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Nachhaltig reisen: So kann der Urlaub umweltfreundlich werden

Reisen muss nicht zwangsläufig umweltschädigend sein. Mit ein paar kleinen, meist einfachen Mitteln können Reisende einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Wie man ohne großen Aufwand bewusster und nachhaltiger reisen kann, zeigt dieser Beitrag. 

Bereits die Anreise lässt sich oftmals ökologischer gestalten: Die Anreise mit dem Zug erzeugt weitaus weniger Emissionen als die Anreise mit dem Auto. Zudem kann man vor Ort mit dem ÖPNV oder Leihrädern fahren. In vielen Bergregionen fahren Busse beispielsweise zu einem zentralen Ausgangspunkt für Wanderrouten, sodass ein eigener Wagen nicht notwendig ist. Im Zeitalter der Digitalisierung machen elektronische Tickets das Ausdrucken sowieso überflüssig. Schuhe und Dreckwäsche landen einfach im Stoffbeutel statt der Plastiktüte. Und bei der Wahl der Souvenirs lohnt es ebenfalls zu überlegen, ob es wirklich nützlich ist und unter welchen Bedingungen es produziert wurde.

Stückseife statt Plastikflaschen

Im Kulturbeutel sind plastikfreie Wattestäbchen und Kosmetikprodukte in biologisch abbaubaren Verpackungen eine gute Alternative und enthalten im besten Fall auch kein Mikroplastik. Einige Hotels stellen nachhaltige Pflegeprodukte bereit, die entweder unverpackt sind oder nachfüllbar, sodass Gäste nichts von Zuhause mitbringen müssen. Für alle, die dennoch lieber die eigenen Produkte nutzen, empfiehlt sich einfach Stückseife statt Plastikflaschen, wie beispielsweise Bio-Shampooseife.

Als Gast aktiv einen Beitrag für die Umwelt leisten

Ähnlich wie beim schwedischen Trend Plogging, bei dem Jogger unterwegs Abfälle einsammeln, kann man dies auch sehr gut auf Wandertouren, am Strand oder am See machen – ganz einfach und nebenbei etwas Gutes tun. Will man lieber in einer Gruppe aktiv werden, sollte man sich informieren, ob gerade Aktionen in der Urlaubsregion stattfinden: Die thailändische Organisation „Trash Hero“ befreit Strände und Natur regelmäßig von Müll. Einige Hotels veranstalten selbst nachhaltige Projekte: Auf den Malediven können Gäste beispielsweise bei der Aufforstung von Korallenriffen helfen. Und bei verschiedenen Aktionen werden Strand und Korallen gemeinschaftlich von Müll befreit.

Quelle: Gili Lankanfushi

Den Wasserbrauch bewusst reduzieren

In vielen Ländern ist Wasser selbstverständlich, in anderen wiederum nur begrenzt vorhanden. Deshalb ist ein grundsätzlich verantwortungsbewusster Umgang mit der wertvollen Ressource auch im Urlaub notwendig. Ein grundlegender Tipp ist beispielsweise die Duschzeit verkürzen, das Wasser beim Zähneputzen oder Einseifen abdrehen und Handtücher sowie Bettbezüge mehrfach verwenden. Fast alle Hotels bieten inzwischen an, Handtücher nur bei Bedarf zu wechseln.

Bio-Sonnencreme verwenden

Konventioneller Sonnenschutz hat erhebliche Folgen für das marine Ökosystem, da die chemischen Substanzen das Korallensterben fördern. Generell sollte Sonnencreme eine längere Zeit vor dem Baden aufgetragen werden, damit sie gut in die Haut einziehen kann und sich im Wasser weniger Creme löst. Am besten sind allerdings grüne Alternativen wie Bio-Sonnencreme. Durch die natürlichen Inhaltsstoffe und mineralischen UV-Filter sind sie weder für den Menschen noch die Umwelt schädlich.

Wiederverwendbare Behälter nutzen

Gutes Essen gehört zu jedem guten Urlaub. Für den Geschmack und das gute Gewissen lohnt es sich, nach grünen Restaurants in der Umgebung zu suchen: bei veganen, biologischen oder Zero-Waste-Restaurants lässt es sich auch ohne große Einbußen umweltbewusst genießen. Statt Essen mitzunehmen, geht man ins Restaurant und spart dadurch die Wegwerfverpackung – oder bringt seine eigenen Behälter (Becher, Dosen, Flaschen) zum „take-away“ mit. Auch Plastikflaschen kann man so leicht vermeiden, denn in vielen Urlaubsregionen gibt es Leitungswasser in Trinkqualität, das man in seine wiederverwendbaren Flaschen abfüllen kann.