Mount Washington Cog Railway, Mount Washington State Park
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The Cog: steilste Bahnstrecke Nordamerikas feiert Geburtstag

Die erste Bergbahn der Welt wurde 150 Jahre alt. Der Baubeginn der „Cog“ gestaltete sich damals schwierig. Vor etwas mehr als eineinhalb Jahrhunderten wandte sich der Eisenbahningenieur Sylvester Marsh im US-Bundesstaat New Hampshire an die politischen Entscheidungsträger, um die Erlaubnis zum Bau seines Traums zu erhalten. Er wollte mit einer Dampfmaschine auf den Gipfel des Mount Washington fahren. Zuerst wurde er für seine Idee belächelt. Einige Kritiker spotteten sogar, man könne genauso gut eine Eisenbahn zum Mond bauen. Doch als er 5.000 Dollar seines eigenen Geldes investierte und darüber hinaus noch mehr sammelte, wurde seine Bitte bewilligt. So entwarf und baute Marsh 1869 in Neuengland eine Zahnradbahn, die zur ersten Bergbahn der Welt und zur steilsten Bahnstrecke Nordamerikas werden sollte.

Fakten zur Mount Washington Cog Railway

Wie sich gezeigt hat, war Marshs Plan alles andere als ein Misserfolg. Denn 2018 feierte die Mount Washington Cog Railway, bekannt als „The Cog“, ihr 150-jähriges Bestehen. In dieser Zeit brachte sie mehrmals täglich Touristen aus aller Welt auf den mit über 1.900 Höhenmetern höchsten Berg im Nordosten der USA, um atemberaubende Fernsichten zu genießen. Mit einer durchschnittlichen Steigung von über 25 Prozent und einer Maximalsteigung von 37,41 Prozent ist die Cog bis heute die zweitsteilste Zahnradbahn der Welt. Die Bahnstrecke erstreckt sich über eine Länge von rund 5 km: Sie beginnt auf einer Höhe von etwa 820 Metern über dem Meeresspiegel und endet kurz vor dem Gipfel des Berges auf 1.916 Metern.

Rund eine Stunde benötigt die Cog, um den Gipfel des Mount Washington zu erklimmen. Auf dem Weg nach oben fährt sie durch weitläufige Berglandschaften. Die Passagiere sehen Wälder und Felsen und überqueren dabei die Baumgrenze. Für besonderen Nervenkitzel sorgt die „Jacob’s Ladder“. Diese S-Kurve macht den steilsten Teil der Bahn aus. Die spektakulären Panoramaausblicke auf der unvergesslichen Fahrt umfassen die Berge und Täler von New Hampshire und Maine. Und im Norden erstreckt sich der Blick bis nach Kanada, im Osten bis hin zum Atlantischen Ozean.

Winterbedingungen wie auf dem Mount Everest und der Polarregionen

Auf dem Gipfel legen die Passagiere eine einstündige Pause ein. Bei schönem Wetter kann man die spektakulärsten Aussichten in den White Mountains genießen. Eine Erkundungstour in den umliegenden Mount Washington State Park ist ebenso möglich. Innerhalb des Parks befindet sich auch das Sherman Adams Visitor Center mit einer der am häufigsten besprochenen Wetterstationen der Welt und dem Extreme Mount Washington Museum.

Dank unvorstellbarer Schneestürme, orkanartiger Winde und Temperaturen bis unter minus 30 Grad konkurrieren die Winterbedingungen auf dem Mount Washington mit denen des Mount Everest und der Polarregionen. Das macht den Berg gewissermaßen zu einem Außenposten der Arktis. Das Museum vermittelt auch in den Sommermonaten einen realistischen Eindruck von der Kraft und Härte des Winters – mittels hochmoderner und interaktiver Exponate.

Steil bergab geht es schließlich wieder zurück zur Marshfield Base Station am Fuße des Berges. Dort befindet sich das kostenlose und interaktive Zahnradbahnmuseum. Hier werfen Besucher einen Blick hinter die Kulissen der Cog. Kleine und große Lokführer können die Cog dort mittels eines Zugsimulators selbst „fahren“. Außerdem wird der mit einem Emmy ausgezeichnete Dokumentarfilm „Climbing to the Clouds“ gezeigt. Der Film erzählt die spannende Geschichte der weltweit ersten Bergbahn mit Zahnradantrieb.

Obwohl es im Laufe der Zeit natürlich auch Neuerungen bei der Mount Washington Cog Railway gab (einige der Züge fahren jetzt beispielsweise mit Biodiesel): Das Gefühl, die Panoramaaussicht und das Erlebnis bleiben genauso atemberaubend und einzigartig, wie Sylvester Marsh es sich vor eineinhalb Jahrhunderten vorgestellt hat.

Mehr Informationen zur Mount Washington Cog Railway findet man auf www.thecog.com.

Quelle: openPR