 27 Gigawatt an EE-Anlagen, davon 20 Gigawatt Photovoltaik- und 7 Gigawatt Windanlagen, installieren. Die langfristige King Salman Renewable Energy Initiative strebt bis 2030 sogar 58,7 Gigawatt an EE-Kapazitäten an.

Die für das neue Programm zuständige Behörde Renewable Energy Project Development Office schrieb 2018 die ersten Projekte aus. Eine zweite Runde folgt noch dieses Jahr (siehe http://www.powersaudiarabia.com.sa ). Auch der staatliche Investmentfonds Saudi Public Investment Fund will große EE-Vorhaben im saudischen Königreich umsetzen. Der Fund verhandelt dafür direkt mit potenziellen internationalen Partnern, statt Projekte über Ausschreibungen zu vergeben.

VAE planen Solarpark in gigantischer Größe

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) kamen Ende 2018 innerhalb der Region mit 2,0 Prozent auf den höchsten EE-Anteil an ihren installierten Stromproduktionskapazitäten und wollen diese Quote bis 2050 auf beachtliche 44 Prozent erweitern.

Solaranlagen

Metropolen wie Dubai haben einen besonders hohen Energiebedarf (Foto:leksandar Pasaric auf pexels.com)

Der Photovoltaik in Form von Solaranlagen werden die größten Chancen eingeräumt. Die VAE haben 487 Megawatt an Photovoltaik- und 100 Megawatt an solarthermischen Anlagen installiert. Der 2012 gestartete Solarpark Mohammed bin Rashid Al Maktoum verfügt über 413 Megawatt und soll nach Angaben der zuständigen Energieversorgers Dubai Electricity and Water Authority im Jahr 2030 circa 5.000 Megawatt erreichen (siehe https://bit.ly/2HheDfm).

Windkraftanlagen im Oman, in Kuwait und Saudi-Arabien

Windkraftanlagen könnten auf der arabischen Halbinsel effizient Strom produzieren. Die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) ermittelte, dass im Norden und in der Mitte Saudi-Arabiens, im Süden des Omans und im Westen Kuwaits in einer Höhe von 100 Metern durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von mehr als 7,5 Metern pro Sekunde vorherrschen. Diese reichen für einen wirtschaftlichen Betrieb von Windkraftanlagen aus.

Die Abu Dhabi Future Energy Company installiert derzeit in der Dhofar Wind Farm in Oman Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 50 Megawatt, die von General Electric stammen. Die Oman Power and Water Procurement Company will weitere 300 Megawatt bis 2023 errichten lassen.

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