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Tollwut
© Trsakaoe - AdobeStock

Tollwut: Weltweit sterben immer noch 59.000 Menschen pro Jahr

Immer noch sterben jährlich rund 59.000 Menschen an der Tollwut. Am stärksten betroffen sind Kinder unter 15 Jahren. Das berichtet der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. in einer Meldung.

Afrika und Asien am meisten betroffen

Rund 100 Kinder am Tag werden danach immer noch Opfer der Tollwut. Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO sind mit einem Anteil von 60 Prozent dabei besonders Länder in Afrika und Asien betroffen. Fast alle Infektionen erfolgen durch den Biss erkrankter Hunde.

Keine Tollwut bei Hunden in Westeuropa, Kanada, USA und Japan

Seit über zehn Jahren gibt es in Deutschland keinen Fall von Tollwut mehr. Maßgeblichen Anteil daran hat in Deutschland und Europa die flächendeckende Köderimpfung bei Füchsen, die als Hauptüberträger gelten, und der konsequente Impfschutz bei Haustieren wie Hund und Katze. Inzwischen geht in Deutschland vom Fuchs keinerlei Gefahr mehr aus.

Impfung für Hund und Katze empfehlenswert

Dennoch ist die Tollwutimpfung für Hund und Katze empfehlenswert. Geimpfte Tiere besitzen dann einen Rundum-Schutz, selbst dann, wenn sie mit anderen infizierten Tieren in Kontakt kommen. Beispielsweise mit nicht oder nicht korrekt geimpften Importhunden aus Osteuropa, der Türkei oder Marokko. Weil dort die anzeigepflichtige Tierseuche immer noch verbreitet ist, existieren auch strenge Einreise- bzw. Tierimportauflagen. Auch wer seinen Hund mit in den Urlaub nehmen will, sollte sich vorher genau darüber informieren, welche Vorschriften gelten. Die Tollwutimpfung gehört auf jeden Fall dazu und wird auch im EU-Heimtierpass vermerkt.

Tollwutinfektion verläuft ohne Schutzimpfung meist tödlich

Ohne Schutzimpfung oder Maßnahmen nach einer Ansteckung verläuft die Tollwutinfektion innerhalb von 15 bis 90 Tagen in den meisten Fällen tödlich. Maßnahmen nach einer Ansteckung sind nur innerhalb von 24 Stunden nach der Infektion möglich.