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Frankreich: Alkoholtester in Autos Pflicht

In Frankreich ist jeder dritte Verkehrsunfall mit Todesfolge auf Alkohol am Steuer zurückzuführen. Im Vergleich: In Deutschland ist die Zahl mit knapp neun Prozent deutlich geringer. Die französische Regierung hat nun drastische Maßnahmen ergriffen und verpflichtet alle Autofahrer ab dem 1. Juli zur Mitführung eines Einweg-Alkoholtesters.

Auf diese Weise soll die zuletzt stark gestiegene Unfallzahl durch Alkoholeinfluss gesenkt werden. Darauf weist der Kfz-Direktversicherer DA Direkt hin. Auch Touristen, Auswanderer und Expatriates sind künftig zur Mitführung des Testers verpflichtet – ansonsten drohen Bußgelder. Wer vor Ort ein Auto anmietet, sollte sicherheitshalber noch einmal beim Anbieter nachfragen, ob der Wagen mit einem Alkoholtester ausgestattet ist, rät der Kfz-Versicherer.

Viele Bußgelder in der EU angehoben

Pünktlich zur Hauptferiensaison wurden in einigen Ländern viele Bußgelder erhöht. In den Niederlanden kostet Parken auf einem Behindertenparkplatz statt 180 Euro nun sogar 340 Euro. Unnötiges Hupen wird mit 350 Euro und das Ignorieren von Fußgängern am Zebrastreifen mit 340 Euro statt 180 Euro geahndet. Die Bagatellgrenze für Bußgelder, die grenzübergreifend eingezogen werden dürfen, liegt zwar bei 70 Euro, angesichts der hohen Strafen für Verkehrsdelikte ist diese Grenze allerdings schnell erreicht.

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