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Klaus Brüheim  / pixelio.de

KfW finanziert Umwelthäuser in Mexiko

Das Sekretariat der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) hat ein von der Bank KfW mitfinanziertes Programm zur Förderung von nachhaltigem Wohnungsbau in Mexiko (EcoCasa) ausgezeichnet. Das Fördervolumen des EcoCasa-Programms beträgt rund 230 Millionen US-Dollar; der KfW-Anteil daran beträgt mit mehr als 128 Millionen US-Dollar über die Hälfte des Gesamtbudgets.

Das Programm läuft über sieben Jahre und soll in dieser Zeit ungefähr eine halbe Milliarde Dollar an privaten Investitionen für den Bau von mehr als 38.000 energieeffizienten Häusern und 600 Passivhäusern für untere Einkommen mobilisieren.

Klimaschutz-Aktivitäten von Schwellenländern

EcoCasa ist in eine sogenannte „Nationally Appropriate Mitigation Action“ (kurz: NAMA) der mexikanischen Regierung für nachhaltigen Wohnraum eingebettet, die mit Hilfe der deutschen technischen Zusammenarbeit entwickelt wurde. Bei NAMAs, die als Finanzierungsinstrument aus den UN-Klimaschutzverhandlungen hervorgegangen sind, handelt es sich um freiwillige Klimaschutzaktivitäten von Schwellen- und Entwicklungsländern, um Wirtschaftswachstum und Treibhausgasemissionen zu entkoppeln. Im Gegenzug erhalten die Länder dafür internationale Unterstützung. Das konkrete NAMA, auf der das EcoCasa-Progamm beruht, geht zurück auf einen Vorschlag der mexikanischen Regierung auf dem Klimagipfel in Durban 2011. Zum ersten Mal werden Klimamittel aus verschiedenen internationalen Fonds mobilisiert, um die Umsetzung eines NAMAs zu fördern.

Mexikos Ersparnis: Eine Million Tonnen Kohlendioxid pro Haus

„Das mexikanische EcoCasa-Programm spart nicht nur über eine Million Tonnen Kohlendioxyd über die gesamte Lebensdauer der Häuser, sondern verbessert gleichzeitig die Lebenssituation vieler Familien durch die neue Wohnqualität. Das ist ein wertvoller Beitrag, um Mexiko auf einen grünen Entwicklungspfad im Wohnungssektor zu lenken“, sagt ein Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Der Energieverbrauch von Mexiko als aufstrebendem Schwellenland steigt seit Langem kontinuierlich: Siebzehn Prozent davon entfallen auf die privaten Haushalte. Angetrieben durch hohes Bevölkerungswachstum – die mexikanische Bevölkerung nimmt im Durchschnitt um zwei Millionen Einwohner pro Jahr zu – und dem Wunsch nach höherer Wohnqualität durch eine wachsende Mittelklasse, wird die Nachfrage nach Wohnraum in den nächsten Jahren weiter stark zunehmen. Deshalb ist der energieeffiziente Wohnungsbau für die mexikanische Regierung ein wichtiger Hebel, um den Energieverbrauch zu begrenzen und das Klima zu schützen.

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