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Tempolimit: So viel kostet zu schnelles Fahren im Ausland

Für Schnellfahrer ist Deutschland lediglich ein Paradies, denn es ist das einzige Land, in dem auf Autobahnen kein generelles Tempolimit gilt. In anderen europäischen Ländern gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 120 beziehungsweise 130 Kilometern pro Stunde. Unterboten wird dies noch von Großbritannien (112), Malta (80 auf Schnellstraßen), Norwegen (90) und Zypern (110). Derzeit wird wiederholt über die Einführung eines Tempolimits in Deutschland diskutiert, wobei insbesondere der Klimaschutz eine Rolle spielt. Wie hoch Tempolimits in Europa sind und wie viel Bußgeld Autofahrer zahlen müssen, zeigt dieser Beitrag.

Teure Strafen im Ausland

Geschwindigkeitsbegrenzungen sollten im Ausland besser eingehalten werden, denn die Strafen fallen jenseits der deutschen Grenzen oft deutlich höher aus als in Deutschland. Bußgelder für Tempoüberschreitungen können in Norwegen beispielsweise bis zu 395 Euro betragen. Kommen Strafzettel aus dem EU-Ausland, können sie auch hier vollstreckt werden.

Tempolimit: So viel kostet zu schnelles Fahren im Ausland

Frankreich

In Frankreich geblitzt zu werden, kann sehr teuer werden. Bereits ab 20 Kilometern pro Stunde über der erlaubten Geschwindigkeit wird man mit 90 Euro zur Kasse gebeten. Bezahlt man nicht sofort, wird das Bußgeld sogar schrittweise höher. Richtig teuer wird es, wenn man noch schneller fährt. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 50 Kilometer pro Stunde fordern die französischen Behörden satte 1.500 Euro ein. Für Alkohol am Steuer muss man mindestens 135 Euro bezahlen.

Belgien

Im Vergleich zu den Sanktionen in Frankreich sind belgische Strafen recht moderat. Die Bußgelder starten zwar auf einem höheren Limit – für 20 Kilometer pro Stunde über der erlaubten Geschwindigkeit gibt es mindestens 100 Euro Strafe – jedoch steigen sie danach nicht so drastisch an. Wer 50 Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, muss mit 250 Euro rechnen und für ein Überholvergehen oder einen Rotlichtverstoß müssen mindestens 150 Euro eingeplant werden.

Tempolimit: So viel kostet zu schnelles Fahren im Ausland

Dänemark

Auch in Dänemark ist zu schnelles Fahren kein Kavaliersdelikt. Wer ab 20 Kilometern pro Stunde zu schnell fährt muss mit 135 Euro Strafe rechnen im schlimmsten Fall gar mit 270 Euro. Zeigt der Tacho bei der Geschwindigkeitsmessung mehr als 50 Kilometer pro Stunde über dem erlaubten Limit an, so bitten die dänischen Behörden mit mindestens 300 Euro zur Kasse. Fährt man alkoholisiert Auto, kann das Bußgeld bis zu einem Monatsverdienst betragen.

Italien

In Italien wird Rasern tief in die Tasche gegriffen. Für 20 Kilometer pro Stunde über der zulässigen Geschwindigkeit müssen mindestens 170 Euro bezahlt werden, bei 50 Kilometern pro Stunde darüber kostet es ab 390 Euro.

Kroatien

In Kroatien wird es am teuersten, wenn man viel zu schnell fährt oder eine rote Ampel missachtet. Mit mehr als 50 Kilometer pro Stunde über der erlaubten Geschwindigkeit muss man mindestens 670 Euro zahlen. Fährt man über eine rote Ampel, bittet der Staat mit mindestens 270 Euro zur Kasse. Für geringere Geschwindigkeitsüberschreitungen im Bereich von 20 Kilometer pro Stunde bezahlt man 65 Euro.

Niederlande

In den Niederlanden werden Raser hart bestraft. Für 20 Kilometer pro Stunde über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit müssen 165 Euro bezahlt werden, ist er 50 Kilometer pro Stunde zu schnell, wird der Raser mit nicht weniger als 300 Euro zur Kasse gebeten. Überhol- und Rotlichtverstöße sowie das Telefonieren am Steuer werden mit je 150 Euro sanktioniert.

Österreich

Österreich ist das einzige Land, in dem deutsche Urlauber schon jetzt einen Bußgeldbescheid zu befürchten haben, selbst wenn sie nicht in flagranti erwischt worden sind. Ein entsprechendes Abkommen regelt seit 1990 die weitere Strafverfolgung in Deutschland. Am härtesten trifft es in Österreich die Raser. Wer dort über 50 Kilometer pro Stunde drüber ist, muss mit mindestens 150 Euro und bis zu 2180 Euro rechnen. Bei 20 Kilometer pro Stunde gibt es jedoch eine moderate Strafe von 30 Euro. Diese würde in Deutschland gar nicht verfolgt werden, da das Abkommen nur für Strafen über 25 Euro gilt. Alkoholsünder müssen in Österreich mit mindestens 300 Euro rechnen. Die Höchststrafe für Alkohol wurde von den österreichischen Behörden bei 5600 Euro festgelegt. Diese gilt für einen Blutalkoholspiegel von mehr als 1,6 Promille.