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Heute ist internationaler Tag der Muttersprache

Von den heute rund 6.000 gesprochenen Sprachen ist die Hälfte vom Verschwinden bedroht. Daran erinnert die UNESCO zum internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar 2013. Ein Großteil dieser Sprachen wird von weniger als 10.000 Menschen gesprochen. Dass Sprachen gefährdet sind, hat vielfältige Gründe: Krieg, Vertreibung und Stigmatisierung gehören ebenso dazu wie Migration und Vermischung der Sprachen. Neue Medien begünstigen weltweit den Einfluss einzelner Sprachgruppen, insbesondere des Englischen.

In diesem Jahr steht das Wechselverhältnis von Buchproduktion und gesprochener Sprache im Mittelpunkt. In vielen Ländern werden immer weniger Bücher und Lehrbücher in lokalen Sprachen und Dialekten gedruckt. Dies bedroht die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen und die soziale Inklusion kleinerer Sprachgemeinschaften. Jede Sprachvariante steht für eine eigene Sicht der Welt. Dies gilt für Ureinwohnersprachen auf Papua-Neuguinea genauso wie für die Weltsprache Englisch.

Tag der Muttersprache seit dem Jahr 2000

Hintergrund: Seit dem Jahr 2000 macht der internationale Tag der Muttersprache auf sprachliche und kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit aufmerksam. Die UNESCO hat einen Atlas der bedrohten Sprachen erstellt. Derzeit sind darin 2.473 Sprachen nach Name, Bedrohungsgrad und Region aufgelistet, darunter auch 231 Sprachen, die seit 1950 ausgestorben sind. In Deutschland sind aktuell die Regional- und Minderheitensprachen Nordfriesisch und Saterfriesisch ernsthaft gefährdet. Neun weitere Dialekte sind gefährdet, darunter das Ostfränkische oder das Alemannische.

UNESCO-Weltatlas der bedrohten Sprachen hier

Hintergrund zum Tag der Muttersprache http://www.unesco.de/welttag_muttersprache.html

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