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Foto: © Michael Rogner - Fotolia.com

Notrufnummer 112 gilt europaweit

Der 11. Februar ist Tag des Notrufs. Einer Umfrage der Europäischen Kommission zufolge wissen jedoch nur 42 Prozent der Deutschen, dass die Notrufnummer 112 in ganz Europa funktioniert. Im Verhältnis zu ihrer Reisefreudigkeit sind das noch deutlich zu wenig, meint die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

2008 wurde der EU-weite Notruf 112 eingeführt. Er funktioniert in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten aus dem Festnetz und dem Mobilfunknetz. Anfangs hinkten die Deutschen ihren europäischen Nachbarn im Wissen um die EU-weite Notrufnummer hinterher, jetzt liegen sie im Schnitt (EU gesamt: 41 Prozent).

Jeder zweite Deutsche reist jährlich in ein EU-Land

„Doch wenn man sich die Reisefreudigkeit der Deutschen anschaut, müssen wir an dieser Stelle noch deutlich mehr Aufklärung leisten“, meint Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Tatsächlich reisen 52 Prozent der Deutschen mindestens einmal jährlich in ein anderes EU-Land. Berücksichtigt man auch dies in der Statistik, liegen die Deutschen nur noch auf Rang 22.

Das Ringen der Schlaganfall-Hilfe um mehr Notfallwissen hat einen ernsten Hintergrund: Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. Seit Jahren propagiert die Schlaganfall-Hilfe ihren Leitsatz „Jede Minute zählt“.

Telefonische Hilfe für Wiederbelebungsmaßnahmen bei 112 gefordert

Der Arbeiter Samariter Bund (ASB) fordert neben einer Aufklärung über die Notfallnummer zudem eine telefonische Hilfestellung zur Wiederbelebung. er bei einem Kreislaufstillstand einen Notruf unter 112 absetzt, wird von immer mehr Leitstellen telefonisch dazu angeleitet, eine Herzdruckmassage bei einem Notfallpatienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchzuführen. Verpflichtend ist die telefonische Reanimationsanleitung bislang aber nur für die Leitstellen in Bayern, in allen anderen Bundesländern entscheiden die Kreise und Kommunen darüber.

Mehr Informationen unter: www.asb.de/asb-fordert-telefonische-reanimationshilfe-unter-112

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