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Nordkorea führt neue Standardzeit ein

Die Regierung der Demokratischen Volksrepublik Korea hat am 15. August 2015 eine neue Standardzeit, die sogenannte Pjöngjang-Zeit, für das Land eingeführt. Dazu wurde die Zeit eine halbe Stunde zurückgestellt.

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied dadurch jetzt +6,5 Stunden. Die nordkoreanische Regierung machte damit die während der japanischen Kolonialzeit von 1910 bis 1945 erfolgte Anpassung an die japanische Zeit rückgängig. Damit besteht jetzt auch zu Südkorea ein Zeitunterschied von +0,5 Stunden.

Verschärfte Kontrollen in Nordkorea

Am 11. Juni 2015 gab es einen Brand in den obersten Stockwerken des Koryo-Hotels in Pjöngjang. Verlässliche Informationen zum Ausmaß der entstandenen Schäden, z. B. an der Aufzugsanlage, sind bisher nicht erhältlich.

Das Auwärtige Amt berichtet zudem, dass Ende Juni 2015 die nordkoreanischen Behörden „Aus Gründen der Nationalen Sicherheit“ verschärfte Kontrollen am Flughafen Pjöngjang und den anderen Einreisepunkten angekündigt haben. Demnach ist es streng verboten Medien (z.B. Fotos, Videos, Druckerzeugnisse mit Texten, Handys und Speichermedien, verschwörerische oder falsche Propagandamaterialien) aus dem Ausland einzuführen oder während des Aufenthaltes zu besitzen oder zu benutzen, die die Oberste Würde Nordkoreas beleidigen und herabsetzen, das System kritisieren und herabsetzen oder in Zusammenhang mit sexuellen Handlungen stehen. Die Einreisekontrollen sind zurzeit sehr streng. Sie schließen die Durchsuchung von Computern, Handys und Kameras ein. Beanstandete Dateien werden gelöscht. In einigen Fällen wurden ganze Applikationen gelöscht bzw. eine Festplatte neu formatiert.

Des Weiteren weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass die medizinische Versorgung in Nordkorea, insbesondere auf dem Land, völlig unzureichend ist. Selbst auf Erste Hilfe nach Autounfällen bei Überlandfahrten muss unter Umständen stundenlang gewartet werden. Sicherheitsgurte sind auch in für den Tourismus vorgesehenen Fahrzeugen oft nicht vorhanden.

Quellen: www.cibt.de, www.tip.de, Auswärtiges Amt

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