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Simnel Cake
© James Petts via Flickr

Osterfest international: So unterschiedlich isst die Welt

Wie alle weltweiten Feiertage hat auch das Osterfest ganz unterschiedliche Gesichter. Je nach Land gibt es nicht nur ganz unterschiedliche Bräuche. Auch, was an Ostern auf dem Teller landet, hängt davon ab, wo man feiert. Wir haben fünf verschiedene Speisen aus aller Welt aufgelistet.

Simnel-Kuchen

Beim Simnel-Kuchen handelt es sich um einen leichten Obstkuchen, der in Großbritannien eine lange Tradition hat. Zwei Schichten des Kuchens bestehen aus Marzipan, und auf der Oberseite verzieren elf oder zwölf Marzipankugeln den Kuchen. Die Dekoration unterstreichen die christliche Bedeutung des Osterfests zeigen, denn sie stellen die Jünger Jesu dar.

Seit dem Mittelalter sind Simnel-Torten bekannt. Die gebräuchliche Zubereitungsweise, zunächst zu kochen und dann zu backen, wurde regelrecht zum Mythos: Demnach soll sich ein Pärchen gestritten haben, wie man das Simnel herstellen sollte. Nach langem Streit sollen sich die beiden geeinigt haben, einfach beide Herstellungsmethoden anzuwenden.

Simnel Cake zum Osterfest

© James Petts via Flickr

Tsoureki

Dieses geflochtene, süße und mit Eiern angereicherte Brot landet etwa in Ungarn oder in der Tschechischen Republik auf dem Teller. Geschmacklich und von der Textur her ähnelt es Brioche, Panettone und Challah-Brot: weich und flaumig, aber leicht kaubar.

Es gibt verschiedene Variationen der (ursprünglich griechischen) Tsoureki-Feiertagsbrote. Zum Osterfest wird der Teig geflochten und es werden gefärbte Eier ins Brot gelegt. Zu Weihnachten gibt es eine runde Variante mit Kreuzverzierung. Es gibt auch eine Version mit eingebackener Münze, die zum christlich-orthodoxen Basiliustag Glück bringen soll.

Tsoureki zum Osterfest

© Emily via Flickr

Kulich (oder Paska)

Der Kulich steht erst ab Ostersonntag auf dem Speiseplan, und dann nur bis Pfingsten. Durch die zylindrische Backform geht der Kulich optisch auffällig in die Höhe. Außerdem wird er mit bunten Streuseln oder Blumen serviert. Traditionsgemäß segnet ein Priester den Kuchen vor dem Verzehr.

Die Paska-Brottradition verbreitete sich in Kulturen, die mit dem Byzantinischen Reich verbunden waren, und ist christlich-orthodoxe Tradition. Dementsprechend ist der Kulich verbreitet etwa in Russland, Belarus, der Ukraine, Rumänien, Georgien, Moldawien, Nordmakedonien und Serbienbekannt.

Kulich zum Osterfest

© Pxhere

Fanesca

Diese ecuadorianische Reissuppe besteht aus Kürbis, Feigenblatt-Kürbis und verschiedenen Bohnen und Körnern. Die Zubereitung variiert von Familie zu Familie. Allerdings werden in der Regel hart gekochte Eier und gebratene Kochbananen eingearbeitet.

Fanesca zum Osterfest

© Marioaer – Wikimedia Commons

Ma’amoul

Dieses altorientalische Grieß-Mürbegebäck ist mit Pistazien, Mandeln oder Walnüssen, Datteln und Feigen gefüllt und mit geometrischen Mustern geformt oder gestempelt. Die Speise ist in der gesamten arabischen Welt, insbesondere auf der arabischen Halbinsel, beliebt. Die Speise schmeckt nicht ausschließlich zum (christlichen) Osterfest: Ma’amoul werden in der Regel einige Tage vor Weihnachten, Ostern oder dem Eid al-Fitr im Anschluss an den Ramadan zubereitet und gelagert.

Sie sind auch bei syrischen, libanesischen und ägyptischen jüdischen Gemeinden beliebt, wo man Ma’amoul mit Nussfüllung zu Purim und Ma’amoul mit Dattelfüllung zu Rosch Haschana und Chanukka isst.

Ma'amoul

© Hisham Assaad via Flickr