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Die besten Länder für Expat-Familien

Österreich ist das beliebteste Land, für Familien, die (temporär) auswandern. Das ist ein Ergebnis des Family Life Index 2015 aus einer Studie von InterNations. Bei den befragten Expatriates landen Finnland und Schweden mit einem breiten Angebot und niedrigen Kosten für Kinderbetreuung und Schulbildung auf Platz zwei und drei. Israel und Neuseeland auf dem vierten, beziehungsweise fünften Platz, verdanken ihr gutes Abschneiden vor allem der allgemeinen Zufriedenheit unter den Teilnehmern mit dem Familienleben im Ausland (siehe auch Tabelle am Ende des Artikels).

Schulen und Kinderbetreuungsmöglichkeiten wichtiges Kriterium

Österreich konnte sich gegenüber dem Family Life Index 2014 weiter verbessern und rückte von Platz vier auf den ersten Rang vor. Diese Platzierung ist unter anderem den herausragenden Bewertungen für die Verfügbarkeit von Schulplätzen und Kinderbetreuungsmöglichkeiten zu verdanken. Die befragten Eltern sind auch mit der Qualität der schulischen Bildung sowie den erschwinglichen Kosten für Kinderbetreuung und Schulwesen äußerst zufrieden: 92 beziehungsweise 82 Prozent der Studienteilnehmer in Österreich vergaben für diese Faktoren gute Noten. Auch Gesundheit und Sicherheit der Kinder, Freizeitgestaltung und das familiäre Zusammenleben im Allgemeinen schnitten in Österreich sehr gut ab: Mindestens 95 Prozent äußerten sich diesbezüglich positiv. Was das Wohlergehen des Nachwuchses betrifft, zeigt sich Österreich als leuchtendes Beispiel: Alle teilnehmenden Expatriates mit Kindern bewerteten ihre neue Heimat durchweg positiv.

Expat-Familien_Ziellaender

Finnland steht in Bezug auf die Qualität des Bildungswesens weltweit ganz vorn. Dieser Spitzenplatz sichert dem Land den zweiten Rang in der Gesamtwertung: 92 Prozent der Expat-Eltern in Finnland beurteilten den entsprechenden Faktor positiv. Das benachbarte Schweden folgt auf dem dritten Platz weltweit. Was die Kosten der Betreuungsmöglichkeiten und des Bildungswesens angeht, erringt es im globalen Vergleich sogar den ersten Platz und ist bei der Verfügbarkeit des Bildungs- und Betreuungsangebots immerhin Nummer zwei. Jedoch rutschte Schweden im Vergleich zu 2014 bei der Qualität der Schulbildung von Platz 14 auf Platz 21 ab und musste auch in der Kategorie Familienleben im Allgemeinen erhebliche Einbußen hinnehmen (Platz drei auf Platz zehn). Israel und Neuseeland, beide unter den fünf besten Zielländern für Familien weltweit, erzielen ähnlich gute Ergebnisse für die generelle Zufriedenheit mit dem Familienleben und dem Angebot von Kinderbetreuung und Schulen. Die Bewertungen für die jeweiligen Kosten sowie für die Qualität des Bildungswesens können jedoch nicht an diese Resultate heranreichen.

Saudi-Arabien schneidet am schlechtesten ab

Saudi-Arabien gilt als schlechteste Gastland für Familien weltweit: 16 Prozent der ausländischen Eltern in Saudi-Arabien machen sich Sorgen um das Wohlergehen ihrer Kinder, und zwei Prozent sind damit sogar äußerst unzufrieden. Unter den fünf Zielländern mit den schlechtesten Bewertungen im Family Life Index 2015 finden sich außerdem Brasilien, die Türkei, Katar und Oman.

In Bezug auf Kinderbetreuung und Schulbildung müssen Expats mit Kindern üblicherweise Kompromisse eingehen: Zum Beispiel schneidet das Angebot von Schulen und Betreuungseinrichtungen in Dänemark auf Platz neun weltweit sehr gut ab, und hinsichtlich der erschwinglichen Kosten schafft es Dänemark sogar unter die Top Five. Bei der Qualität der Schulbildung landet das Land jedoch nur auf Platz 35 von 41, gefolgt von Thailand, Oman und der Türkei.

Die Schweiz hingegen ist unter den fünf Zielländern mit den besten Bewertungen für die Qualität des Bildungswesens — aber hinsichtlich der Kosten für Kinderbetreuung und Schulbildung wie auch des verfügbaren Angebots rutscht sie auf Platz 35 beziehungsweise 36 ab. Zwei Drittel der Expat-Eltern sind mit den verfügbaren Betreuungsangeboten in der Schweiz nicht zufrieden — 23 Prozent sind sogar sehr unzufrieden. Zudem vergeben nur sieben Prozent gute Noten für die Kosten von Kinderbetreuung in der Schweiz. Im weltweiten Durchschnitt beurteilen hingegen 42 Prozent der Eltern diesen Faktor positiv.

Internationale versus öffentliche Schulen

Expat-Eltern rund um die Welt haben ganz unterschiedliche Präferenzen, was das Bildungsangebot für ihren Nachwuchs betrifft. Internationale Schulen sind im globalen Vergleich die beliebteste Option: 34 Prozent aller Eltern, die mit ihren Kindern im Ausland leben, entscheiden sich dafür. Dies trifft insbesondere auf Zielländer zu, in denen die Sprachbarriere ein großes Hindernis darstellen könnte, zum Beispiel in Uganda (66 Prozent), Kenia (65 Prozent), Saudi-Arabien (65 Prozent) und China (64 Prozent). In vielen englischsprachigen Ländern schicken jedoch weniger als 10 Prozent der Befragten ihre Kinder auf internationale Schulen. Im Allgemeinen entscheiden sich 30 Prozent der Eltern für eine öffentliche Schule im Gastland, während weitere 20 Prozent eine Privatschule bevorzugen. Einige Eltern votieren auch für sogenannte Auslandsschulen, wie eine deutsche Schule oder ein „Lycée Français“. Hausunterricht ist hingegen selten: nur vier Prozent aller Expats mit Kindern entscheiden sich hierfür.

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Über den Family Life Index 2015

Der Family Life Index vergleicht ausländische Zielländer für Familien nach Bewertungen in den folgenden Kategorien: verfügbares Angebot von Kinderbetreuung und Schulen, Kosten für Betreuungsangebot und Schulbesuch, Qualität des Bildungswesens, Gesamtzufriedenheit der Familie sowie Betreuungsoptionen und Bildungswesen im Allgemeinen. Dieses Jahr wurde der Index zudem um eine Frage zur Freizeitgestaltung für Kinder ergänzt. Insgesamt sind 41 Zielländer im Family Life Index vertreten. Um in das Ranking aufgenommen zu werden, waren für jedes Land mindestens 31 Teilnehmer nötig, die mit ihren Kindern dort leben. Die Befragten bewerteten die genannten Faktoren auf einer Skala von eins bis sieben.

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Family Life Index 2015

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