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Die wichtigsten Verkehrsregeln der beliebtesten Urlaubsländer

In punkto Autofahren gelten im europäischen Ausland oft härtere Verkehrsregeln als in Deutschland. Wer beispielsweise in Skandinavien das Tempolimit um 20 oder 30 km/h überschreitet wird mit 270 Euro (Schweden) und 465 Euro (Norwegen) zur Kasse gebeten.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von lediglich einem Stundenkilometer auf Schweizer Autobahnen kassiert die Polizei bereits 20 Euro. Wer nicht direkt an Ort und Stelle angehalten wird, kann dennoch nicht aufatmen. Deutschland hat in den vergangenen Jahren mit vielen Ländern ein Strafverfolgungs-Abkommen abgeschlossen, so machen seit 2012 auch die vier bislangnoch fehlenden EU-Länder Italien, Belgien, Irland und Griechenland mit. Gleichzeitig wurde 2012 auch der EU-weite Austausch von Halterdaten umgesetzt. Immerhin: Die EU-weite Vollstreckung der Strafen beschränkt sich auf Bußgelder und gilt bislang noch nicht für Führerscheinentzug oder andere Sanktionen.

Harte Strafen bei Alkohol am Steuer

Infografik_VerkehrsregelnAuch hinsichtlich Alkohol am Steuern gelten außerhalb Deutschlands unterschiedliche Verkehrsregeln. Wie in Deutschland gelten für Fahranfänger in anderen europäischen Ländern 0,0 Promille. In Tschechien und in der Slowakei für gilt die Null-Promille-Grenze für alle Autofahrer. Bei groben Verstößen drohen in einigen Ländern harte Strafen. In Schweden und in Spanien droht bei 1,2 Promille bereits eine Gefängnisstrafe. In diesen Ländern sollte man auf keinen Fall einen Alkoholtest der Polizei verweigern, denn sonst können an Ort und Stelle die Handschellen klicken.

Wer in Italien mit mehr als 1,5 Promille am Steuer erwischt wird, muss mit fast schon drakonischen Strafen rechnen: So wird ihm von der Polizei das Auto eingezogen und ihm enteignet (sofern es dem Fahrer selbst gehört). Anschließend wird das Fahrzeug zwangsversteigert. Seit dem 01.03.2013 ist das Mitführen von einem Alkoholtest in Frankreich Pflicht. Die Autofahrer sollen so dazu gebracht werden, sich nach Alkoholgenuss selbst zu testen, bevor sie sich ans Steuer setzen.

Fast überall Mautgebühren fällig

In vielen Ländern ist eine Mautgebühr fällig, ein Großteil dieser hat zusätzlich Sondermauten für Tunnel, Brücken oder den Stadtverkehr. Hierzu zählen unter anderem die Schweiz, Österreich, Frankreich, Spanien und Italien. Dies sind Länder, die ohnehin schon hohe Gebühren für die Benutzung von Autobahnen verlangen. Die zusätzlichen Kosten können die Verbrauchskosten pro 100 Kilometer schnell verdoppeln.

In einigen Ländern (beispielsweise Schweiz, Österreich, Tschechien, Slowakei und Slowenien) müssen Autofahrer an der Grenze Vignetten kaufen. Tschechien etwa verkauft Tagestickets, die Schweiz jedoch lediglich Jahres-Vignetten. Dies verärgert viele Reisende, die lediglich die Schweiz passieren oder dort nur ein paar Tage Urlaub machen wollen. Das Risiko einzugehen, auf die Jahresvignette zu verzichten, lohnt sich allerdings nicht: Wer erwischt wird, zahlt eine hohe Strafe.

Infografik über Verkehrsregeln

Eine Infografik von www.leihwagenversicherung.de zeigt die Verkehrsregeln und -bußgelder der populärsten Urlaubsländer in Europa. Die Länder wurden nach dem Ampel-Farbschema in den verschiedenen Kategorien (mit Blick auf Vorschriften sowie Bußgelder bei Überschreitung der Limits) je nach Härte klassifiziert.

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Foto: © Fred – Fotolia.com