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Lust auf Veränderung: Auf nach Schweden?

Europäer, die im Ausland leben und arbeiten möchten, finden im neuen EURES-Leitfaden „Lust auf Veränderung“ nützliche Ratschläge. Neben der Antwort auf die Frage warum man im Ausland arbeiten sollte, erläutert die umfangreiche Publikation wie man sich auf das Leben im Ausland vorbereiten kann. Daneben werden Tipps zu kompetenzbasierten Bewerbungsgesprächen geboten sowie Bewerbungsverfahren in den einzelnen Ländern beleuchtet.

Arbeitsplatzsuche in Schweden

So ist es dem Leitfaden zufolge beispielsweise in Schweden üblich und ratsam, mit einem Ansprechpartner des Unternehmens, für das man arbeiten möchte, Kontakt aufzunehmen, bevor man sich dort bewirbt.

„Wenn Sie den Arbeitgeber anrufen, bevor Sie sich um eine Stelle bewerben, werben Sie für sich selbst als proaktive Person, die in der Lage ist, die Initiative zu ergreifen“, erklärt der schwedische EURES-Berater Olof Person. „Bei diesem Telefongespräch sollten Sie die Gelegenheit nutzen und den Arbeitgeber nach mehr Hintergrundinformationen fragen, damit Sie Ihre Bewerbung maßgeschneiderter abfassen und einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern erzielen können.“

Dem Leitfaden zufolge wirbt die öffentliche Arbeitsverwaltung normalerweise Arbeitskräfte für geringer qualifizierte Stellen an, doch Arbeitsuchende in hoch qualifizierten Bereichen wie dem IT- oder Finanzsektor suchen häufig auf den Websites der Unternehmen nach freien Stellen. Initiativbewerbungen sind seit kurzem ebenfalls gängige Praxis geworden.

Eine sachgemäße Bewerbung in Schweden sollte im Allgemeinen kurz und aussagefähig sein: ein Anschreiben von einer Seite und ein Lebenslauf von einer oder zwei Seiten. Sie sollten Ihrer Bewerbung keine weiteren Unterlagen beifügen. Falls der Arbeitgeber Sie um eine Kopie Ihres Zeugnisses bittet, können Sie diese zum Vorstellungsgespräch mitbringen.

„Schriftliche Bewerbungen sollten auf die Stelle, um die Sie sich bewerben, zugeschnitten sein. Berufserfahrung wird von schwedischen Arbeitgebern normalerweise höher eingestuft als die formale Ausbildung, und daher sollten Sie sie in Ihrem Lebenslauf an oberster Stelle erwähnen. Vergessen Sie nicht zu erläutern, welche Tätigkeiten Sie in den Unternehmen, für die Sie in der Vergangenheit gearbeitet haben, ausgeübt haben“, rät Olof.

Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch

Bei einem Bewerbungsgespräch in Schweden können Sie normalerweise davon ausgehen, dass Sie dort einem oder zwei Mitarbeitern des Unternehmens gegenübersitzen. Auch ein Vertreter der Gewerkschaft ist möglicherweise zugegen. Vorstellungsgespräche sind eher länger und dauern üblicherweise ca. 90 Minuten.

Normalerweise beginnt das Gespräch damit, dass Sie sich kurz vorstellen und dem Arbeitgeber darlegen, weshalb Sie sich um die Stelle beworben haben und was Sie über das Unternehmen wissen. Sie sollten dabei entspannt, aber aufmerksam sein.

Anschließend kann der Unternehmensvertreter Ihnen eine Vielzahl von Fragen stellen, die möglicherweise persönlicher ausfallen, als Sie es in anderen Ländern erwarten würden. Solche Fragen könnten beispielsweise sein:

Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?
Wie würden Sie einen guten Kollegen charakterisieren?
Was glauben Sie, welche Tätigkeit Sie in fünf Jahren ausüben werden?

„Bei einem Vorstellungsgespräch in einem schwedischen Unternehmen geht es häufig auch in stärkerem Maße um Ihr Privatleben, als dies in anderen Ländern der Fall wäre. Damit will man nicht unhöflich sein oder sich in Ihre persönlichen Angelegenheiten einmischen, sondern sich ein Gesamtbild von den Dingen machen, die Sie in Ihrem Leben unternehmen und die sich auf Ihre berufliche Leistung insgesamt auswirken können,“ erklärt Olof.

Der Leitfaden „Lust auf Veränderung“ ist als E-Book oder PDF-Dokument kostenfrei unter http://bookshop.europa.eu/en/ready-to-make-the-move–pbKE3012898/ abrufbar.

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