Zürich, Luanda, Hongkong: Dort ist es am teuersten

Zum bereits dritten Mal in Folge ist die angolanische Hauptstadt Luanda die weltweit teuerste Stadt für Auslandsentsendungen. Insbesondere die Kosten für importierte Waren sowie sicheren und angemessenen Wohnraum sind in der ansonsten eher günstigen Stadt enorm. Auf Platz zwei und drei folgen Hongkong und Zürich. Dies sind Ergebnisse der alljährlich vom internationalen Beratungsunternehmen Mercer durchgeführten weltweiten Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebenshaltungskosten für ins Ausland entsandte Mitarbeiter in 207 Großstädten.

Die gerade in letzter Zeit aufgetretenen Währungsschwankungen infolge ökonomischer und politischer Unruhen, instabile Immobilienmärkte und Inflation auf Waren und Dienstleistungen verteuern Auslandsentsendungen zunehmend. Unternehmen benötigen deshalb verlässliche und genaue Daten zu den damit verbundenen Kosten.

Luanda erneut auf Platz 1

Mit Zürich (3), Genf (5) und Bern (9) zählen gleich drei Schweizer Städte zu den teuersten Zehn. Komplettiert werden die Top-Ten von Hongkong (2), Singapur (4), Shanghai (6), Peking (7), Seoul (8) und N’Djamena (10).

Die weltweit günstigste Stadt im Ranking ist Bischkek in Kirgisistan.

Schwacher Euro führt zum Abstieg im Ranking

Bei westeuropäischen Städten zeigt sich infolge von Währungsverlusten gegenüber dem US-Dollar tendenziell ein Abstieg im Ranking. München (87) ist um 32 Plätze gefallen, Frankfurt (98) um 39 und Berlin (106) um 38 Plätze. Düsseldorf rutscht von 73 auf 114, Hamburg von 76 auf 124. Es folgen Stuttgart (139) und Nürnberg (169), die damit um 48 bzw. 40 Plätze fallen. Die günstigste deutsche Stadt Leipzig rutscht von Rang 141 auf 172.

Der Wahrungseffekt zeigt sich allerding auch in anderen Ländern. So sind beispielsweise Moskau (50) und St. Petersburg (152) um 41 beziehungsweise 117 Plätze aufgrund des starken Wertverlustes des Rubels gefallen. Hinzu kommt, dass aktuell die Ölpreise einen Tiefstand erreicht haben.

Die alljährlich durchgeführte Studie hat 2015 die Preise für über 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter zum Beispiel Kosten für die Unterkunft, öffentliche Verkehrsmittel sowie Haushaltswaren, Lebensmittel, Kleidung und Freizeitangebote in 207 Städten auf  fünf Kontinenten miteinander verglichen. Gerade für multinationale Unternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt bieten die Studienergebnisse eine gute Grundlage für die Festlegung der Vergütungszulagen zum Ausgleich von Lebenshaltungskosten für entsandte Mitarbeiter.

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