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Entsendung in Risikoregionen: Deutsche Unternehmen mit Mängeln bei der Vorbereitung

Bei Auslandsentsendungen nehmen deutsche Unternehmen ihre Fürsorgepflicht eher im Hinblick auf die Erstellung von Verfahren und Richtlinien wahr als in Bezug auf die Vorbereitung von Auslandsentsendungen oder den Schutz von Mitarbeitern. Dies hat eine Umfrage von International SOS (ISOS) ergeben.

Bei der Hälfte der Befragten handelt es sich um Führungskräfte, wobei fast drei Viertel davon männlich sind. Sie schätzen die Brics-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) als Gebiete mit hohem Risiko ein, dennoch geben 88 Prozent der deutschen Firmen an, regelmäßig Geschäftsreisende in diese risikobehafteten Gebiete zu entsenden. Die größten Gefahren gehen dabei ihrer Ansicht nach von medizinischen Notfällen und Verkehrsunfällen aus. Dabei bestehen bezüglich der Risikowahrnehmung Unterschiede zu den befragten Unternehmen aus anderen Ländern.

Grundsätzlich legen deutsche Firmen bei Mitarbeitertransfers größeren Wert auf die theoretischen Aspekte Risikobewertung, Abläufe, globale Mobilität, Kommunikation, Beratung, Kontrolle und Analyse als Unternehmen in anderen Ländern. Geht es jedoch um die praxisnahen Indikatoren Strategie, Versicherung, Tracking und Kommunikation, Ausbildung, Schulung und Abläufe schnitten deutsche Unternehmen schlechter ab als der weltweite Durchschnitt.

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