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Bargeld, Kreditkarte, Girokarte: Welche Zahlungsmittel eignen sich auf Reisen?

Zur Urlaubsplanung gehört auch immer die Frage, wieviel Geld man mitnehmen soll. Was kann im Ausland mit Giro- oder Kreditkarte bezahlt werden? Wieviel Bargeld und welche Währungen benötigt man?

Grundsätzlich ist bei der Reisekasse die richtige Mischung wichtig, rät die Hamburger Sparkasse. Nur eine Kombination mehrerer Reisezahlungsmittel bietet die Sicherheit, rund um die Uhr bezahlen oder sich Bargeld beschaffen zu können.

Bei Hamburgern ist der US-Dollar beliebt

Hamburger, so zeigt die folgende Grafik, decken sich vor ihrem Urlaub hauptsächlich mit US-Dollar ein, gefolgt von Britischen Pfund und der Dänischen Krone. Das lässt jedoch nicht darauf schließen, dass die Hanseaten vermehrt Urlaub in den USA machen. Denn in vielen touristischen Reisezielen ist der US-Dollar eine beliebte Währung, mit der man teilweise besser ausgestattet ist als mit der jeweils schwächeren Landeswährung. So kann man in Ägypten, Südafrika oder in Touristenzentren von Kambodscha den US-Dollar sehr gut als Tauschwährung nutzen oder zum Bezahlen vor Ort.

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Der richtige Reisegeld-Mix

Welche Zahlungsmittel auf Reisen im Ausland geeignet sind, dazu hat die Verbraucherzentrale eine Übersicht zusammengestellt:

Bargeld

Bargeld ist unkompliziert und wird nahezu überall akzeptiert. Wie viel Bargeld mitgenommen werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie von der Dauer des Aufenthalts, der Möglichkeit vor Ort mit Karten zu bezahlen und dem Risiko von Diebstählen. Für Reisen außerhalb der Eurozone sollte zumindest ein kleiner Geldbetrag bereits in der Fremdwährung verfügbar sein. So können problemlos die Taxifahrt zum Hotel, ein Trinkgeld oder die erste Versorgung mit Lebensmitteln und Getränken bezahlt werden.

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, nie den gesamten Bargeldvorrat zu verbrauchen. Auch sollte nie das gesamte Bargeld am Körper getragen werden. Besser ist es, ihn an einem sicheren Ort wie zum Beispiel dem Hotelsafe zu deponieren.

Girokarte

Die Girokarte ist grundsätzlich auch für den Einsatz im Ausland (Geldabheben und Bezahlen) geeignet. Die beiden bekanntesten Systeme dafür sind Maestro (von Mastercard) und V Pay (von Visa). Daneben existieren auch weitere Anbieter, etwa EUFISERV als Angebot der europäischen Sparkassen. Verbraucher erkennen anhand der Logos auf der Karte, welches System die eigene Karte unterstützt.

Vor Reiseantritt sollten sich Urlauber bei ihrer Bank erkundigen, wo die Karte akzeptiert wird und was der Karteneinsatz im Ausland kostet. Wichtig: Oft informieren die Institute nur über ihre eigenen Entgelte. Daneben können aber auch die Banken oder Händler vor Ort ein Entgelt verlangen -etwa für die Nutzung des Geldautomaten vor Ort.

Abheben am Geldautomaten

Urlauber sollten im Ausland bevorzugt Geldautomaten innerhalb von Bankgebäuden während der Öffnungszeiten nutzen, damit sie gegebenenfalls einen Ansprechpartner haben. Automaten, die im Freien stehen, bieten oftmals keinen ausreichenden Sichtschutz und sind anfälliger für Manipulationen raten Experten von kartensicherheit.de. Im Falle eines Diebstahls oder Verlusts, muss die Girokarte sofort unter +49 116 116 gesperrt werden. Das gilt auch, wenn die Karte nicht mehr aus dem Geldautomaten entnommen werden kann.

Vorsicht beim „garantierten Wechselkurs“

Wenn der Geldautomat anbietet, die Landeswährung zum „garantierten Wechselkurs“ in Euro um- und abzurechnen, sollte man dies ablehnen. Häufig wird dann nochmals nachgefragt. Dadurch sollte man sich jedoch nicht verunsichern lassen. Die Wahl der Landeswährung ist immer günstiger.

Kreditkarten

Mit Kreditkarten kann man auch im Ausland am Automaten Geld abheben und außerdem in zahlreichen Geschäften und Restaurants bezahlen. Die Währung des Landes, in dem man sich befindet, spielt dabei in der Regel keine Rolle. Allerdings bergen Kreditkarten die gleichen Sicherheitsprobleme wie Bankkarten. Auch hier kann es unter Umständen schwerfallen, den Überblick über alle Kontobewegungen zu halten – gerade bei längeren Auslandsaufenthalten.

In jedem Fall sollten Urlauber sich vorab erkundigen, welche Gebühren beim Geldabheben und Bezahlen auf sie zukommen.

Für den Notfall: Geldtransfer ins Ausland

Für einen längeren Auslandsurlaub ist es hilfreich zu klären, wie Verwandte oder Bekannte im Notfall Geld ins Ausland schicken können. Das schnellste Mittel dafür sind so genannte Blitzüberweisungen, die von Geldtransfer-Diensten wie Western Union oder Moneygram angeboten werden. Um mit diesen Diensten Geld zu versenden oder zu empfangen, ist kein Bankkonto erforderlich, sondern nur ein gültiger Ausweis und verschiedene persönliche Daten des Senders oder Empfängers. Das Geld kann in der Regel schon wenige Minuten nach dem Transfer bei Agenturen der Zahlungsdienstleister im Empfängerland abgeholt werden. Der Nachteil: Dieser Service kann unter Umständen sehr teuer werden.