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digitale Vignette
© Dimitry Anikin - unsplash.com

Österreich bietet immer öfter digitale Vignette an

Gute Nachrichten für Reisende nach Österreich: Im Alpenland können Autofahrer inzwischen nahezu komplett auf digitale Mauttickets umstellen. Somit müssen diese nicht mehr an der Mautstelle anhalten, der Kauf ist vor Reiseantritt möglich und die Bezahlung vor Ort entfällt.

Die digitale Vignette ist allerdings nichts für Kurzentschlossene, sagt der ADAC. Denn: Kunden haben in Europa bei jeder Bestellung online oder telefonisch das Recht, innerhalb von zwei Wochen vom Kauf zurückzutreten. Hinzu kommen etwa drei Tage Postlaufzeit und deshalb ist die digitale Vignette erst ab dem achtzehnten Tag nach dem Kauf gültig.

Keine Wartezeit beim ADAC für digitale Vignette

Eine Lösung bietet der ADAC: Wer die digitalen Mautkarten allerdings in einer ADAC Geschäftsstelle erwirbt, muss keine Wartezeit einrechnen: Denn beim Direktkauf entfällt die gesetzliche Sperrfrist, und die Vignette ist sofort gültig. Beim Kauf der digitalen Vignette wird das Kfz-Kennzeichen erfasst und an Kontrollpunkten identifiziert. Zur Sicherheit gibt es eine Bestätigung in Papierform. Die digitalen Streckenmauttickets für die Pyhrnautobahn sind ebenfalls im Vorverkauf erhältlich.

Die digitale Streckenmaut gibt es außerdem für Brenner- und Tauernautobahn, Arlbergstraße und Karawankentunnel (Richtung Süd). Diese Mautstrecken kosten extra, unabhängig von der Vignette – sparen aber Zeit. Nutzer der digitalen Streckenmaut können die Mautstelle bequem und ohne Anhalten passieren. Sie ist auf allen geöffneten Mautspuren gültig, außer auf der Go-Spur. Die ist weiterhin ausschließlich für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen reserviert, Verstöße werden mit Geldstrafe geahndet.

Weniger Staus vor den Mautstellen Gleinalm und Bosruck

digitale Vignette

Neue verbreiterte Spuren auf der Pyhrnautobahn sorgen für weniger Staus auf der A7 in Österreich (Foto: obs/ADAC SE/ASFINAG)

Und noch weitere gute Neuigkeiten für Österreich-Reisende gibt es: Die großen Staus vor den Mautstellen Gleinalm und Bosruck auf der A 9 gehören ab sofort der Vergangenheit an. Es wurden nicht nur die Spurbreiten vergrößert (von 2,30 auf 3 Meter), sondern auch ein neues, digitales Mautsystem mit zwei schrankenlosen Spuren eingeführt, die einen höheren Verkehrsfluss und damit eine rasche Passage ermöglichen. Die neuen Spuren sind grün gekennzeichnet. Für die Nutzung wird entweder ein digitales Streckenmautticket für eine Einzelfahrt oder eine Jahreskarte benötigt.

Die Kosten für die analoge oder digitale Vignette: Die Einzelfahrt bleibt ein Jahr ab Ausstellungsdatum gültig. Die Jahreskarte ist ab dem Tag der ersten Gültigkeit 365 Tage lang gültig. Die Einzelfahrt Gleinalm kostet 9,50 Euro, die Einzelfahrt Bosrucktunnel 5,50 Euro, das Pyhrn-Gesamtticket (Gleinalm und Bosruck) gibt es für 15 Euro.

Übrigens: Auch eine fehlerhafte Anbringung wird in gleicher Höhe wie das Fehlen der Vignette sanktioniert: Dann wird eine sogenannte Ersatzmaut fällig. Diese beträgt bei Pkw 120 Euro. Die Vignette sollte links oben oder mittig oben hinter dem Spiegel aufgeklebt werden. Achtung: Hinter dem Tönungsstreifen können die Vignetten nicht erkannt werden. Wird eine bereits geklebte Vignette abgelöst und an einem anderen Fahrzeug wiederverwendet, sind sogar 240 Euro fällig.