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Jobzugang in Deutschland für qualifizierte Ausländer wird leichter

Hoch qualifizierte Ausländer sollen künftig leichter eine Stelle in Deutschland antreten können. Laut Welt Online haben sich die Fraktionen von Union und FDP darauf verständigt, dass künftig zuziehen darf, wer im neuen Job mehr als 44.800 Euro jährlich verdient. Bislang galt eine Schwelle von 66.000 Euro. Für Berufe mit vielen offenen Stellen – dazu zählen vor allem Ingenieurberufe – soll die Verdienstschwelle bei rund 34.900 Euro liegen.

Allerdings erhalten die Besitzer dieser neuen so genannten „Blue Card“ erst nach drei Jahren eine Niederlassungserlaubnis, also einen unbefristeten Aufenthaltstitel, soweit der Arbeitsvertrag fortbesteht. Wer gute Deutschkenntnisse nachweisen kann, bekommt die Niederlassungserlaubnis bereits nach zwei Jahren.

Neu: Visum zur Jobsuche

Erstmalig soll es auch ein Visum eigens zur Arbeitsplatzsuche geben. Nicht-EU-Ausländer sollen dann für bis zu sechs Monate zur Jobsuche einreisen können. Voraussetzung seien ein Hochschulabschluss und eine eigenständige Lebensunterhaltssicherung.

Als weiteres Signal an qualifizierte Zuwanderer versteht die Bundesregierung ein Gesetz, das Ausländern garantiert, dass ihre Bildungs- und Berufsqualifikationen innerhalb von drei Monaten anerkannt werden. Am 1. April ist es in Kraft getreten.

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