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Sicherheit auf Jugendreisen: Hilfreiche Rechtstipps

Wenn Kinder oder Jugendliche allein verreisen, machen sich viele Eltern Sorgen. Wie gut ist der Nachwuchs im Urlaub ohne Eltern betreut, und wie gewährleisten die Reiseveranstalter die Sicherheit? Das Reisenetz, der Deutsche Fachverband für Jugendreisen zeigt auf, worauf es dabei ankommt.

Viele Pädagogen empfehlen kurze Reisen ohne die Eltern bereits ab einem Alter von acht Jahren. Ab etwa 13 Jahren träumen die Teens selbst vom Urlaub ohne Eltern – von Freiheit, Abenteuer und Partyspaß, gerne auch im Ausland. Doch Väter und Mütter legen dagegen größten Wert auf ein absolut sicheres Reiseland und eine 24-Stunden-Betreuung vor Ort. Bei Reisewünschen von Eltern und Kindern prallen laut Reisenetz jedoch oft Welten aufeinander. Kinder- und Jugendreiseveranstalter, die dem Verband angehören, haben laut Reisenetz ein umfassendes Sicherheitsverständnis, das Eltern, Kindern und Jugendlichen gleichermaßen nützt.

Dieses Sicherheitsverständnis beginnt bereits bei der Gestaltung der touristischen Infrastruktur: Qualifizierte Kinder- und Jugendreiseveranstalter pflegen langjährige Kontakte zu ihren Leistungsträgern – den Unterkunftsbetreibern, den Bus-, Fähr- und Flugunternehmen sowie den Programmanbietern vor Ort.

Zudem gilt: Eine begleitete Kinder- oder Jugendreise ist in der Regel sicherer als eine Individualreise. Denn unterwegs stehen den jungen Reisenden rund um die Uhr ortskundige Ansprechpartner zur Verfügung. Ganz gleich, ob ein Arztbesuch notwendig oder das Taschengeld ausgegangen ist – bei allen kleinen und größeren Problemen wird den Kindern und Jugendlichen unbürokratisch und schnell geholfen. Und selbst auf extreme Bedingungen wie eine plötzliche Veränderung der Sicherheitslage im Land können die Reisebegleiter schnell und professionell reagieren.

Sicherheit auf Jugendreisen: Spezielle Schulungen für Reiseleiter

Jugendreiseanbieter , die vom Reisenetz empfohlen werden, bilden ihre Reiseleiter über mehrere Tage umfassend aus, um sie möglichst auf alle Fälle vorzubereiten, die im Rahmen einer Jugendreise auftreten können. Sie schulen auch das Wissen im Reise-, Straf-, und Sexualstrafrecht sowie im Jugendschutzgesetz. Denn die Reiseleiter sollen im Ernstfall genau wissen, was zu tun ist und auch spontan auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren können. Und weil die Reiseleiter vielfältige und komplexe Aufgaben übernehmen, stellen die Kinder- und Jugendreiseanbieter schon an die Auswahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hohe Ansprüche: Sie müssen neben einem polizeilichen Führungszeugnis auch einen Jugendleiterschein und den großen Erste-Hilfe-Schein mitbringen – aber auch die richtigen persönlichen Kompetenzen wie Offenheit, Empathie und Konfliktfähigkeit.

Eltern, die sich über die Qualifikationen und die Ausbildung der Reiseleiter informieren möchten, sollten auf ausführliche Beschreibungen der Veranstalter in den Katalogen und im Internet achten. Fehlen diese Aussagen, sollten Eltern und Jugendliche lieber einen anderen Reiseanbieter wählen.