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Österreich: Jugendliche stellen Suchtrekord auf

Die österreichischen Jugendlichen liegen beim Konsum von Drogen und Suchtmitteln im europäischen Spitzenfeld – und das wirkt sich negativ auf die Lernleistung aus. Wie gefährlich Schüler diverse Substanzen einschätzen und welche Auswirkungen sie haben, hat das Nachhilfeinstitut LernQuadrat http://lernquadrat.at in einer Studie zusammengefasst. Diese wurde unter dem Titel „Lernen auf Droge – Wie der Konsum von Suchtmitteln die Lernleistung beeinflusst“ am 7. Mai in Wien präsentiert.

„Österreich liegt an dritter Stelle hinter Italien und der Türkei, was die Anzahl der Todesfälle durch Drogen bei Jugendlichen betrifft“, berichtet Studienautor Jan Höltge. Auf EU-Ebene sind die österreichischen Jugendlichen auch die Spitzenreiter beim Konsum von Energy-Drinks. „50 bis 60 Prozent haben auch schon einmal Suchtmittel wie Alkohol und Zigaretten probiert oder konsumieren diese regelmäßig“, fügt LernQuadrat-Geschäftsführer Konrad Zimmermann hinzu.

Bewusstsein für negative Folgen

„Die positive Nachricht ist, dass vielen der befragten Schülern bewusst ist, dass diese Substanzen schädlich sind und ihnen nicht beim Lernen helfen können“, so Zimmermann. Fast die Hälfte gibt an, dass kein Suchtmittel die Lernleistung steigert. Rund ein Viertel kann sich aber vorstellen, zu Hilfsmitteln zu greifen, um besser zu lernen. „Schlechte Schüler sind da anfälliger, aber auch sehr gute, weil Letztere Meinungsführer in der Klasse sind.“ Mit 15 bis 16 Jahren sind Jugendliche besonders gefährdet, zu Suchtmitteln zu greifen.

„Es gibt einen starken Zusammenhang zwischen Schulleistung und Drogenkonsum“, berichtet Höltge. Das geht in beide Richtungen – schlechte Schüler nutzen eher Drogen und Drogenkonsum verschlechtert die Lernleistung. „Es ist ein Teufelskreis“, so Höltge. Aufzuklären, was die Suchtmittel mit dem Körper anstellen, wäre dabei wichtig. „Die Bildungsinstitutionen haben da eine große Verantwortung – viele Schüler wissen davon noch zu wenig“, ist Zimmermann überzeugt.

Junges Hirn ist sehr verletzlich

„Gerade in der Phase, in der sich das Gehirn entwickelt, kann der Einfluss von Suchtmitteln verheerend sein. Nikotin schadet der Konzentrationsfähigkeit, Alkohol dem Gedächtnis, vor allem dem verbalen. Durch Koffein verschlechtert sich der Schlaf und damit auch die Festigung der Gedächtnisinhalte, während Cannabis besonders Planungsfähigkeit und logisches Denkvermögen beeinträchtigt“, beschreibt Höltge die Konsequenzen von leicht zugänglichen Suchtmitteln.

Für die positive Stimmung, die durch Suchtmittel hervorgerufen wird, müssen Alternativen geschaffen werden. „Hobbys sind da sehr sinnvoll, man kann schnell Positives aus einer anderen Quelle ziehen. Und auch Schüler, die an Nachhilfe teilgenommen haben, nehmen weniger Drogen“, so Höltge. Denn Erfolg in der Schule könne das Selbstbewusstsein steigern und damit die Attraktivität von Suchtmitteln einschränken. „Man muss die Kinder motivieren und Erfolgserlebnisse fördern“, stimmt Zimmermann zu.

Quelle: pressetext.com

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