Immer mehr Unternehmen entsenden nach Europa

Viele internationale Unternehmen versetzen zunehmend Mitarbeiter nach Europa. Damit rückt der Kontinent nun auf den dritten Platz unter den Regionen mit dem größten Anstieg bei berufsbedingten Umzügen ins Ausland. Dies ist ein Ergebnis der Umfrage von Cartus über Trends bei der globalen Entwicklung der Versetzung von Mitarbeitern ins Ausland.

Europa besetzt weltweit zudem den dritten Platz unter den Standorten, die für zukünftige geschäftliche Ziele von Unternehmen am wichtigsten sind (wieder nach Nordamerika und China).

Doch obwohl Europa zunehmend wichtiger für den Erfolg internationaler Unternehmen ist, stellen Controlling-Kosten, regulatorische Probleme und anhaltende Probleme hinsichtlich des Wohnraums Herausforderungen dar, die sich auf die Versetzungs-Programme eines Unternehmens und seine übergreifenden Ziele auswirken können, so die Cartus-Studie.

Die zehn größten Herausforderungen bei der Entsendung nach Europa:

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1. Kontrolle der Kosten für die Versetzung von Mitarbeitern ins Ausland

2. Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien

3. Wohnraum

4. Versetzungs-Programm-Management

5. Schulische Ausbildung

6. Lohnbuchhaltung und Währungsprobleme

7. Sprachliche Probleme

8. Wirtschaftliche Unsicherheit

9. Interkulturelle Probleme

10. Gestaltung der Gesamtvergütung

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Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden zunehmend unterstützt

Die Umfrage stellte einen weiteren interessanten Trend bei multinationalen Unternehmen fest: Unternehmen bieten bei einer Entsendung ins Ausland Leistungen für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften an. Für internationale Versetzungen werden laut 78 Prozent der Umfrageteilnehmer Leistungen für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften angeboten, wenn erfolgreich Visa für das Zielland beantragt werden können. Nur 15 Prozent der Teilnehmer erklärten, dass aktuell noch keine Leistungen für gleichgeschlechtliche Lebenspartner angeboten würden, und neun Prozent erklärten, die Leistungen würden nur in Ausnahmefällen bewilligt.

Hintergrund: Die Umfrage, bei der der Schwerpunkt auf den geografischen Herausforderungen in Europa (einschließlich Westrussland) und zehn weiteren Regionen der Welt lag, wurde von 157 Zuständigen für internationale Versetzungen von Mitarbeitern beantwortet. Diese sollten regionale Herausforderungen bewerten und die für jede Region spezifischen Probleme – nach Schweregrad – auflisten. Laut der Umfrage wirken sich viele der Probleme nicht nur auf die Zuständigen für die Versetzung von Mitarbeitern eines Unternehmens, sondern auch auf den Alltag und beruflichen Erfolg der Mitarbeiter aus, die berufsbedingt ins Ausland ziehen.

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