Reiseapotheke mit Koffer, Stethoskop und Medikamenten

Was bei Bauch- und Magenschmerzen auf Auslandsreisen hilft

Bauchschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen auf Auslandsreisen. Wer verreist, sollte deshalb unbedingt eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke in den Koffer packen. Was dort hinein gehört und welches die wichtigsten Verhaltensregeln im Urlaub sind, erläutert Professor Dr. Thomas Frieling, Leiter der Medizinischen Klinik II der HELIOS-Kliniken in Krefeld.

Jeder dritte Deutsche erkrankt auf Auslandsreisen

Jeder dritte Deutsche wird auf Reisen krank. Vor allem bei Aufenthalten in tropischen Ländern ist das Risiko hoch, sich ein unerwünschtes Urlaubssouvenir einzufangen. Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall oder Verstopfung stehen dabei an erster Stelle. Die Hauptgründe für Durchfall: Für den Körper unbekannte Bakterien bringen die normale Darmflora aus dem Gleichgewicht. Sie schütten Giftstoffe aus, die der Körper so schnell wie möglich wieder loswerden will. Aber auch der bloße Ortswechsel kann uns auf den Darm schlagen, wie Prof. Frieling weiß. „Es ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen, dass Patienten über Verstopfung im Urlaub berichten. Mögliche Auslöser können etwa die Zeitumstellung, andere Nahrungsmittel oder Stress sein. Wer zu Verstopfung neigt, sollte daher sanfte Laxantien in der Reiseapotheke greifbar haben“, sagt Frieling.

Schlechte Kombination: Stress und ungewohntes Essen

Ein weiteres Problem: Die Kombination aus Stress und ungewohnten Speisen lässt unsere Mitte schnell unangenehm zwicken und kneifen. Viele Betroffene klagen auf Auslandsreisen oft über Bauchschmerzen und -krämpfe. Dort können sogenannte Krampflöser gezielt helfen, damit sich der Bauch schnell wieder entspannt. Urlauber sollten sich zudem vor manchen Buffets in fremden Ländern in Acht nehmen.

Möglichst frisch zubereitete Nahrungsmittel auf Auslandsreisen wählen

Die wichtigsten Verhaltensregeln beim Essen in fremden Ländern: Reisende sollten frisch zubereitete, gut durchgegarte Gerichte und Obst wählen, das man selbst schälen kann. Angemachte Salate, Mayonnaise und Cremes sind zu meiden – insbesondere, wenn diese am Buffet lange herumstehen. Nur original verpackte oder abgekochte Getränke zu sich nehmen. Wenn möglich sollte man auch beim Zähneputzen keimfreies Wasser verwenden. Generell gilt: Mehrmals täglich gründlich die Hände waschen. Doch nicht nur mangelnde Hygiene kann Durchfall auslösen. Oft reicht schon das ungewohnte Essen. Wichtig ist es dann, viel zu trinken und Elektrolyte zu ersetzen. Für den Notfall sollte man aber trotzdem Medikamente gegen akuten Durchfall im Koffer haben.

Was auf Auslandsreisen in die Reiseapotheke gehört

Immer wichtig: Ein Mittel gegen Durchfall. Tipp: Der Wirkstoff Racecadotril in dem neuen Produkt Vaprino (jetzt rezeptfrei in der Apotheke) wirkt schnell gegen akuten Durchfall und ist dabei gleichzeitig gut verträglich. Bereits 30 Minuten nach der Einnahme setzt der Wirkmechanismus (Enzymhemmung) ein. Und: 50 Prozent der Patienten erholen sich nach Einnahme von Racecadotril bereits innerhalb von zehn Stunden, 80 Prozent innerhalb eines Tages.

Extra-Tipp: Die Kombination aus einem Krampflöser mit einem magenverträglichen Schmerzmittel (z.B. Buscopan PLUS) hilft, die begleitenden schmerzhaften Verkrampfungen der Magen-Darm-Muskulatur bei Durchfall zu lindern. Vor allem bei krampfartigen Bauchschmerzen sollte man sich ganz bewusst für die gezielte Therapie mit Krampflösern entscheiden, denn klassische Schmerzmittel (wie ASS oder Ibuprofen) haben selbst Bauchkrämpfe als häufige Nebenwirkung im Beipackzettel aufgeführt.

Außerdem sinnvoll auf Reisen: Mittel gegen Verstopfung. Sanfte Abführmittel wie Laxoberal oder Dulcolax können eingesetzt werden, wenn auf dem stillen Örtchen nichts mehr geht. Ihre Wirkstoffe Natriumpicosulfat und Bisacodyl sind gut verträglich und zuverlässig wirksam bei Verstopfung.

Aktuelle Fachinformationen der Produkte: www.medipresse.de/static/boehringer.

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