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Reisecheckliste für den Urlaub: Woran Sie denken sollten

Wer allein oder mit der Familie Urlaub im Ausland macht, sollte nicht ohne Vorbereitungen starten. Ganz gleich, wo es hingeht, es lohnt sich in vielerlei Hinsicht, sich darüber zu informieren, was einen am Reiseziel erwartet. So sollten sich Urlauber möglichst vorab über die Sicherheitsinformationen des Landes vertraut machen, sich über landestypische Sitten und Gebräuche informieren und sich auch in Sachen Gesundheit informieren. Vor allem, wenn die Reise außerhalb nach Europa geht, empfiehlt es sich, zu klären, welche Impfungen ratsam sind. Informationen dazu liefern unter anderem das Auswärtigen Amt (die medizinischen Hinweise befinden sich in der Rubrik Länderinformationen) oder das Deutsche Tropeninstitut sowie das Robert-Koch-Institut.

Was in die Reiseapotheke gehört

Was auf Reisen keineswegs fehlen darf, ist eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Diese sollte unter anderem Medikamente gegen Magen-Darm-Erkrankungen, Mittel bei Erkältungen und Verbandsmaterial enthalten. Weil insbesondere Anstrengungen, Hitze und zu viel Sonne das Kopfschmerzrisiko erhöhen, sollten Schmerzmittel stets dabei sein. Die folgende Grafik zeigt, welche Medikamente im Urlaub stets mitgeführt werden sollten. Aber Achtung: Wenn Sie auf spezielle Medikamente angewiesen sind, informieren Sie sich vorher über mögliche Einfuhrbeschränkungen und denken Sie daran, dass unterschiedliche Zeitzonen Ihren Einnahmerhythmus durcheinander bringen können.

Reisecheckliste

Foto: Bayer HealthCare Deutschland (Aspirin®).

Über wichtige Gesetze des Alltags informieren

Unterschätzt, aber nicht minder wichtig ist es, sich über rechtliche Rahmenbedingungen am Urlaubsziel zu informieren. Wer gegen Regeln des alltäglichen Miteinanders verstößt, dem drohen teils drakonische Strafen.

Selbst scheinbar harmlose Situationen können zur Falle werden, wie beispielsweise ein Urlaubsflirt. So steht etwa in Laos insbesondere die intime Beziehung zwischen Ausländern und Laoten unter Haft- oder Geldstrafe bis zu 5.000 US-Dollar. Und unabhängig davon, ob man verheiratet ist oder nicht: In Dubai und auch in der Türkei werden Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit mit Sanktionen belegt, die bis zu Freiheitsentzug gehen können. Deshalb sollten Paare Küsse und Streicheleinheiten in der Öffentlichkeit vermeiden.

Selbst im aufgeklärten Europa drohen Haftstrafen oder Bußgelder, wenn es zu intim wird. So sind etwa in Spanien Geldstrafen von bis zu 75.000 Euro möglich, wenn man in flagranti in romantischer Position am Strand erwischt wird. Dänemark bestraft allzu freizügige Pärchen sogar mit bis zu vier Jahren Gefängnis, Rumänien mit bis zu sieben Jahren. Nahtlose Bräune durch Oben-ohne-Sonnen, kann unter anderem in Thailand, Zypern, Brasilien und den USA zu Schwierigkeiten führen. In diesen Ländern machen sich auch Freunde der Freikörperkultur strafbar.

Alle für die Reise relevanten Dokumente prüfen

Neben dem Einholen dieser wichtigen Informationen sollten Reisende vor dem Urlaub auch Formalien klären. Dazu gehört etwa, zu prüfen ob Ausweis und Reisepass noch gültig sind (mindestens sechs Monate vor dem Ende der geplanten Reise). Was viele vergessen: Seit 2012 gibt es sowohl für Kinder als auch für Babys eine Reisepasspflicht – und zwar auch für Reisen in Europa. Ebenfalls überprüfen sollten Urlauber, ob alle Flugtickets korrekt ausgestellt sind (eine vom Ausweis abweichende falsche Schreibweise des Namens kann dazu führen, dass das Ticket für ungültig erklärt wird), ob alle Hotel-Vouchers vorhanden sind, die EC- und Kreditkarten noch gültig sind und die Auslandsreisekrankenversicherung ausreichend Schutz im Aufenthaltsland hat.

Es empfiehlt sich zudem, von allen wichtigen Dokumenten wie zum Beispiel Reisepass, Impfausweis und Versicherungsbestätigung Kopien anzufertigen. Einen Kopiersatz sollte man dabei Angehörigen im Heimatland an die Hand geben, damit die Daten bei Verlust der Originale noch verfügbar sind.

Günstigen Stellplatz fürs Auto finden

Damit es nach dem hoffentlich erholsamen Urlaub kein böses Erwachen in finanziellen Fragen gibt, sollten sich vor allem Urlauber, die mit dem Auto zum Flughafen fahren, vorab informieren, wo sie ihr Fahrzeug am sichersten und kostengünstigsten unterstellen können. Grundsätzlich gilt: Wer seinen fahrbaren Untersatz direkt am Flughafen abstellen will, zahlt umso mehr, je dichter es am Check-In steht.

Die Zeitschrift AUTO BILD hat erst kürzlich ermittelt, dass es zwischen 220 und 462 Euro kostet, wenn man das Auto für 14 Tage an den Airports in Düsseldorf, Köln/Bonn, München, Frankfurt oder Stuttgart abstellt. Die meisten großen Flughäfen bieten zusätzlich Urlauberparkplätze an. Diese befinden sich aber weit vom Terminal entfernt und sind oft nicht überdacht. Zudem sind sie häufig Ziel von Autodieben. Alternativ bietet es sich an, das Fahrzeug in Parkhäusern in der Nähe des Flughafens abzustellen und einen Transfer zum Flughafen in Anspruch zu nehmen. Spezialisierte Portale bieten dafür einen Parkplatzvergleich an und ermitteln, welcher Unterstand der aktuell günstigste in Flughafennähe ist. Nach Aussagen der Portalbetreiber können die Ersparnisse mitunter enorm sein.

Der Autor:

Nils Ravenhorst ist freier Redakteur uns schreibt regelmäßig Beiträge zum Thema Leben und Arbeiten im Ausland.